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Patchworkfamilie, Grundbesitz und Erbfolge

| 12.10.2014 08:33 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Zur gegenseitigen Absicherung von Ehegatten mit Kindern beim Tod eines Ehegatten.

Frau und Mann haben Kinder:

1. gemeinsames Kind
2. Kind, was ab dritten Lebensjahr im Haushalt von Mann und Frau aufgewachsen war (am Anfang waren Mann und Frau nicht verheiratet, haben später geheiratet, als Kind noch zum gemeinsamen Haushalt gehörte)
3. Kind aus erster Ehe des Mannes, aufgewachsen bei der Mutter, die auch die Mutter des zweiten Kindes (was beim Vater aufwuchs und seiner neuen Frau) ist
Jetzt soll das Eigentum geschützt werden. Es gibt kein Testament. Es gibt ein Haus, was gemeinsam abbezahlt wird. Den Darlehensvertrag haben beide unterschrieben. Im Grundbuch steht die Frau.
Wenn Mann zuerst verstirbt, erbt die Frau und die 3 Kinder. Wenn dann die Frau verstirbt, würde das gemeinsame Kind noch einmal erben. Es soll erst einmal alles die Frau allein erben und das Haus soll vom Erbe ausgenommen sein.
Wenn Frau zuerst verstirbt, würden nach gesetzlicher Erbfolge erst einmal der Mann und das gemeinsame Kind erben. Wenn dann der Mann verstirbt, würden die 3 Kinder zu gleichen Teilen erben. Es soll auch hier erst einmal der Mann allein erben und das Haus soll vom Erbe ausgenommen sein.
Trotzdem ist die gesetzliche Erbfolge nicht schlecht. Denn die zwei Kinder vom Mann kommen noch einmal zum Erbe von ihrer leiblichen Mutter und das gemeinsame Kind würde immer von Mann und Frau erben.
Leider werden Mann und Frau nicht zum gleichen Zeitpunkt versterben.
Es geht um die Existenzsicherung des jeweils überlebenden Ehegatten und trotzdem die Einhaltung der gesetzlichen Erbfolge.
Testament? Muss das Haus gesichert werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Ihre Vorstellung, bei Beibehaltung der gesetzlichen Erbfolge den überlebenden Ehgatten abzusichern, ist so leider rechtlich nicht umzusetzen.

Es ist auch rechtlich nicht möglich, ein Hausgrundestück von der Erbfolge auszuschließen.

2.
Die einzige rechtlich denkbare Möglichkeit der Ehegatten zur gegenseitigen Absicherung wäre vielmehr die Errichtung eines gemeinschaftlichen Ehegattentestaments nach §§ 2265 ff. BGB.

In einem solchen gegemeinschaftlichen Testament sollten sich die Eheleute gegenseitig zum Alleinerben einsetzen und weiter bestimmen, wie die Erbfolge nach dem letztversterbenden Ehegatten sein soll.

Es ist dringend anzuraten, sich bei der Errichtung eines solchen gemeinschaftlichen Testaments durch einen Rechtsanwalt oder Notar beraten zu lassen, damit keine Fehler unterlaufen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.10.2014 | 19:53

Danke für die schnelle Antwort.
Wem gehört das Haus? Wer im Grundbuch steht oder Beiden, wegen Darlehensvertrag? Was ist entscheidend für das Erbe?
Danke für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2014 | 20:36

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.
Für das Eigentum an einem Grundstück ist die Eintrsgung im Grundbuch maßgebend.

Ist im Grundbuch für jemand ein Recht eingetragen, wird nach § 891 BGB vermutet, dass ihm das Recht zusteht.

Zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück ist nach § 873 Abs. 1 BGB die Einigung und die Eintragung der Rechtsänderung in das Grundbuch erforderlich,

2.
Da nach Ihrer Schilderung als Eigentümer im Grundbuch nur die Frau steht, ist diese die alleinige Grundstückseigentümerin.

Allein der gemeinsame Abschluss des Darlehensvertrages hat daran nichts geändert und den Mann nicht zum Miteigentümer des Grundstücks gemacht.

3.
Auch im Erbfall ist der Inhalt des Grundbuchs maßgebend. Das Grundstück zählt daher derzeit nur zum Nachlass der Frau, nicht zum Nachlass des Mannes.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 13.10.2014 | 17:51

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Es gibt ja nie nur einen richtigen Weg."
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