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abgesagter Termin in Autowerkstatt

08.07.2015 21:07 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Zusammenfassung:

Durch das Absagen eines fest vereinbarten Einbautermins in einer Werkstatt ohne trifftigen Grund kann der bei dem anderen Vertragspartner entstandene Vertrauensschaden zu ersetzen sein.

Sehr geehrter helfender,

Ich wollte vor einiger Zeit mein Auto in einer bestimmten Werkstatt reparieren lassen dafür hatte ich einen Termin vereinbart ohne schriftlichen Auftrag. Kurz vor der anstehenden Reparatur erhielt ich ein Angebot was mir wesentlich besser zusagte.
Am Vortag des Termins erreichte ich niemanden in der Werkstatt so das ich erst am Tag des Termins (vor Beginn) des Termins absagen konnte (angegebener Grund: das ich es aus zeitlichen Gründen nicht schaffe) Mit der Aussage kein Problem.
Heute erhielt ich jedoch eine Rechnung über die bestellten Teile.
Meine Frage ist nun ob dies rechtens ist?da ich in keiner weise (nicht schriftlich sowie nicht mündlich auch nicht beim Anruf) darauf hingewiesen wurde das ich den Ausfall des Termins Kosten übernehmen müsse!
Mit freundlichen Grüßen
CK

Sehr geehrter Fragesteller,


Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Beantwortung der Frage auf die von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen und Daten beruht. Das Hinzutreten eines bisher nicht bekannten Faktors kann das Ergebnis beeinflussen.

In der Tat kommt nach Ihrer Sachverhaltsschilderung ein Anspruch der Werkstatt auf Schadensersatz gemäß §§ 280 Abs. 1 , 311 Abs. 2 , 241 Abs. BGB in Betracht. Es besteht durch die Vereinbarung eines Termins ein vorvertragliches Schuldverhältnis vor, bei welchem jede Vertragspartei die aus diesem Schuldverhältnis herrührenden Pflichten einhalten muss.

Bei einem vorvertraglichen Schuldverhältnis müssen sowohl Sie als auch die Werkstatt sich so verhalten, dass durch ein etwaiges schuldhaftes Verhalten der anderen Vertragspartei kein Schaden daraus entsteht. Sie haben den Termin aus Kostengründen abgesagt, so dass dem anderen Vertragspartner der Schaden zu ersetzen ist, der durch Ihre schuldhafte Terminsabsage entstanden ist. Das bedeutet, dass die Werkstatt in der Tat verlangen kann, so gestellt zu werden, wie wenn das schädigende Ereignis nicht eingetreten wäre, § 249 BGB . Es ist grundsätzlich der Vertrauensschaden zu ersetzen.
Die Werkstatt hat darauf vertraut, dass Sie den vereinbarten Termin wahrnehmen und dazu die erforderlichen Ersatzteile eingekauft. Diese Kosten darf die Werkstatt gegen Sie geltend machen.

Zu beachten ist jedoch, dass die Werkstatt für das Vorliegen der Voraussetzungen des Schadensersatzanspruches die Beweislast trägt. Sollte die Werkstatt beweisen können, dass zwischen Ihnen und der Werkstatt ein fester Einbautermin vereinbart wurde, sind Sie tatsächlich schadensersatzpflichtig.

Leider kann ich Ihnen keine positive Antwort geben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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