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Autohändler - strafbar?

| 31.03.2015 01:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


12:33

Zusammenfassung: Besteht der Verdacht, dass ein Auto gestohlen ist, darf das Fahrzeug nicht weiterverkauft werden. Andernfalls würde sich der Verkäufer der Hehlerei und ggf. des Betruges strafbar machen.

Autohändler kauft ein fahrzeug in einem eu land mit kaufvertrag und Rechnung.

Bei der zulassung auf seine firma, um deutschen brief zu erhalten, kommt seitens zulassungsbeamten der verdacht im spiel, das evtl. Die ausländischen fahrzeugdokumente gefälscht wären könnten. Er verständigt die polizei, die ebenso vor ort nichts rausfinden kann.
Die ausländischen kfz papiere werden zur begutachtung durch krimminalamt beschlagnahmt und der händler darf vorab mit dem auto nach hause fahren.

Bis zur endgültigen entscheidung würde das angeblich 1 monat dauern.

Würde der händler sich strafbar machen, wenn er in dieser zeit den wagen an einen käufer verkaufen würde??
Schlisslich ist ja keine 100% ige feststellung, ob die dokumente einen fehler aufweisen.


31.03.2015 | 02:08

Antwort

von


(81)
Bleidenstraße 2
60311 Frankfurt
Tel: 069-348742380
Web: http://kanzlei-franz.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vom Verkauf des Autos muss ich momentan dringend abraten.


Falls die Papiere des Autos tatsächlich gefälscht sein sollten, wurde das Auto zuvor wahrscheinlich gestohlen. Sollte das Fahrzeug verkauft werden, würde sich der Händler daher der Hehlerei strafbar machen (§ 259 StGB). Sofern der Käufer nicht über die Situation aufklärt wird, würde der Händler weiterhin sogar einen Betrug begehen (§ 263 StGB).

Dass momentan noch nicht zu 100 Prozent feststeht, ob die Papiere gefälscht sind, spielt hierbei keine Rolle. Für einen strafbaren Vorsatz reicht es aus, dass dem Händler die Möglichkeit einer Fälschung bekannt war. Hundertprozentiges Wissen ist also nicht erforderlich.

Daneben sollte der Händler unbedingt beachten, dass er sich schadensersatzpflichtig machen würde, falls er den Käufer nicht aufklärt. Der Käufer könnte dann zum Beispiel einen entgangenen Gewinn oder andere Schäden ersetzt verlangen.

Das Auto sollte daher erst verkauft werden, sobald der Fälschungsverdacht geklärt ist.


Ich hoffe sehr, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Bei Unklarheiten stehe ich Ihnen für eine Rückfrage gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Christian D. Franz, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2015 | 08:20

Vielen dank für die rasche und offene antwort..

ich hab den fall missverstanden von meinem kollegen.

Der käufer hat schon vorher den wagen gekauft .. Kaufvertrag und geld schon bezahlt an meinem händlerkollegen!

Abgemacht war nur, das der verkäufer deutschen brief macht..

Der käufer will jetzt unbedingt das auto haben .. Oder geld zurück sagt er, berechtigter weise.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.03.2015 | 12:33

Vielen Dank für die Klarstellung.

Ich verstehe Sie so, dass Ihr Kollege das Auto verkauft hat, als noch kein Fälschungsverdacht bestand. In diesem Fall handelte Ihr Kollege ohne Vorsatz und konnte sich daher auch nicht strafbar machen. Zum jetzigen Zeitpunkt hat Ihr Kollege also keine Straftat begangen.

Nun jedoch das große Aber: Für den Straftatbestand der Hehlerei kommt es darauf an, dass der Käufer den Besitz und die unmittelbare Verfügungsgewalt über das Auto erlangt. Sollte Ihr Kollege das Auto jetzt übergeben, so würde er sich der Hehlerei strafbar machen. Mittlerweile wäre ein Vorsatz ja schließlich gegeben.

Ich würde Ihrem Kollegen daher raten, auf die Forderung des Käufers einzugehen und den Kaufpreis zurückzuzahlen.

Alternativ könnte Ihr Kollege den Käufer natürlich auch aufklären und mit ihm verhandeln. Möglich wäre zum Beispiel ein Preisnachlass von 10 %, falls das Auto erst in 3-4 Wochen geliefert wird (sobald die Papiere als echt gelten).


Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Franz

Bewertung des Fragestellers 31.03.2015 | 13:27

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