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Wohnvorteil berechtigt?

25.02.2015 11:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zum Wohnwertvorteil im Rahmen der Unterhaltsberechnung.

Situation:
2007
- Güterstand wurde von Zugewinn auf Gütertrennung geändert.
- Ehefrau erwirbt hierbei die 2. Haushälfte des gemeinsamen Hauses.
- Sie verbleibt alleine im Haus, ich gehe zur Miete in eine Wohnung.
- Wir sind beide in Rente. Rentenansprüche werden intern hälftig geteilt. Nicht jedoch andere Einnahmen (zB Kapitalerträge) da Gütertrennung.
- Ein WV wurde nicht berücksichtigt.

2015 - wollen beide eine einvernehmliche Scheidung.

Fragen:
1. Steht mir ein Wohraumvorteil zu?
2.Wenn ja wieviel? 1 Kaltmiete die als "Einkommen" hälftig mir zugute kommt?
3. Wird WV meinem Rentenkonto (via Familiengericht ) gutgeschrieben? Wie wird verfahren wenn der WV einmal wegfällt? Änderungsantrag ddurch RA beim Fam. Gericht?
4.Ich habe vor mir eine Eigentumswohnung zu kaufen und selbst zu bewohnen. Hat dann die Ehefrau auch Anspruch auf WV?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Wohnwertvorteil ist keine isolierte Position, sondern findet nach der Rechtsprechung und den unterhaltsrechtlichen Leitlinien der OLG´s im Rahmen von Unterhaltsberechnungen Anwendung. Sowohl der Unterhaltspflichtige, als auch der Berechtigte haben Sie das mietfreie Wohnen im Eigentum beim Unterhalt wie Einkommen zurechnen lassen. Man legt für den Wohnwert den Wert zugrunde Der volle Wohnwert ist die erzielbare Miete.

1. Wenn der Unterhalt berechnet wird, kommt es auf die Differenz der Renten an. Ob es Abzugsposten gibt, ist mir nicht bekannt, es müsste eine vollständige Unterhaltsberechnung erfolgen. Bei Ihrer Frau wäre zusätzlich zur Rente der Wohnwertvorteil als Einkommen in die Berechnung einzustellen, Ihre Frau wird also so behandelt, als wenn Sie eine höhere Rente bekäme. Dadurch sinkt der Unterhalt, falls Sie diesen wegen der höheren Rente zahlen müssen.

2. Wie bereits gesagt, wird als Einkommen Ihrer Frau zugerechnet, was das Haus an Kaltmiete im Monat einbringen würde. Abzuziehen wären Zinsen, sollte das Haus noch finanziert werden.
Dieser Wohnwert wird nur Ihrer Frau zugerechnet.

3. Nein, das hat nichts miteinander zu tun. Das Familiengericht gleicht die Rentenansprüche aus, die während der Ehe erworben wurden, der sog. Versorgungsausgleich. Mit dem Unterhalt hat das nichts zu tun. Bei Wegfall muss der Unterhalt neu berechnet werden. Ob nach einer Scheidung und einem Versorgungsausgleich überhaupt noch Unterhalt gezahlt werden muss, kann ich nicht beurteilen.

4. Sollten Sie weiter Unterhalt zahlen und selbst im Eigentum leben, würde man bei einer Berechnung auch Ihnen den Wohnwertvorteil zurechnen. Natürlich immer reduziert um Zinsbelastungen, falls der Kauf finanziert wird.

Ich rate dringend zu anwaltlicher Beratung, zumal ohnehin eine Seite im Scheidungsverfahren anwaltlich vertreten sein muss.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht

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