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Check Arbeitszeugnis

25.02.2015 15:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,

anbei der mir übersandte Entwurf zu meinem Endzeugnis seitens des Arbeitgebers.

Wie sind die einzelnen Bestandteile zu werten, gibt es "versteckte, zweideutige" Punkte die ich beanstanden sollte und wie müssten diese ggf. umformuliert werden?

Wie ist das Zeugnis allgemein zu werten?



Herr XY, geboren am XX.XX,1980 war vom 21.09.2009 bis 28.02.2015 Mitarbeiter unseres Unternehmens.

Herr XY begann seine Tätigkeit bei uns im Rahmen eines Traineeprogramms im Bereich Vertrieb Deutschland. Im Anschluss an das Traineeprogramm war Herr XY von Oktober 2010 bis September 2011 als Vertriebsbeauftragter sowie von Oktober 2011 bis März 2013 als Junior Key Account Manager im Vertrieb beschäftigt. Von April 2013 bis Februar 2015 war Herr XY im Bereich Vertrieb Retail als Key Account Manager tätig.

Zum Aufgabenbereich von Herrn XY gehörten die folgenden Tätigkeiten:

• Betreuung eines definierten Kundenstammes bei Key Accounts im Außendienst
• Führung von Verkaufs- und Konditionsgesprächen im Rahmen zentraler und regionaler Vorgaben sowie Angebotsunterbreitung und Vertragsabschluss
• Schaffung einer optimalen Distribution und Umsatzausschöpfung durch strategische Gebiets- und Kundenentwicklung sowie aktive Steuerung der Produkte und des Sortiments
• Systematische Neukundenakquisition und Erschließung neuer Vertriebskanäle
• Planung und Realisierung von verkaufsunterstützenden Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Marketing
• Kontinuierliches Beobachten und Analysieren der aktuellen Markt- und Wettbewerbssituation
• Vorbereitung und Vertretung unseres Unternehmens auf Fachmessen
• Durchführung von produktspezifischen und verkaufstechnischen Schulungen bei bzw. mit Kunden und deren Mitarbeitern
• Führen und Vorbereiten von Jahresgesprächen mit Geschäftsführern und/oder Entscheidern


Herr XY verfügt über umfassende und vielseitige Fachkenntnisse, die er immer sicher und gekonnt in der Praxis einsetzte. Zum Nutzen unseres Unternehmens erweiterte und aktualisierte er immer mit gutem Erfolg seine Kenntnisse durch regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen.

Aufgrund seiner genauen Analysefähigkeit und seiner schnellen Auffassungsgabe war er jederzeit in der Lage, auch schwierige Situationen sofort zutreffend zu erfassen und schnell gute Lösungen zu finden. Herr XY zeigte jederzeit große Eigeninitiative und identifizierte sich immer voll mit seinen Aufgaben und unserem Unternehmen, wobei er auch durch seine große Einsatzfreude überzeugte. Auch in Situationen mit größtem Arbeitsaufkommen erwies er sich immer als in höchstem Maße belastbar.

Alle Aufgaben führte er selbstständig, sorgfältig und planvoll durchdacht aus. Er agierte stets ruhig, überlegt, zielorientiert und präzise. Dabei überzeugte er sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht. Herr XY war in hohem Maße zuverlässig.

Für alle auftretenden Probleme fand er ausnahmslos gute Lösungen. Die Leistungen von Herrn XY haben jederzeit und in jeder Hinsicht unsere volle Anerkennung gefunden.

Er wurde wegen seines freundlichen und ausgeglichenen Wesens allseits sehr geschätzt. Herr XY war immer hilfsbereit, zuvorkommend und stellte, falls erforderlich, auch persönliche Interessen zurück. Sein Verhalten zu Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen sowie Kundinnen und Kunden war ausnahmslos einwandfrei.

Herr XY verlässt unser Unternehmen mit dem 28.02.2015 auf eigenen Wunsch. Wir bedauern dies, weil wir mit ihm einen guten Mitarbeiter verlieren. Wir bedanken uns für die stets guten Leistungen und wünschen ihm für die Zukunft beruflich und privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute.


Einsatz editiert am 25.02.2015 15:40:07

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst müssen Sie prüfen, ob die Tätigkeiten, die in Ihrem Zeugnis aufgeführt sind vollständig sind. Sofern Sie noch weitere Tätigkeiten ausgeübt haben, sollten Sie dies Ihrem Arbeitgeber mitteilen und um Ergänzung bitten.

Nun zu den einzelnen Abschnitten Ihres Zeugnisses:

1. "Herr XY verfügt über umfassende und vielseitige Fachkenntnisse, die er immer sicher und gekonnt in der Praxis einsetzte. Zum Nutzen unseres Unternehmens erweiterte und aktualisierte er immer mit gutem Erfolg seine Kenntnisse durch regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen."

Diese Passage entspricht einem "gut" (Note: 2+)

2 a) "Aufgrund seiner genauen Analysefähigkeit und seiner schnellen Auffassungsgabe war er jederzeit in der Lage, auch schwierige Situationen sofort zutreffend zu erfassen und schnell gute Lösungen zu finden."

Auch dies enstpricht einer Note 2+. Für ein "sehr gut" fehlt hier z. B. vor ..."gute Lösungen" das Wörtchen "sehr".

2 b) "Herr XY zeigte jederzeit große Eigeninitiative und identifizierte sich immer voll mit seinen Aufgaben und unserem Unternehmen, wobei er auch durch seine große Einsatzfreude überzeugte. Auch in Situationen mit größtem Arbeitsaufkommen erwies er sich immer als in höchstem Maße belastbar."

Dies entspricht einem "sehr gut" (Note 1). Dies geht insbesondere aus den Formulierungen "immer voll" und "in höchstem Maße".

3 a) "Alle Aufgaben führte er selbstständig, sorgfältig und planvoll durchdacht aus."

Dies entspricht einem "gut" (Note 2). Für ein "sehr gut" müsste z. B. vor dem "selbstständig" ein "stets" und vor dem "sorgfältig" ein "sehr" stehen.

3 b) "Er agierte stets ruhig, überlegt, zielorientiert und präzise. Dabei überzeugte er sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht. Herr XY war in hohem Maße zuverlässig."

Dies entspricht einem "gut" (Note 2+)

4. "Für alle auftretenden Probleme fand er ausnahmslos gute Lösungen. Die Leistungen von Herrn XY haben jederzeit und in jeder Hinsicht unsere volle Anerkennung gefunden."

Diese Fromulierung entspricht im Zusammenhang einem "gut" mit Tendenzen zu einem "sehr gut" (Note 1-2)

5. "Er wurde wegen seines freundlichen und ausgeglichenen Wesens allseits sehr geschätzt. Herr XY war immer hilfsbereit, zuvorkommend und stellte, falls erforderlich, auch persönliche Interessen zurück. Sein Verhalten zu Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen sowie Kundinnen und Kunden war ausnahmslos einwandfrei."

Diese Formulierung entspricht einem "sehr gut".
Hier ist insbesondere darauf zu achten, dass der Vorgesetzte zuerst aufgezählt wird. Zudem ergibt sich das "sehr gut" aus dem Wörtchen "ausnahmslos"

6."Herr XY verlässt unser Unternehmen mit dem 28.02.2015 auf eigenen Wunsch. Wir bedauern dies, weil wir mit ihm einen guten Mitarbeiter verlieren. Wir bedanken uns für die stets guten Leistungen und wünschen ihm für die Zukunft beruflich und privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute."

Diese Schlussformulierung ist absolut nicht zu beanstanden und rundet ihr gutes Arbeitszeugnis ab. Sie enthält die sogenannte Dankes- und Bedauernsklausel, die einem guten Abschluss entspricht.

Sie haben hier ein "gutes" Zeugnis vorliegen mit Tendenzen zum "sehr gut". An diesem Zeugnis gibt es, vorausgesetzt Ihre Tätigkeiten sind vollzählig, nichts zu bemängeln bzw. zu ändern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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