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Unterhalt volljährige Tochter, Mutter bezieht Leistungen vom Jobcenter

27.05.2015 23:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


17:00
Guten Tag, folgende Situation:

Tochter, gerade 18 Jahre alt geworden, Schülerin (Abitur 2016), wohnt bei ihrer Mutter. Die Mutter bezieht seit 3 Jahren Leistungen vom Jobcenter, in diesem Zusammenhang ist der Unterhaltsanspruch auf das Jobcenter übergegangen. Dieses hat den Unterhalt vor 3 Jahren auf 506€ festgelegt, wobei ich diesen Betrag direkt der Mutter überweise. Mein Netto liegt laut Düsseldorfer Tabelle in Kategorie6, 3101-3500€, ich zahle weiterhin Unterhalt für eine 6-jährige Tochter aus einer anderen Beziehung. Meine Fragen:

Wie hoch ist der Unterhalt für meine volljährige Tochter ab ihrer Volljährigkeit?
Wem überweise ich nun den Unterhalt, weiterhin der Mutter oder direkt der Tocher?
Wenn meine Tochter den Unterhalt bekommt, wird dann das Jobcenter auf meine Tochter zukommen, Stichwort Bedarfsgemeinschaft mit ihrer Mutter?
Bzw. wird das Jobcenter wiederum auf mich zukommen, weil ggf. durch die Bedarfsgemeinschaft der Anspruch meiner Tochter wiederum auf das Jobcenter übergeht?
Ist meine Tochter überhaupt Teil der Bedarfsgemeinschaft, wenn Sie z.B durch Unterhalt, Kindergeld und Zuwendungen von Verwandten über ausreichend Einkommen verfügen könnte?
Schönen Gruß
28.05.2015 | 00:09

Antwort

von


(482)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
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Tel: 0170/4669331
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. Wie hoch ist der Unterhalt für meine volljährige Tochter ab ihrer Volljährigkeit?

Der monatlich von Ihnen zu zahlende Barunterhalt beträgt: 441,00 € (wenn an Ihre Tochter ein Kindergeld in Höhe von 184,00 € gezahlt wird).

2. Wem überweise ich nun den Unterhalt, weiterhin der Mutter oder direkt der Tocher?

Ihrer Tochter.

3. Wenn meine Tochter den Unterhalt bekommt, wird dann das Jobcenter auf meine Tochter zukommen, Stichwort Bedarfsgemeinschaft mit ihrer Mutter?

Ja.

4. Bzw. wird das Jobcenter wiederum auf mich zukommen, weil ggf. durch die Bedarfsgemeinschaft der Anspruch meiner Tochter wiederum auf das Jobcenter übergeht?

Das Jobcenter wird sich nur an Sie wenden, wenn Sie den Unterhalt nicht zahlen sollten. Es wird Sie in Regreß nehmen, wenn Ihre Tochter Leistungen nach dem SGB II erhält.

5. Ist meine Tochter überhaupt Teil der Bedarfsgemeinschaft, wenn Sie z.B durch Unterhalt, Kindergeld und Zuwendungen von Verwandten über ausreichend Einkommen verfügen könnte?

Ein Kind unter 25 Jahren gehört nur dann nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft, wenn es die Leistungen zur Sicherung seines Lebensunterhalts aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen kann. Kindergeld zählt dabei nicht als Einkommen des Kindes.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 28.05.2015 | 09:03

Ich habe eine Verständnisfrage zu Punkt4:
Bislang erhielt ja nur die Mutter Leistungen vom Jobcenter, worin der Bedarf für die Tochter enthalten war.
Nun hat die Tochter ein Einkommen (meinen Unterhalt), das über dem Regelbedarf liegt und vermutlich vollständig in den Bedarf der Bedarfsgemeinschaft einfliessen wird? Aber: ist meine Tochter nun, aufgrund der Bedarfsgemeinschaft, "automatisch" Leistungsbezieher nach SGBII?
Schönen Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.05.2015 | 17:00

Sehr geehrter Fragesteller,

zu beachten ist, daß zum Bedarf Ihrer Tochter auch die auf sie entfallenden Unterkunfts- und Heizkosten zu rechnen sind. Der Regelbedarf Ihrer Tochter nach SGB II beträgt z. Z. 320,00 €. Wenn die anteiligen Unterkunfts- und Heizkosten Ihrer Tochter unter 121,00 € liegen, fällt Ihre Tochter aus der Bedarfsgemeinschaft heraus. Leistungsbezieherin ist sie nur, wenn sie tatsächlich Leistungen bezieht.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

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