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Gebrauchtwagenkauf beim Händler

07.07.2014 14:46 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


16:37

Zusammenfassung: Gebrauchtwagenkauf und verschwiegene Mängel, Gewährleistung.

Wir haben einen Gebrauchtwagen beim Händler gekauft vor ca. einem Monat, laut Vertrag ohne Garantie - nun stellte sich bei einer Inspektion unserer Werkstatt heraus , dass das Lenkgetriebe mit Silikon ummantelt wurde um zu verschleiern , dass Öl austritt. Die Reparatur betrug ca. 1000 Euro . Eine Woche später blieb der Wagen komplett stehen und wir haben gegenüber dem Händler den Rücktritt vom KV erklärt. Nach vorheriger Zusage, dass das FZ zurück genommen wird , kam heute der Anruf , dass dem nicht so sei. Der schwerwiegende Mangel am Lenkgetriebe wäre weder von dem Verkäufer noch vom Vorbesitzer verursacht worden. Es wurde aber kurz vor dem Kauf bei ihm frisch Tüv gemacht, welchen er wegen dem Lenkgetriebe und dem fehlendem Siegel am Anhängerzug nicht hätte bekommen dürfen, wie wir später erfuhren. Was können wir tun? Ist der Kaufvertrag bei solchen Mängel anfechtbar oder überhaupt gültig?
07.07.2014 | 15:32

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Zu Ihrer Frage:
Grundsätzlich ist der Kaufvertrag zunächst wirksam.Da Sie den Kaufvertrag (ich nehme an, als Privatperson) mit einem Händler geschlossen haben, darf dieser die Haftung (Gewährleistung!!! Garantie ist etwas anderes.) zwar verkürzen auf 1 Jahr, jedoch nicht ausschließen. Insbesondere bei Gebrauchtwagen stellt aber nicht jeder Schaden gleich einen Sachmangel dar, welcher die Gewährleistungsrechte des Käufers auslöst. Übliche Gebrauchs- und Nutzungsspuren stellen keinen Mangel dar.
In Ihrem Fall dürfte aber ein Sachmangel aufgrund der Schwere des Schadens nicht zu verneinen sein.

Dieser Mangel muss bei Fahrzeugübergabe vorgelegen haben.
Wie Sie mitteilen, ist dies hier der Fall. Damit fällt dieser Schaden in die Gewährleistung. Hierbei gilt für den Käufer in den ersten 6 Monaten ab Kauf zudem eine Beweiserleichterung. Tritt ein Mangel innerhalb dieser 6 Monate auf, so wird vermutet, dass der Mangel bereits bei Übergabe des Fahrzeugs vorlag.
Der Verkäufer müsste nun das Gegenteil beweisen. Er wird hier vermutlich versuchen, das Gegenteil zu beweisen, indem er auf das TÜV – Siegel hinweist, usw. Hier könnte es hilfreich sein, wenn Sie Zeugen benennen können, dass der Schaden nicht im Zeitraum seit dem Kauf entstanden bzw. durch Sie mit Silikonabdichtung repariert wurde.

Sie können grundsätzlich bei der Gewährleistung wählen zwischen der Nachbesserung/ Reparatur des Schadens oder der Ersatzlieferung/ Lieferung einer mangelfreien Sache.
Die Ersatzlieferung ist allerdings im Rahmen von Gebrauchtwagenkäufen zumeist unverhältnismäßig, so dass hier zunächst Nachbesserung gefordert werden sollte. Schlägt eine zweimalige Nachbesserung fehl, so können Sie vom Vertrag zurücktreten.

Sie können auch den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten und diesen damit rückgängig machen. Allerdings müssen Sie dann beweisen, dass der Verkäufer vom Mangel wusste. Dies könnte problematisch werden.

Insofern empfehle ich zunächst, die Gewährleistungsrechte einzufordern. Dies sollte schriftlich per Einschreiben geschehen. Dem Verkäufer ist hier eine Frist ( z.B. 14 Tage) zu setzen, nach deren Ablauf Sie die Nachbesserung ablehnen und vom Vertrag zurücktreten.

Gerne bin ich Ihnen behilflich bei der Durchsetzung der Ansprüche.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 07.07.2014 | 15:50

vielen Dank erst einmal für Ihre Beantwortung unserer Frage.
Wir sind Privatkäufer des Fahrzeugs und der angesprochene Mangel wurde bei einer Inspektion bei einer anderen Werkstatt entdeckt und auch behoben ( Kostenpunkt ca. 1000 Euro ). Diese Rechnung wurde auch umgehend von uns beglichen . Da beide Mängel ( Lenkgetriebe sowie Anhängerkupplung ) in einer Fremdwerkstatt auffielen , müßte es doch offensichtlich sein , dass diese Mängel bereits bei Verkauf vorlagen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2014 | 16:37

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Erheblich ist zunächst nicht, wo die Mängel aufgefallen sind, sondern dass sie überhaupt aufgefallen sind. Zu Ihren Gunsten spricht die 6-Monats-Regel hinsichtlich der Beweislastumkehr. Ebenso kann die weitere Werkstatt als Zeuge für das Vorliegen der Mängel benannt werden.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Wibke Türk
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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