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Hausverkauf nach der Scheidung

18.06.2015 00:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Zugewinn

Guten Tag,
Ich bin seit fünf Jahren einvernehmlich geschieden und alle Unterhaltsansprüche sowie Versorgungsausgleiche sind geklärt.
Das gemeinsame Haus wo beide Kinder mit der Mutter noch leben will meine geschiedene Frau mir abkaufen. Das Haus ist Schuldenfrei.
Sie will aber 60000 € aus einer Schenkung während der Ehe vom Wert abziehen.42000€ haben wir in das Haus zur Wertsteigerung vor 12 Jahren investiert.
Wir haben bei der Scheidung nichts zu dieser Schenkung vereinbart.
Darf die Summe von 60000€ vom Wert des Hauses abgezogen werden und dann 50% mir ausgezahlt werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Was Ihre Frau machen möchte ist ein sogenannter Zugewinnausgleichsanspruch, bei dem Schenkungen und Erbe in den Anfangsbestand mit aufgenommen werden und somit den Zugewinn schmälern. Damit hätten sie einen höheren Zugewinn erzielt und wären zum Ausgleich verpflichtet.

Allerdings ist dieser Anspruch nach 3 Jahren nach Abschluss des Scheidungsverfahrens verjährt. "Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der ausgleichspflichtige Ehegatte erfährt, dass der Güterstand beendet ist, d. h. mit der Kenntniserlangung von der Rechtskraft des Scheidungsurteils.", so das OLG Jena.

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/zugewinnausgleich-verjaehrung/#ixzz3dMS4Gl8m

Sind nunmehr 5 Jahre seit der Scheidung vergangen, so hat sie keinen Anspruch mehr auf die Auseinandersetzung.

Somit ist es Verhandlungsbasis nach freien Regeln, was gezahlt wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2015 | 17:31

Guten Tag noch einmal,
danke für die Antwort. Es wird behauptet , dass die 60000,- ein Erbe und keine Schenkung war und dieses Erbe dann nicht verjährt.

Erbschaften werden nicht als Zugewinn angesehen werden sondern immer zum Anfangskapital gerechnet werden. Und das verjährt nicht.

Nur beide Elternteile leben noch die verantwortlich sind für die Schenkung oder Erbe.

Stimmt die Aussage ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2015 | 19:00

Ich verstehe die Aussage so nicht, denn der Zugewinnausgleichsanspruch ist verjährt.
Das Erbe an sich fällt in den Anfangsbestand, richtig, aber scheinbar leben die vererben ja noch, zudem ist dies nur entscheidend im Zugewinnverfahren - was ja verjährt ist.

Was erfolgen könnte ist die Rückforderung aus der Schenkung, da gilt die Verjährung §196 BGB 10 Jahre.

Ich würde hier kurzfristig einen Anwalt einschalten, da ich denke, dass hier eine eingehende Sachprüfung erforderlich ist, um kein Geld zu verlieren.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter

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