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Einigungsgebühr zahlen für Ratenzahlung bei Inkasso-unternehmen?

07.02.2015 18:18 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Ich habe ein Schreiben von Sirius inkasso bekommen, es handelte sich dabei um eine offene rechnung von 19,99€ die ich leider versäumt habe zu bezahlen. Mit allen berechneten Gebühren war die Forderun dann bei ca 101€. In diesem Schreiben war auch ein Angebot auf Ratenzahlung zu je 26€ monatlich ohne weitere Angaben. Dieses Angebot habe ich genutzt und monatlich 26€ überwiesen. Mit der letzten Rate bin ich in Verzug geraten mamgels Kontodeckung, habe sie aber mit Verspätung überwiesen.

Nun habe ich ein Schreiben von einer Anwaltskanzlei bekommen. Diese verlangt jetzt 199€, die sich aus Hauptforderung (19,99), Verzugskosten und Einigungsgebühr zusammensetzen. Muss ich das zahlen? Es kommt mir sehr eigenartig vor, da sich zuvor nicht über Einigungskosten geäußert wurde. Ich bin Studentin und lebe von meinem BAföG.

Ich freue mich über eine Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei Ihrer Konstellation ist die Erhebung einer Einigungsgebühr durch das Inkassounternehmen nach der Rechtsprechung zulässig, da Sie sich direkt, also unter Mitwirkung des Inkassounternehmens, über eine Ratenzahlung geeinigt haben.

Nach § 4 Abs. 5 RDGEG dürfen Inkassounternehmen für außergerichtliche Inkassodienstleistungen, die eine nicht titulierte Forderung betreffen, Gebühren bis zur Höhe der einem Rechtsanwalt nach den Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) zustehenden Gebühren verlangen.

Nach dem RVG entsteht für eine außergerichtliche Einigung, hierzu zählt auch eine Ratenzahlungsvereinbarung, eine 1,5 Gebühr nach Nr. 1000 VV RVG. Die Gebühr wird nach der Hauptforderung berechnet. Diese beträgt in Ihrem Fall 19,99 €. Dauraus ergibt sich eine Gebühr von 67,50 €. Hinzu kommt eine Pauschale für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen sowie 19 % Mehrwertsteuer, so dass sich insgesamt eine Einigungsgebühr von 96,39 € ergibt.

Insgesamt ergibt sich dann ungefähr die angegebene Gesamtforderung von 199 €.

Sie sollten die Forderung daher begleichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 07.02.2015 | 20:46

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Und das Geld kann von mir verlangt werden obwohl ich vorher nicht darauf hingewiesen wurde? und was ist mit den 101€ die ich zuvor bezahlt habe, d.h. ich bezahle 300€ für eine 19,99€ Rechnung?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.02.2015 | 22:18

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Entscheidendes Kriterium für die Entstehung der Einigungsgebühr ist die Einigung. Die Gebühr entsteht also, wenn eine Einigung herbeigeführt wurde und derjenige, die die Gebühr fordert an der Einigung mitgewirkt hat. Wie die Erledigung herbeigeführt wurde (durch Vergleich oder Ratenzahlung) ist unerheblich. Auch ein Hinweis ist für die Entstehung nicht notwendig.

und was ist mit den 101€ die ich zuvor bezahlt habe, d.h. ich bezahle 300€ für eine 19,99€ Rechnung?

Ihre Frage macht mich gerade etwas stutzig. Ich hatte Ihre Ausführungen so verstanden, dass der Gesamtbetrag 199 € beträgt. Sie schreiben, dass sich dieser aus Hauptforderung, Verzugskosten und Einigungsgebühr zusammensetzt.

Dann ergeben sich, wie ich bereits oben schrieb, aus den 101 € + 96,39 € ungefähr die geforderten 199 €. Die von Ihnen bereits gezahlten 101 € sind dann selbstverständlich in Abzug zu bringen.



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