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Unverschuldeter Schaden an Mietauto

19.07.2015 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe bei der Firma AVIS ein Auto gemietet, das ich am Flughafen Amsterdam abgeholt habe.Am Abend des 24.05.15 habe ich das Auto in Bergen (kleinem Ort an der See) ordnungsgemäß geparkt. Nach Rückkehr stellte ich fest, daß es in der linken hinteren Tür eine Beule ohne Lackschaden hat sowie einen Kratzer am linken Aussenspiegel.
Ich habe die Polizei in Alkmaar verständigt weil der örtliche Polizeiposten nicht besetzt war. Der Polizist in Alkmaar hat den Schaden telefonisch aufgenommen Wegen Polizeipräsenz in Alkmaar konnte kein Fahrzeug nach Bergen geschickt werden. Bei der Rückgabe des Auto am Flughafen in Düsseldorf mußte ich ein Übergabeprotokoll unterschreiben in dem meine Schuld bereits eingedruckt war. Ansonsten könne das Fahrzeug nicht entgegengenommen werden. Ich habe den Beleg unterschrieben weil mein Flieger ging und parallel einen Schadensbericht ausgefüllt in dem ich festgestellt habe, daß das Auto nicht von mir beschädigt wurde,
Nach Rückkehr an meinen Heimatort habe ich festgestellt, daß mir 1500 Euro Selbstbehalt von der Kreditkarte abgezogen worden sind.
Ich habe mehrfach bei AVIS angerufen und um Erklärung gebeten. Ohne Erfolg.In einem mehr oder weniger unpersönlichen Brief wurde ich darüber informiert, dass der Schaden durchaus bis zu 2.400 Euro betragen könne, wenn der Gutachter ihn gesehen hätte..
Ich habe meiner Autowerkstatt den Schaden geschildert. Sie sagten mir, dass man die Delle heute mit einem Saugverfahren wieder glättet und der Kratzer am Spiegel auch kein großer Schaden sei. Niemals sei eine solche Summe gerechtfertigt.
Am 20.6.15 habe ich per Einschreiben das Verhalten der Mitarbeiter am Flughafen Düsseldorf geschildert und um Übersendung der konkreten Rechnung für den Schaden gebeten. Bis heute habe ich keine Antwort erhalten.
Es kann doch nicht sein, daß willkürlich eine Schadenshöhe taxiert wird und mir pauschal 1500 Euro vom Konto abgezogen werden und ich keine Rechnung einer Werkstatt sehe.
Ich habe den Eindruck, dass AVIS sich an den Schaden bei mir bereichern will.
Was kann ich tun?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Vorweg möchte ich anmerken, dass die Schadenshöhe im konkreten Fall von hier nicht bemessen werden kann.

Aus Erfahrung lässt sich jedoch sagen, dass die fachgemäße Reperatur auf von kleineren Schäden sehr teuer werden kann, so dass bei dem geschilderten Fall selbst 1.500 Euro denkbar wären- wie gesagt, theoretisch. Dabie muss nach dem Schadensminimierungsprinzip jedoch immer die günstigste Art der Wiederherstellung gewählt werden. Wäre das genannte Verfahren anwendbar, dürfte die Vermietung nur diese Kosten zu Grunde legen.

Nun zu den Versicherungsbedingungen. In welchem Masse Sie bei einen Schaden eine Selbstbeteiligung zu tragen haben, hängt entscheidend von der jeweiligen Police ab.

Wenn man von den deutschen Mietvertragsbedingungen ausgeht, gilt nach der AGB der Firma AVIS folgendes:

9. Haftung des Mieters
Der Mieter haftet für während der Dauer des Mietvertrages an dem gemieteten Fahrzeug entstehende oder durch seinen Betrieb verursachte Schäden oder den Verlust des Fahrzeuges (einschließlich Fahrzeugteilen und –zubehör). Die Haftung des Mieters tritt nicht ein, wenn der Mieter die den Schaden oder Verlust verursachende Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat. Die Schadensersatzpflicht des Mieters erstreckt sich auf die Reparaturkosten zuzüglich einer eventuellen Wertminderung oder bei einem Totalschaden des Fahrzeuges auf den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges abzüglich des Restwertes.

Wenn Sie den Schaden nicht zu vertreten haben, würde also keine Haftung eintreten. Hier ist letztlich nur die Beweislage problematisch.

Tatsächlich erstreckt sich der Anspruch aber nicht auf eine pauschale Höhe. SIe werden im Internet aber viele Fälle finden, wo AVIS Kunden über ungewöhnliche Schadensabwicklungen berichten.

AVIS dürfte Ihnen nach den AGBs nur die tatsächlichen Reperaturkosten berechnen, oder aber die Kosten nach Kostenvoranschlag oder Gutachten (§249 BGB ). Damit ist der pauschale Einbehalt der 1.500 Eur aus zwei Gründen nicht rechtmäßig; zum einen steht Ihr Verschulden offenbar nicht fest, zum anderen fehlt ein Nachweis der Reperaturkosten.

Sie können als erstes dem Einzug von der Kreditkarte bei Ihrem Kreditkartenunternehmen widersprechen. Dies wäre der erste Schritt.

Dann obliegt es AVIS, den Schaden auf gewöhnlichem Wege geltend zu machen.

Sollte das zeitlich nicht mehr möglich sein, dann müssen Sie das Geld von AVIS zurückfordern oder einen Reperaturnachweis fordern. Erfolgt keine Reaktion, auch nach Fristsetzung, so wäre an ein rel. günstiges gerichtliches Mahnverfahren zu denken, in dem Sie die 1.500 Euro geltend machen. Dieses können Sie selber initiieren oder einen Anwalt damit beauftragen.

Kann AVIS keine konkreten Reperaturkosten nachweisen, erhalten Sie das Geld zurück. Dass unberechtigt einbehaltene Kosten nämlich auch oft zurückerstattet werden, verrät ein Blick ins INternet und die dortigen Berichte in ähnlichen Fällen.Wird eine Rechnung wider Erwarten vorgelegt, ist die Frage des Verschuldens aber immer noch nicht geklärt. Da Sie die Polizei verständigt haben, haben Sie sich jedenfalls insofern an die Mietvertragsbedingungen gehalten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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