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Getriebeschaden nach Besuch Kfz-Werkstatt

02.08.2014 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Die Kupplung unseres 10-Jahre alten Minis rutschte durch. Also beauftragte ich ein kleineres freies Autohaus mit dem Tausch. Nach erfolgreichem Tausch wurde das Auto abgeholt und bezahlt (1000 Euro). Die Kupplung rutschte nun nicht mehr durch, dafür leider nun unschöne Geräusche aus dem Antriebsstrang. Auto zurück zum Autohaus, ein Tag später Diagnose: "Getriebeschaden. Wir haben das Getriebeöl nochmal abgelassen und gefiltert, da sind Metallsplitter drin. Das hat mit der Kupplung nichts zu tun.". Naja! Nun muss man wissen dass für den Kupplungstausch auch das Getriebe ausgebaut werden muss, und die Getriebewelle und Lager selbstverständlich beim unsachgemäßen Ein- und Ausbau des Getriebes beschädigt werden können. Man kann sich ein Bild vom Ausbau des Getriebes in folgendem Youtube Video machen: "2002-06 MINI Cooper Clutch Replacement Part 2 of 2" (erste 60 Sekunden des Videos).

Das Autohaus sagt nun lapidar: "Wir haben für den Kupplungstausch das Getriebe nur im Ganzen ein- und ausgebaut, können es innen also nicht beschädigt haben. Der Getriebeschaden muss also schon vorher da gewesen sein. Wir sind leider vor der Reparatur nicht mit dem Auto gefahren (da ja der Reparaturauftrag klar war), sonst hätten wir evtl. festgestellt dass das Geräusch schon vorher da war. Es kann aber auch sein, dass das Geräusch vorher tatsächlich nicht da war, der Getriebeschaden an sich aber schon, aber aufgrund des alten Getriebeöls hat man die Geräusche nur nicht gehört."

Meine Mutter und ich sind uns 100% sicher: Vor der Reparatur waren keinerlei derartige Geräusche da, und die Theorie dass man die Geräusche wegen dem "alten Öl" evtl. nicht gehört hat scheint uns abstrakt. Ein neues Getriebe kostet mit Einbau leicht 3000 Euro bei BMW. Eine Instandsetzung wäre evtl. billiger. Wie würden Sie nun vorgehen?

Und konkret: Wenn vor Gericht die Aussagen von mir und meiner Mutter stehen ("vorher war kein Geräusch") und die Werkstatt das Gegenteil behauptet. Wie könnte das ausgehen? Ist das Aussage-gegen-Aussage, oder zählen unsere 2 Stimmen etwas mehr?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Für einen Schadensersatzanspruch sind Sie darlegungs- und beweislastpflichtig. Dies bedeutet, dass Sie beweisen müssen, dass die Werkstatt hier das Getriebe beschädigt hat. Dies kann nur durch ein Sachverständigen erfolgen. Durch Ihre Aussagen kann nämlich nicht hinreichend bewiesen werden, dass der Grund für den Getriebeschaden nicht bereits vor der Reparatur angelegt war. Ein solches Gutachten kostet in der Regel mehrere tausend Euros. Hinzu kommen die Kosten für das Gericht und ggf. eines Anwaltes. Sollten Sie unterliegen und die Gegenseite ein Anwalt beauftragt haben, müssen Sie auch dessen Kosten tragen.

Hinzu kommt, dass hier ein Abzug Alt gegen Neu vom Gericht vorgenommen werden muss. Bei einem Austausch des Getriebes würden Sie ja ein neues Getriebe erhalten. Daher würden Sie nicht die gesamten Reparaturkosten erhalten.

An Ihrer Stelle würde ich den Wagen bei einer anderen Werkstatt kurz vorstellen mit der Bitte, einen Kostenvoranschlag erstellen zu lassen. Hierbei kann dann gefragt werden, wie lange ein solches Getriebe in der Regel genutzt werden kann und ob bei einer fachgerechten Reparatur der Kupplung tatsächlich das Getriebe in Ganzen aus- und wieder eingebaut wird. Hierdurch kann ohne größere Kosten die Erfolgsaussichten einer Klage beurteilt werden. Im nächsten Schritt können dann Verhandlungen mit der Gegenseite aufgenommen werden. Eine einvernehmliche Lösung ist in der Regel dann günstiger für Sie, wenn Sie nicht rechtschutzversichert sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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