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Werkstatt verursacht Fahrwerkschaden - haftet sie?

| 11.07.2014 00:08 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

kürzlich brachte ich meinen PKW zwecks Erneuerung u.a. eines Radlagers in eine Fachwerkstatt (Filialkette für alle FZG-Hersteller). Kostenvoranschlag bzw. Festpreis war ca. 250 Euro. Beim Ausbau des defekten Radlagers brach dem Mechaniker ein sicherheitskritischer Teil des Fahrwerks ab.

Wir vereinbarten, daß ich ein passendes Fahrwerksteil beschaffe, welches die Werkstatt dann einbauen würde, um die ursprünglich geplante Reparatur zu Ende zu führen.

In der Tat ist die Reparatur nun auf diesem Umweg abgeschlossen worden.

Neben den nicht geringen Beschaffungskosten des beschädigten Fahrwerkteils (Federbein für über 200 Euro verauslagt), sind mir nicht zuletzt Mietwagenkosten (280 Euro verauslagt) entstanden.

Der Wagen ist knapp 3 Jahrzehnte alt (Fast-Veteran, überdurchschnittlicher Zustand).

Ich habe mich bei Fachkundigen informiert. Der Ausbau des defekten Radlagers in der bei dieser Werkstatt üblichen Art und Weise hätte höchste Sorgfalt erfordert, die der Mechaniker leider versäumt hat. Die Reparatur wurde offensichtlich nicht gründlich vorbereitet (vermutlich Hektik), das Ausbauwerkzeug daher schief angesetzt, das Fahrwerksteil überlastet und musste zwangsläufig abbrechen. Und es war ganz kurz vor dem Wochenende...

Die Werkstatt setzt nun einen Rep.-Preis von 340 Euro an.

Wie verteilen sich grundsätzlich die (Zusatz-)Kosten bei solcherart gelagerten Fällen? Könnte die Werkstatt die Haftung für ihren Fehler und dessen Folgekosten ganz verweigern? Das Radlager wurde zwei Jahre vorher schon einmal von einer Fachwerkstatt getauscht, jedoch problemlos. Ich möchte meine Beschaffungs- u. Mietwagenkosten gegenrechnen, wenigstens teilweise.

Es wurde noch nicht in Verhandlungen mit der Werkstatt eingetreten.

Eingrenzung vom Fragesteller
11.07.2014 | 00:18
11.07.2014 | 00:59

Antwort

von


(2005)
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26131 Oldenburg
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Werkstatt hat Ihnen grundsätzlich über § 280 BGB den Schaden zu erstatten, den sie verschuldet hat. Ein Verschulden setzt voraus, dass die Werkstatt bei der Reparatur die erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen hat, also zumindest fahrlässig handelte. Die Werkstatt hat bei Reparaturarbeiten erhöhte Sorgsamkeitspflichten, da sie den größeren Sachverstand besitzt und in der Regel sämtliche Risiken vorsehen kann, auch bei sehr alten Fahrzeugen. Insofern würde ich nach Ihrer kurzen Schilderung zumindest Fahrlässigkeit des Mechanikers bejahen. Ein Verschulden wird im Übrigen gemäß § 280 Absatz 1 Satz 2 BGB gesetzlich vermutet und müsste von der Werkstatt widerlegt werden.

Ihr Schaden umfasst in diesem Fall die Kosten des Ersatzteils und auch angemessene Mietwagenkosten für den Zeitraum der Verzögerung der Reparatur aufgrund des vom Mechaniker verschuldeten Schadens am Fahrzeug. Auch die hierdurch erhöhten Kosten der Reparatur, also die Differenz zum ursprünglich vereinbarten Festpreis wird die Werkstatt übernehmen müssen. Insoweit ist grundsätzlich auch eine Aufrechnung der Ihnen entstandenen Kosten gegen die geltend gemachten Kosten für die Reparatur/Erneuerung möglich.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 27.07.2014 | 23:29

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RA Jan Wilking hat mir mit seiner angemessenen Antwort eine sehr gute Rechtssicherheit verliehen, meine Aufwendungen für Ersatzteilbeschaffung u. Mietwagen mit der Werkstatt zu verhandeln. In der Tat hat der hinsichtlich der Haftungsfrage einsichtige, regionale KD-Leiter meine Auslagen schnell u. ohne Murren akzeptiert u. wir haben uns gütlich auf Erstattung meiner Kosten geeinigt. Trotz des sehr unangenehmen Vorfalls ist damit ein Strich gezogen und will ich auch künftig Kunde des Unternehmens bleiben.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.07.2014
5/5,0

RA Jan Wilking hat mir mit seiner angemessenen Antwort eine sehr gute Rechtssicherheit verliehen, meine Aufwendungen für Ersatzteilbeschaffung u. Mietwagen mit der Werkstatt zu verhandeln. In der Tat hat der hinsichtlich der Haftungsfrage einsichtige, regionale KD-Leiter meine Auslagen schnell u. ohne Murren akzeptiert u. wir haben uns gütlich auf Erstattung meiner Kosten geeinigt. Trotz des sehr unangenehmen Vorfalls ist damit ein Strich gezogen und will ich auch künftig Kunde des Unternehmens bleiben.


ANTWORT VON

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