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Frag einen Anwalt in eigener Sache

| 17.08.2015 15:56 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer



Ich hatte eine Frage gestellt. Diese Antwort war aus meiner Sicht unfähig. Daraufhin eine erneute Fragestellung (keine Nachfrage, aber mit gleicher Sachlage). Diese wurde vom selben Anwaltsbüro, mit anderen Account beantwortet. Also das Mangelhafte wurde bestätigt.

Also eine dritte Fragestellung, die auch adäquat beantwortet wurde.

dadurch sind mir ca. 100 Euro Verlust erstanden.

Dieser Anwalt hat mich zur dritten Frage gedrängt. (Verlustreich)

Kann ich diesen Anwalt in Regress ziehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Anwaltshaftung unterscheidet sich zunächst nicht von einer sonstigen zivilrechtlichen Haftung, wie zum Beispiel im Rahmen eines Dienst- oder Werkvertrages. Ein Schadensersatzanspruch entsteht dann, wenn der Rechtsanwalt im Rahmen einer Beauftragung eine Pflichtverletzung begeht und diese Pflichtverletzung beim Mandanten einen Schaden herbeiführt. Die Pflichtverletzung muss durch den Anwalt verschuldet sein. Der Anspruch entsteht dann in der Höhe, in der ein Schaden nachweisbar eingetreten ist.

Wesentliche Pflicht des Rechtsanwalts ist die umfassende und sorgfältige Prüfung der Rechtslagen nach den einschlägigen Normen und der höchstrichterlichen Rechtsprechung.
Vgl. BGH, Urteil vom 06.11.2008, Az. IX ZR 140/07 in BeckRS 2008,26938

Ob diese Pflicht hier verletzt wurde, kann ich nicht beurteilen, da hierzu die ursprüngliche Frage und die Antwort zu prüfen wäre. Zu betonen ist, dass nicht jede Antwort, die dem Mandanten falsch vorkommt, auch tatsächlich falsch ist. Häufig ist eine Rechtslage nicht zu 100% klar und es werden in der Rechtsprechung oder der wissenschaftlichen Literatur unterschiedliche Ansichten zu einzelnen Punkten vertreten. In der Regel hat der Anwalt den sichersten und gefahrlosesten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche Risiken aufzuklären.

Unterstellt man nun, dass hier eine Falschberatung vorlag, so müsste der Rechtsanwalt diese auch zu vertreten haben. Dieses wird nach § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB vermutet.

Weiter müsste die Pflichtverletzung zu einem Schaden bei Ihnen geführt haben. Hierzu ist ein rechnerischer Vergleich der durch das schädigende Ereignis bewirkten Vermögenslage mit derjenigen, die ohne die Pflichtverletzung des Anwalts bestünde. Dies ist bei Ihnen letztlich der Posten der Beauftragung des dritten Anwaltes.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 17.08.2015 | 17:01

OK.

Zitat:
-In der Regel hat der Anwalt den sichersten und gefahrlosesten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche Risiken aufzuklären. -

mmhhh.

„Hat der Anwalt nicht über die Gesetzeslage aufzuklären. Eigene Recherchen zu betreiben und den Mandanten zu
verteidigen."

Trotzdem Frage beantwortet. Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.08.2015 | 17:12

Selbstverständlich hat ein Anwalt den Mandanten über die Gesetzeslage aufzuklären. Diese kann jedoch teilweise mehrdeutig sein, so dass der Anwalt den sichersten und gefahrlosesten Weg vorzuschlagen hat oder eben entsprechend über bestehende Risiken belehrt.

Recherchen zur Gesetzeslage hat der Anwalt selbstverständlich zu betreiben, wenn dies erforderlich ist. Allerdings ist das Unterlassen einer Recherche dann keine Pflichtverletzung, wenn die Antwort des Anwaltes dennoch richtig ist.

Bewertung des Fragestellers 11.10.2015 | 17:42

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

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"Fast Höchstnote. Ein Anwalt hat das Recht zu sehen, nicht den gefahrlosesten Weg. Es gibt Leute, die die Gefahr nicht scheuen."