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PKW-kauf von Privat

| 27.02.2015 00:34 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


01:23

Zusammenfassung: Zur Anfechtbarkeit eines Kaufvertrages.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe mir bei Autoscout24.de einen gebrauchten PKW Audi A6 Automatik 2,5 DTI 179 PS mit Anhängekupplung und grüner Umweltplakette rausgesucht und mich mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt. Bei unserem Telefonat sagte er mir das er noch einen Audi A6 hätte aber mit Schaltgetriebe und auf meine Frage ob dieser auch Anhängekupplung habe, bejahte Er, weiter sagte Er das das Fahrzeug bis auf das Getriebe und die PS-Zahl gleiche technische Voraussetzungen hat, aber eine bessere Innenausstattung. Von einem Bekannten habe ich mich dann zum gestrigen den 25.02.2015 vereinbarten Termin fahren lassen, allerdings kam an diesem Tag das Geschäft nicht zu Stande da er laut telefonischer Auskunft bei Frankfurt am Main fest steckte, so verabredeten wir uns für Heute den 26.02.2015 um 10 Uhr, gekommen ist er aber erst kurz vor 11 Uhr.
Ich schaute mir dann das Fahrzeug an, äußerlich war alles in Ordnung, auch innen sah er, bis auf Gebrauchspuren noch recht gut aus. Nun machte ich eine leider viel zu kurze Probefahrt, da er schon Anfangs sagte das er gleich noch einen Termin habe. Die Probefahrt verlief auch ganz normal, ich konnte sie auch nur in der Stad machen, dann kam es zum Kaufvertrag ausfüllen, das seine Frau machte. Er sagte mir dann das das Auto seinem Bruder gehören würde, er noch nicht den KFZ-Brief da habe, dieser käme per Einschreiben zu Ihm und Er würde ihn mir dann sofort per Einschreiben zukommen lassen, dies wurde auch auf dem Kaufvertrag vermerkt, das einzige was er da hatte war der alte KFZ-Brief anhand ich die Daten vergleichen konnte, die auch übereinstimmten. Seine Frau schrieb dann in den Kaufvertrag meine persönlichen Daten und Ihre persönlichen Daten, die ich anhand des Ausweises auch verglich. Da ich nicht nochmal zu dem Verkäufer fahren wollte, willigte ich ein das Er mir die fehlenden Unterlagen per Einschreiben zukommen lassen kann. Der Bekannte der mich dahin gefahren hat, kann dies auch alles bezeugen. In unserem Verkaufsgespräch sagte er auch immer wieder das das Fahrzeug in Ordnung ist, Motor und Getriebe gut laufen, nur ein Luftmengenmesser müsse getauscht werden, würde 30 Euro kosten. Welche Funktion er hat darauf verwies er mich nicht, das stellte ich auf der Heimfahrt bei Bergfahrten fest, da ließ die Leistung des Motors sehr stark nach und auf Anfrage bei Jemanden der sich damit auskennt, sagte er mir das das an diesem Luftmengenmesser liegen kann. Auch stellte ich leider zu spät erst fest das das Fahrzeug gar keine Anhängekupplung hat und auch von einer grünen Umweltplakette war keine Spur. Nach meinem Recherchen im Internet würde diese Fahrzeug maximal eine rote Umweltplakette bekommen. Bei der Anhängekupplung habe ich gar nicht so darauf geachtet, zum einem weil er mir am Telefon sagte das der PKW eine habe, zum anderen weil ich an meinem alten A4 auch eine abnehmbare hatte und so davon ausging das diese im Kofferraum beim Ersatzrad liegt an.
Leider habe ich dann im Kaufvertrag wegen der noch fehlenden Papiere nur die Personalien verglichen und nicht darauf geachtet was handschriftlich noch eingetragen wurde. Es stand mit Hand geschrieben das er mich auf alle Mängel, falls vorhanden hingewiesen habe, das Auto nur als Bastlerauto und zum Ausschlachten verkauft wird.
Er hat auch noch darauf vermerkt das es ein privat Verkauf ist, allerdings viel mir während ich das Fahrzeug begutachtete, äußerlich und innen und in den Motorraum sah auf, das er weitere Anrufe erhielt in dem sich Personen wegen verschiedener Fahrzeuge erkundigten mit denen er einen späteren Rückruf zwecks Besichtigung Termin machte.
Nun wollte ich eine Auskunft von Ihnen ob ich aus dem Kaufvertrag wieder raus komme da Er sich auf den privat Verkauf beruft mit der Klausel gekauft wie gesehen.

Mit freundlichen Gruß
27.02.2015 | 01:04

Antwort

von


(69)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Es gibt durchaus eine Möglichkeit für Sie aus dem Kaufvertrag wieder herauszukommen und war im Wege der sogenannten Anfechtung.
§ 119 BGB eröffnet die Möglichkeit der Anfechtung im Falle eines Irrtums beim Abschluss des Kaufvertrages.
§ 123 BGB ermöglicht zudem die Anfechtung des Kaufvertrages auf Grund einer arglistigen Täuschung.

Offensichtlich hat der Verkäufer Sie über wesentliche Eigenschaften des Fahrzeuges falsch informiert (Anhängerkupplung). Hat er dies unbewusst getan käme eine Irrtumsanfechtung in Betracht. Hat er dies bewusst getan eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung.

Beachten Sie, dass die Anfechtung wegen Irrtums unverzüglich zu erfolgen hat, das bedeutet ohne schuldhaftes Zögern (vgl. § 121 BGB). Da der Kaufvertrag erst gestern am 26.02.2015 abgeschlossen wurde können Sie aktuell noch ohne Probleme anfechten. Sie sollten jedoch nicht länger als drei Tage warten.
Die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung kann hingegen innerhalb eines Jahres nach Entdeckung der Täuschung erfolgen.

Lassen Sie dem Verkäufer also zeitnah einen Brief zukommen und erklären Sie darin die Anfechtung des Kaufvertrages. Zur besseren Beweisbarkeit übersenden Sie den Brief als Einschreiben und bitten Sie einen Zeugen von der Absendung des Briefes und dessen Inhalt Kenntnis zu nehmen. Sie können auch zusätzlich per Fax oder E-Mail die Anfechtung erklären.


Bezüglich des angeblichen Privatverkaufs ist anzumerken, dass bei einer offensichtlich gewerblichen Tätigkeit natürlich durch die Überschrift "Privatverkauf" nicht einfach die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen werden kann. In Ihrem Fall ist es jedoch ratsam, hier nicht nur die Gewährleistungsrechte geltend zu machen, sondern den kompletten Kaufvertrag im Wege der Anfechtung rückabzuwickeln.

Sollte der Verkäufer dazu nicht bereit sein bleibt Ihnen nur der Rechtsweg. Unter den geschilderten Voraussetzungen haben Sie hierbei jedoch gute Chancen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2015 | 01:12

Sehr geehrter Herr Grasel,

ich danke Ihnen für ihre schnelle Antwort.
Ich habe eine Nachricht erhalten das Sie den angebotenen Betrag für zu gering halten. Nun habe ich versucht den Betrag zu erhöhen, leider wurde mir dann angezeigt das meine Frage zwischenzeitlich gesperrt sei und die Erhöhung nicht gespeichert werden könne.

Mit freundlichen Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2015 | 01:23

Ich war bereit Ihre Frage zu den angegebenen Konditionen zu beantworten. Daher habe ich die Frage bearbeitet, obwohl das ausgelobte Honorar in meinen Augen an der unteren Grenze war. Ich habe den Tiefgang meiner Antwort daran angepasst, aber ich denke, dass Sie alle wesentlichen Punkte erfahren haben. Auf das Zitieren einschlägiger Rechtsprechung habe ich stattdessen verzichtet.

Sollte der Verkäufer uneinsichtig sein hilft manchmal auch ein einfaches Schreiben eines Rechtsanwalts. Kommen Sie im Bedarfsfall gerne auf mich zu. Meine Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem weiteren Vorgehen.

Bewertung des Fragestellers 27.02.2015 | 01:23

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"Ich habe diese Bewertung so abgegeben da ich sie schnell und gut verständlich geschrieben wurde, ich bin sehr zufrieden."
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Ich habe diese Bewertung so abgegeben da ich sie schnell und gut verständlich geschrieben wurde, ich bin sehr zufrieden.


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