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Ladendiebstahl mit 72 Jahren

10.04.2015 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers


Ich bin 72 (Rentnerin mit 800 Euro Rente) und wurde heute beim Ladendiebstahl im Wert von 7,99 erwischt. Das Laden hat von mir 100 Euro Strafgeld verlangt, die Summe wurde an gleichem Tag bezahlt.
Im 1997 habe ich zwei Bücher gestohlen, das Strafverfahren wurde eingestellt und ich habe eine Geldstrafe an einer Wohltätigkeitsorganisation bezahlt.
Was erwartet mich jetzt? Soll ich einen Anwalt engagieren?
Ich sollte eigentlich in zwei Tagen für einen Monat verreisen. Wie schnell reagiert as Gericht ineinem solchen Fall?

Einsatz editiert am 10.04.2015 16:25:22

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

Da das Verfahren von 1997 hier keine Relevanz haben dürfte, stehen Sie letztlich vor einer ähnlichen Situation wie 1997. Auch hier dürfte auch aufgrund des geringen Wertes der Sache eine Einstellung (ggf. gegen Geldauflage) möglich sein. Ansonsten würde Ihnen eine geringe Geldstrafe (vermutlich im Bereich von 20-40 Tagessätzen) drohen.

Sicherlich wird es mit einem Anwalt ggf. leichter, eine Einstellung zu erreichen. Nur muss Ihnen bewusst sein, dass die Einschaltung nicht unerhebliche Kosten verursacht. Aufgrund Ihrer geringen Rente dürften Sie als Alternative einen Anspruch auf Beratungshilfe haben: Sie können direkt bei Ihrem Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen und können sich damit anwaltlich beraten lassen (Kosten maximal 15 €). Allerdings ist hiervon keine weitere Vertretung umfasst.

Ich gehe davon aus, dass Sie innerhalb des nächsten Monats vermutlich nichts von Staatsanwaltschaft oder Gericht hören werden – wahrscheinlicher wäre ggf. ein Schreiben der Polizei mit der Gelegenheit, sich noch einmal zum Vorwurf zu äußern. Eine generelle Aussage kann hierzu aber leider aufgrund der völlig unterschiedlichen Arbeitsgeschwindigkeiten nicht getroffen werden.

Wenn Sie in den Urlaub fahren, sollten Sie jedoch nach Möglichkeit sicherstellen, dass Ihre Post kontrolliert wird. Sollte nämlich z.B. die Staatsanwaltschaft von der Möglichkeit Gebrauch machen, einen Strafbefehl zu übersenden, müssten Sie gegen diesen ggf. kurzfristig Einspruch einlegen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

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