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Leasing , Diebstahl. Bürge muss zahlen, wenn Versicherung sich weigert?

05.01.2016 15:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Hallo, es geht um ein hochwertiges Fahrzeug, welches getohlen worden ist. Das Fahrzeug befand sich im Geschäftsleasing, aufgrund des jungen Bestehens der Firma wurde ein Bürge (eine andere Firma) hinzugezogen. Nun zahlt die Versicherung nicht. Muss der Bürge jetzt zahlen? Die monatlichen Raten wurden immer beglichen. Vielen Dank

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

In der Tat haftet dann grundsätzlich der Bürge für alle offenen Forderungen, d.h. die andere Firma muß grundsätzlich zahlen. Jedoch ist die Bürgschaftsurkunde entscheidend, da dort oft Einschränkungen festgeschrieben wurden.

Ich empfehle daher dringend, dass die Bürgin die Bürgschaftsurkunde sehr genau prüft, ob dort Einschränkungen z.B. bezüglich Diebstahl o.ä. eingetragen sind.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.01.2016 | 17:30

Hallo, vielen Dank, worauf wäre denn in der Bürgschaftsurkunde zu achten. Uns leuchtet das nicht ein, theoretisch müßte doch die Bank gegen die nicht zahlende Versicherung klagen, da die Raten immer beglichen worden sind und ein Bürge ja nur dann in die Haftung genommen wird, wenn jemand seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen sollte.

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.01.2016 | 17:38

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie müssen auf alles achten, was einschränkend wirkt. Achten Sie insbesondere auf Worte wie "Einschränkung", "ausgenommen sind" und ähnliche.

Wenn alle Zahlungsverpflichtungen beglichen sind, muß der Bürge in der Tat nicht zahlen. Deswegen sollte der Bürge genau prüfen, wofür er bürgt und ob die Bank tatsächlich den behaupteten Anspruch geltend machen kann.

Die Bank kann nur gegen die Versicherung klagen, wenn sie gegen die Versicherung einen Anspruch hat. Üblicherweise hat aber nur das Unternehmen als Versicherungsnehmer einen Anspruch gegen die Versicherung, nicht aber die Bank. Die hat aus Vertrag nur einen Anspruch gegen das Unternehmen und aus Bürgschaft gegen die Bürgin.

Gegen die Versicherung hat die Bank nur einen Anspruch, wenn das Unternehmen diesen an die Bank abtritt. Jedoch ist die Bank nicht verpflichtet, die Abtretung anzunehmen, und ist auch nicht verpflichtet, gegen die Versicherung zu klagen. Vielmehr kann sich die Bank das einfachste Ziel auswählen und gegen das dann vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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