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Kündigung nach Elternzeit

30.03.2015 22:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 1. Oktober 2010 bin ich als Zahnärztin in einer Gemeinschaftspraxis angestellt, die von 2 Zahnärzten geführt wird. Ich war in dieser Praxis durchgehend in Vollzeit angestellt. Wegen der Geburten meiner beiden Kinder war ich zum Einen von Juni 2013 bis September 2013 und zum Anderen von September 2014 bis einschließlich 31.März 2015 zuhause. Ich befinde mich also derzeit noch in Elternzeit; am 01.04.2015 ist mein erster Arbeitstag nach der Elternzeit.

Mitarbeiterzahl > 10 - 8 Vollzeit, 6 halbtags
Mein Gehalt nach Beendigung meiner Assistenzzeit im Februar 2012: Grundgehalt 2500 Euro plus Provision durchschnittlich 2500 Euro

Im November 2014 wurde, ursprünglich als Schwangerschaftsvertretung, ein junger Kollege angestellt. Nun wurde sein Vertrag verlängert und mir wird am 01.04. gekündigt.
Die Kündigung habe ich bereits gesehen, sie enthält lediglich den Satz: Hiermit kündigen wir ihr Arbeitsverhältnis zum 31.05.2015. Keine Angabe von Gründen. Bis Ende Mai bin ich freigestellt, d.h. ich werde nur mein Grundgehalt als Lohn erhalten.

Nun meine Fragen:
Können die mir ohne Angabe von Gründen kündigen? Ist das rechtens?
Steht mir eine Abfindung zu?
Normalerweise habe ich ja mehr als nur das Grundgehalt verdient. Kann ich den Gehaltsdurchschnitt für die beiden Monate verlangen?
Was würden Sie empfehlen?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Kündigung bedarf zur Wirksamkeit keiner Angabe von Aründen. Zwar müssen diese Gründe bei Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes wie in Ihrem Fall vorliegen,die Angabe in der Kündigung selbst ist jedoch nicht Voraussetzung der Wirksamkeit.

Eine Abfindung kann im Rahmen der Beendigung vereinbart werden, grundsätzlich besteht jedoch kein Anspruch.


Während der Freistellung ist das durchschnittliche Gehalt weiter zu zahlen, also auch die durchschnittliche Provision.

Nachdem das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet, sollten Sie nach Erhalt der Kündigung umgehend mittels anwaltlicher Hilfe Kündigungsschutzklage erheben. Diese ist binnen in drei Wochen ab Zugang der Kündigung möglich.

Gerne bin ich Ihnen bei der Durchsetzung ihrer Rechte behilflich.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger

Rückfrage vom Fragesteller 01.04.2015 | 22:53

Habe ich Sie richtig verstanden - Ziel der Kündigungsschutzklage wäre in meinem Fall das Durchsetzen einer Abfindung? Gibt es einen Richtwert für die Abfindung, womit ich rechnen könnte?
Was würde es mich kosten, wenn ich die Kündigungsschutzklage mit ihrer Hilfe erheben würde?

Vielen Dank für ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.04.2015 | 09:54

Die Kündigungsschutzklage zielt immer auf Weiterbeschäftigung ab, in den allermeisten Fällen wird jedoch eine Abfindung vereinbart. Diese liegt üblicherweise bei einem halben Gehalt pro Beschäftigungsjahr.

Die Kosten des Verfahrens sind gesetzlich festgelegt und richten sich nach ihrem Einkommen, wenn Sie mir dieses zu mailen, kann ich die Kosten berechnen. Meine Daten finden sie oben im Profil!

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