1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unfall bei Probefahrt

10.08.2014 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Ich habe eine Probefahrt mit einem Piaggio MP3 LT Roller mit einem Leih-Jethelm des Händlers gemacht. Dieser Roller ist ein dreirädiger Roller der mit einem Autoführerschein gefahren werden darf. Ich hatte zuvor sehr geringe Fahrerfahrungen mit einem Roller.
Ich bin mit diesem Roller gestürzt und wollte zurück zum Händler fahren. Beim Wenden auf der Strasse bin ich erneut gestürzt und habe mir eine Verletzung an der Lippe und Zähne zugezogen. Die Verletzung war schwerwiegend, sodass die 112 von Einwohnern angerufen worden ist. Es kam die Feuerwehr und ein Krankenwagen.
Ich habe vor der Probefahr unterschrieben, das die Versicherung mit 2500€ Selbstbeteilgung ist.
Meinen Anteil bis 2500€ werde ich wohl zahlen müssen??
Muss ich Befürchtungen in Bezug auf Fahrlässigkeit haben??
Können Kosten wg. Feuerwehr und Krankenwagen auf mich zu kommen??

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Wenn Sie unterzeichnet haben, dass bezüglich des Versicherungsvertrags eine Selbstbeteiligung in Höhe von 2.500 € gelte, bedeutet das, dass Sie den Schaden bis zu 2.500 € selbst bezahlen müssen. Die Versicherung tritt also erst bei einem Schaden ein, der größer als 2.500 € ist.


2.

Ihre Frage, ob Sie Befürchtungen bezüglich Ihnen vorwerfbarer Fahrlässigkeit haben müssen, verstehe ich dahingehend, dass Sie Sorge haben, die Versicherung könne sich darauf berufen und sich weigern, den über die Selbstbeteiligung hinausgehenden Schaden zu tragen.

Ein Sturz wird stets bedeuten, dass man die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer acht gelassen, mithin also fahrlässig gehandelt habe. Etwas anderes kann man nur dann annehmen, wenn der Unfall auf eine Ursache zurückzuführen ist, die unter keinen erdenklichen Umständen erkennbar und vorhersehbar war.

Ein Haftungsausschluss seitens der Versicherung wird aber nur bei grober Fahrlässigkeit bestehen. D.h., fahrlässiges Handeln ist, was die Eintrittspflicht der Versicherung anbelangt, ohne Bedeutung. Erst wenn man Ihnen grobe Fahrlässigkeit vorwerfen könnte, könnte sich die Versicherung darauf berufen und eine Zahlung verweigern.

Für das Vorliegen grober Fahrlässigkeit fehlen hier aber jegliche Anhaltspunkte.

Ein typischer Fall grober Fahrlässigkeit ist es, wenn jemand bei Rot über eine Ampel fährt und es auf der Kreuzung zu einem Unfall mit dem Querverkehr kommt. Dies nur, um Ihnen eine Möglichkeit der Einordnung zu geben, da die rechtlichen Definitionen für Fahrlässigkeit und grobe Fahrlässigkeit für den Laien eher weniger hilfreich sind.

Einen Anlass zu der Befürchtung, die Versicherung werde nicht eintreten, sehe ich also aufgrund des geschilderten Sachverhalts nicht.


3.

Die Kosten für den Einsatz des Krankenwagens werden im Regelfall von Ihrer Krankenversicherung getragen.

Der Einsatz der Feuerwehr kann beispielsweise notwendig werden, um Ölspuren oder Fahrzeugteile von der Fahrbahn zu entfernen. Diese Kosten werden normalerweise von der Versicherung getragen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70866 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Sehr kompetent , sachlich und schnell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gut Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre sehr freundliche und kompetente Antwort. Ich weiß jetzt Bescheid und werde entsprechend handeln. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER