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Bauvoranfrage Flächennutzungsplan

07.06.2015 21:45 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Bauvoranfrage nach Geltung eines Flächennutzungsplans und Ablauf von über 20 Jahren

Die Eltern besitzen bei Chemnitz ein Grundstück, das im Flächennutzungsplan als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen ist und das Sie seit 1975 als Wochenendgrundstück nutzen.

Im Jahr 1994 hatten Sie eine Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus eingereicht, die positiv beschieden worden war. Allerdings ist keine Verlängerung beantragt worden.

Der Flächennutzungsplan ist seit 2011 rechtskräftig.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass in einer erneuten Bauvoranfrage der Bau eines Einfamilienhauses als zulässig befunden wird?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Vor Einreichung des Bauantrags ist auf schriftlichen Antrag des Bauherrn oder der Bauherrin zu einzelnen Fragen des Bauvorhabens ein Vorbescheid zu erteilen. Der Vorbescheid gilt drei Jahre.
Wird er - wie hier - nicht verlängert - hat er keinerlei Rechtswirkung mehr.

Sicherlich ist für die Zukunft eine gewisse Wirkung vorhanden, wenn sich die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen nicht verändert haben, allerdings ist ja hier eine Dauer von über 20 Jahren zu beachten.

Im Flächennutzungsplan ist für das ganze Gemeindegebiet die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde in den Grundzügen darzustellen, insbesondere werden die für die Bebauung vorgesehenen Flächen nach der allgemeinen Art ihrer baulichen Nutzung (Bauflächen), nach der besonderen Art ihrer baulichen Nutzung (Baugebiete) sowie nach dem allgemeinen Maß der baulichen Nutzung.

Bebauungspläne sind aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln.

Das kann hier also bevorstehen bzw. ist hier erfolgt, was mittels Auskunft/Akteneinsicht zu prüfen wäre.

Falls Sie dazu etwas wissen, teilen Sie mir dieses gerne im Wege der kostenlos möglichen Nachfragefunktion mit.

Bei Landwirtschaftsfläche ist jedoch eben ein Bezug eines Wohngebäudes zur Landwirtschaft herzustellen.

Das kann hier ggf. problematisch werden.
Zudem kann die betreffende Gemeinde mit einer Veränderungssperre und Zurückstellung von Baugesuchen auf besondere Sachlagen reagieren.

Ohne weitere Auskunft/Akteneinsicht einer fachkundigen Person (Anwalt und/oder Architekt) würde ich jedenfalls keine (kostenpflichtige) Bauvoranfrage riskieren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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