1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Cannabisanbau in gemeinsamer Wohnung

| 03.09.2015 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


23:39
Hallo,

mein Lebenspartner hat angefangen in seinem Zimmer in unserer gemeinsamen Wohnung (wir stehen beide im Mietvertrag und zahlen die Miete je zur Hälfte) Cannabis anzubauen (in einem kleinen Pflanzzelt 0,36 m², 150 Watt, 2 - 3 Pflanzen, für seinen Eigenbedarf).
Das Pflanzzelt steht in seinem privaten Zimmer und ist in der Regel abgesperrt.

Ich selbst konsumiere nicht und bin gegen den Anbau aus Angst vor Strafverfolgung (Berufsmäßig bin ich auf ein einwandfreies Führungszeugnis angewiesen).

Was habe ich im schlimmsten Fall (Hausdurchsuchung zur Erntezeit) zu befürchten?
Mache ich mich schuldig durch Mitwisserschaft?
Wie kann ich Vorbeugen, im Falle einer Entdeckung belangt zu werden?
Welche Strategie sollte im Falle einer Anklage gefahren werden?
Gibt es sonst etwas zu bedenken?


Vielen Dank,
Martina



03.09.2015 | 15:11

Antwort

von


(2301)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

auch wenn die Strafbarkeit vom Anbau von Cannabis mittlerweile im Hinblick auf das Grundgesetz problematisch erscheint und eine Legalisierung näher rückt, ist dieses nach dem Strafgesetzbuch (noch) unter Strafe gestellt.

Ein bloßes Mitwissen reicht für eine Strafbarkeit nicht aus. Auch sind Sie nicht verpflichtet, dieses der Polizei zu melden, da keine Tat nach § 138 StGB vorliegt und Sie beim bloßen Schweigen keinerlei Strafe nach § 258 StGB vereiteln.

Sie sollten allerdings insofern keinerlei Hilfe leisten, also das Besorgen von Pflanzenmitteln o.ä., welches Ihnen nachgewiesen werden könnte.
Der Konsum selbst ist nicht strafbar.

Wenn der Anbau zum Zeitpunkt der Entdeckung noch unter Strafe gestellt sein sollte, und Sie nicht in Bremen wohne sollten (dort wird mittlerweile größtenteils von der Verfolgung abgesehen) sollten Sie und auch Ihr Lebensgefährte zu keiner Zeit eine Aussage bei der Polizei machen und unverzüglich Akteneinsicht beantragen und dann eine schriftliche Stellungnahme abgeben.

Beim Anbau von Pflanzen brauchen Sie aber, wenn Sie bislang nicht vorbestraft sind, nicht mit einer Vorstrafe zu rechnen, da nicht mehr als 90 Tagessätze an Strafe herauskommen wird, solange Sie aktiv kein Handel betreiben.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.09.2015 | 21:32

Hallo Herr Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe vorher schon manchmal gelesen, dass man sich wegen Duldung des unerlaubten Anbaus durch Unterlassung schuldig macht durch die gemeinsame Mietzahlung, dass man dadurch Beihilfe leistet. Ist das nicht wahr oder ist keine Strafverfolgung zu erwarten in dem Fall?
Außerdem würde mich noch interessieren, ob es eine Rolle spielt, ob das Zimmer abgesperrt ist oder nicht.
Vielen Dank nochmal!

Freundliche Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.09.2015 | 23:39

Sehr geehrte Fragestellerin,

weder durch Duldung oder Unterlassung machen Sie sich aus den bereits genannten Gründen mitschuldig, da keine Pflicht zur Strafaufklärung besteht oder Sie dagegen wirken müssten.

Auch die Mietzahlung ist nicht als Beihilfe anzusehen, wenn der Hauptzweck der Wohnung weiterhin das Wohnen ist und nicht der Anbau von Planzen.

Ob das Zimmer verschlossen ist oder nicht, spielt keine Rolle, lediglich im Bereich der von der Staatsanwaltschaft zu beweisenden Kenntnis, wobei auch bei Kenntnis für Sie keine Strafbarkeit besteht.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die Gebühren dieser Frage würden dann entsprechend angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.09.2015 | 09:49

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Bin zufrieden."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dr. Felix Hoffmeyer, LL.M. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10.09.2015
4,8/5,0

Bin zufrieden.


ANTWORT VON

(2301)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht