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Wer tritt an Stelle des verstorbenen Miterben

02.03.2015 18:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Wer tritt anstelle des verstorbenen Miterben

Die beiden Söhne ( A & B ) der Erblasserin erben lt. Testament der Mutter zu gleichen Teilen, also jeder 5/12 des Grundstückes von dem ihnen schon je 1/12 aus dem früheren Erbfall ( Vater) gehört.... und etwas Bargeld.

Im Verlaufe der Ermittlung von Aktiva & Passiva stellt sich heraus, dass Bruder A die Kontovollmacht der Mutter ( im Pflegeheim ) mißbraucht und sich in erheblichem Umfang vom KOnto der Mutter bedient hat.
Bruder A gesteht dies nun schriftlich und verpflichtet sich zum Ausgleich des Schadens durch Abzug von seinem Erbteil - wiederum schriftlich protokolliert, zudem belegen Kontoauszüge und Rechnungen den Mißbrauch.

Die 5/12 des A am Grundstück werden nun durch den Ausgleich vollständig aufgebraucht. A blieben etwa 1.000 € Baranspruch + das 1/12 bereits früher vom Vater geerbtes Grundstück.
Die Brüder vereinbaren nun schriftlich, dass Bruder B - zusätzlich zu seinen 5/12 noch die 5/12 von A erben soll und der zur Änderung des Grundbucheintrages notwendige Notartermin wird vereinbart.
Kurz vor diesem Termin verunglückt A tödlich.

Nun erfährt B dass A sowohl Schulden wg. Sozialbetrugs ( Urteil liegt vor ) hat und der Erbe/die Erben des A zudem mit Rückforderungen von Sozialleistungen rechnen müssen.
Damit wäre das Erbe total überschuldet, weshalb auch Frau und Töchter des A das Erbe ausschlagen.

B entscheidet sich dazu das Erbe anzunehmen und Nachlassinsolvenz zu beantragen, die voraussichtlich mangels Masse ( voraussichtlich 20 T€ Schulden ) zu keinem Verfahren führen wird.

Der Grund weshalb B sich zur Annahme entscheidet ist, dass er nicht warten will bis die Urenkel der reichlichen Tanten und Onkels ausgeschlagen haben, weil: bis dahin steht niemand fest, der nun anstelle des A im Erbfall der Mutter tritt.
Das wäre dann ja letztlich "der Staat".

Aber, wer tritt nun - wenn mangels Masse das Insolvenzverfahren gar nicht eröffnet wird und es also keinen Insolvenzverwalter geben wird - anstelle des A ?
Oder:
1. wie kommt B nun zur schriftlich mit A vereinbarten Umschreibung der ihm von A schriftlich zugesicherten abgetretenen 5/12 der Mutter und damit zu "seinen" 11/12 ?
... also wer sitzt nun anstelle des toten Bruders mit beim Notar?
und
2. wem kauft B nun das 1/12 des A ab dass vom Vater stammt?

In gespannter Erwartung & mit freundlichen Grüßen von B ;-)




02.03.2015 | 20:35

Antwort

von


(3030)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn das Erbe angenommen wird, dann treten Sie in die Rechte und Pflichten des Erblassers ein, dies bedeutet, dass sämtliche Aktiva und Passiva auf Sie übergehen, allerdings auch die Verbindlichkeiten.

Das Nachlassinsolvenzverfahren führt nicht etwa zu einem Verzicht auf diese Rechtsfolge, sondern lediglich, dass Sie nur noch mit dem Nachlass haften, also die Gläubiger auch bei der Erbannahme nur noch auf den Nachlass zugreifen können.

Solange kein Gläubiger darauf zugreift, oder aber das Verfahren mangels Masse eingestellt wird, bleibt das Vermögen immer noch bei Ihnen (rechtlich zwar abgesondert, aber dennoch Ihr eigenes) bestehen, sodass Sie auch mit Hilfe des Erbscheins die Grundbücher umschreiben lassen können.

Aufgrund des eigenen und der geerbten Anteile können Sie das Grundstück gänzlich auf sich umschreiben lassen, haften allerdings weiterhin mit 6/12 für die Verbindlichkeiten.

Der geplante notarielle Termin hat darauf keine Auswirkung, solange keine Unterschrift gesetzt worden ist.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 02.03.2015 | 20:50

Schade dass Sie die FRage(n) nicht beantwortet haben ....

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.03.2015 | 21:30

Sehr geehrter Fragesteller,

dann noch einmal konkret zu Ihren Fragen:

1)
Aber, wer tritt nun - wenn mangels Masse das Insolvenzverfahren gar nicht eröffnet wird und es also keinen Insolvenzverwalter geben wird - anstelle des A ?

Sie treten an die Stelle als Erbe gem. § 1922 BGB .

"(1) Mit dem Tode einer Person (Erbfall) geht deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über."


2)

Wie kommt B nun zur schriftlich mit A vereinbarten Umschreibung der ihm von A schriftlich zugesicherten abgetretenen 5/12 der Mutter und damit zu "seinen" 11/12 ?
... also wer sitzt nun anstelle des toten Bruders mit beim Notar?

Hier wird es keinen notariellen Termin mehr geben. Anstatt dessen beantragen Sie beim Amtsgericht (Nachlassgericht) einen Erbschein, mit Hilfe dessen Sie dann beim Grundbuchamt die Berichtigung und Umschreibung der Erbteile auf Ihren Namen fordern können.


3)
Wem kauft B nun das 1/12 des A ab dass vom Vater stammt?
Dieses erhalten Sie als Erbe, ohne es kaufen zu müssen bereits kraft Gesetz und dann mittels Grundbuchberichtigung durch den Erbschein.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte bis Sie für Sie zufriedenstellende Antworten bekommen haben und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 02.03.2015 | 21:31

Entschuldigen Sie bitte das vorherige Verständnisproblem.

Wie bereits erwähnt, können Sie jederzeit kostenfrei weiter bei mir nachfragen.

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