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Schulaktion. Urheber seit über 70 Jahren tot. Allgemeine Nutzung erlaubt?

| 05.01.2015 16:58 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht


Hallo,

im Rahmen einer Schulaktion, die sich um das Thema „100 Jahre 1. Weltkrieg" dreht, planen wir eine Website, auf der ich die Feldpostbriefe gefallener Studenten veröffentlichen möchte. Meine Geschichtslehrer sind sich jedoch bei den Nutzungsrechten nicht ganz sicher.

Das Buch, das mir als Quelle dient, ist von 1933, Band 81, Copyright 1928, Auflage 161. bis 170. Tausend. Herausgegeben „in Verbindung mit dem Deutschen Unterrichts-Ministerium" und als „Einmalige Ausgabe für die Deutsche Hausbücherei Hamburg 36, Schließfach 233,…wird nur an Mitglieder der Deutschen Hausbücherei abgegeben."

Titel: Kriegsbriefe gefallener Studenten.

So, wie wir die Briefe auf der Website einsetzen werden, handelt es sich hier um Texte, (§ 2 UrhG [D]; Art. 2 URG [CH]; § 2 UrhG [A]), die nicht kommerziell verwendet werden und deren Urheber seit 70 Jahren tot ist (§ 64 UrhG [D]; Art. 29 URG [CH]; § 60 UrhG [A]), was seit 2012 der Fall ist. Der Urheber – also derjenige, der die Briefe zusammengetragen hat – ist Phillip Witkop (1880 – 1942).

Wenn dies richtig sein sollte, verstoßen wir dann gegen das allgemeine Nutzungsrecht, sobald auf der Website Werbebanner erscheinen?

Leider kann ich für die Auskunft nicht mehr bezahlen, da ich noch Schüler bin.

Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage, die ich auf der Basis Ihre Angaben beantworten werde.

Das Werk ist gemeinfrei nach § 64 UrhG , d.h. die urheberrechtliche Gemeinfreiheit wirkt dabei absolut. Alle Urheberpersönlichkeitsrechte und Urheberverwertungsrechte erlöschen, niemand soll an dem gemeinfreien Werk auch nur einen Rest einer Rechtsposition besitzen. Wenn urheberrechtliche Werke gemäß § 64 UrhG dem Gemeingebrauch zur Verfügung gestellt werden dürfen sie auch von jedermann frei benutzt werden.
Deshalb dürfen sie auch Werbebanner auf der Webseite verlinken ohne gegen irgendein Nutzungsrecht zu verstoßen, da es kein Nutzungsrecht an dem Werk mehr gibt.
Sie können die Briefe ohne Rechte Dritter verwenden und müssen sich keine Gedanken darüber machen, dass sie gegen irgendein Recht verstoßen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, gerne auch die Erstellung des Vertrages, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.
Weiterhin möchte ich Sie höflichst auf die Bewertungsfunktion aufmerksam machen, die dafür sorgt, diesen Service für andere Ratsuchende transparenter zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Gerth
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Informationstechnologierecht
Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz

Bewertung des Fragestellers 05.01.2015 | 21:41

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ganz herzlich möchte ich mich auch für den Schülertarif bedanken!

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