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Beim Diebstahl erwischt mit 28 Jahren, Studentin, wiederholte Tat nach 7 Jahren

| 04.06.2014 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


09:59

Guten Abend, gestern habe ich den größten Fehler meines Lebens begangen. Ich war in der Uni, hab die letzten Klausuren geschrieben für das Semester, danach haben wir alle einige Proseccos gekippt und einen Joint geraucht...damit fing das Unheil an...ich habe mich enthemmt zu einer enormen Dummheit entschlossen....shoppen, ich habe 4 Teile gekauft und einen Schal für 59,90€ in die Tasche gesteckt. Ich wurde erwischt...
Dabei muss ich leider erwähnen, dass ich in meiner Vergangenheit insgesamt 3 mal erwischt worden bin, zuletzt 2007. Davor 1999, 2001. Dabei habe ich mein Leben vollkommen im Griff gehabt in den letzten Jahren, studiere, arbeite zudem auch noch als studentische Aushilfskraft im gehobenen Bekleidungseinzelhandel, um mir das Studium zu finanzieren. Ab September habe ich ein Stipendium, um ein Semester lang in Paris zu studieren, kann aber seit dem Vorfall keinen klaren Gedanken fassen...habe ich mir damit meine Zukunft verbaut? Bisher hatte ich ein reines Führungszeugnis und habe unendliche Angst, dass ich mir damit alles zerstört habe. Bei der Straftat 2007 hatte ich eine Geldstrafe von ca. 800€ bekommen in Tagessätzen. Nun habe ich enorme Angst, dass ich diesmal eine weitaus höhere Strafe zu erwarten habe.
Die gestrige Tat habe ich sofort unter Tränen gestanden, musste eine Strafe von 100€ zahlen, bereue die Tat unbeschreiblich, dennoch muss ich mit einer Strafanzeige rechnen und mit den daraus resultierenden Konsequenzen. Momentan verzweifle ich förmilich daran und ziehe in Erwägung, mir zudem psychologische Betreuung hinzuzuziehen.
Dennoch wäre ich für jeden Rat in Zusammenhang mit meiner Situation unendlich dankbar. Welche Konsequenzen stehen mir bevor? Werde ich meinen geplanten Auslandsaufenthalt von kommendem September bis Ende Dezember stornieren müssen? Und vor allem wird mein aktueller Arbeitgeber darüber informiert und droht mir hierzu eine Eintragung ins Führungszeugnis? Habe ich damit kurzum meine Zukunft langfristig (bis zu 10 Jahre) verbaut?
Ich danke Ihnen vielmals für jegliche Informationen.
Mit freundlichen Grüßen,

verzweifelte Studentin

04.06.2014 | 21:11

Antwort

von


(758)
Wambeler Str. 33
44145 Dortmund
Tel: 0231 / 13 7534 22
Web: http://ra-fork.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:



Ich kann Sie zunächst einmal beruhigen. Ihre Zukunft ist keineswegs verbaut. Sie sollten sich aber Ihre derzeitige Gefühlslage "abspeichern" und bei zukünftigen Aktionen ins Gedächtnis zurückrufen.




Frage 1:
"Welche Konsequenzen stehen mir bevor?"


Im Ergebnis wird eine Geldstrafe auf Sie zukommen.

Möglicherweise kann man auch mit viel Fingerspitzengefühl eine Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen erwirken. Dazu wäre allerdings eine anwaltliche Vertretung unumgänglich, weil dazu zunächst der Akteninhalt gesichtet werden müsste.





Frage 2:
"Werde ich meinen geplanten Auslandsaufenthalt von kommendem September bis Ende Dezember stornieren müssen?".


Das wird nicht notwendig sein. Sie müssen aber ihre Post so organisieren, dass Sie mögliche Schreiben des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft sie auch erreichen.


Auch hier kann ggf. die Beauftragung eines Anwalts helfen, weil diesem nach Anzeige der Bevollmächtigung der Schriftverkehr in der Sache vorab zuzustellen wäre, § 145 a StPO .







Frage 3:
"Und vor allem wird mein aktueller Arbeitgeber darüber informiert und droht mir hierzu eine Eintragung ins Führungszeugnis?"



Ihr Arbeitgeber wird in der Regel nicht darüber informiert - es sei denn Sie wären im öffentlichen Dienst beschäftigt oder verbeamtet. Da Sie angeben, der Arbeitgeber sei im Bekleidungshandel tätig, können Sie davon ausgehen, dass er nicht informiert wird.



Eine Eintragung ins Führungszeugnis ist nach Ihrer Schilderung nicht zu erwarten, weil sämtlich Voreinträge bereits gelöscht sein sollten.




Frage 4:
"Habe ich damit kurzum meine Zukunft langfristig (bis zu 10 Jahre) verbaut?"


Nein, das haben Sie (noch) nicht. Sie sollten sich allerding unbedingt in Zukunft strafrei durch das Leben bewegen.





Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit gern zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf mein Profilbild.




Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Raphael Fork

Rückfrage vom Fragesteller 05.06.2014 | 09:48

Sehr geehrter Herr Fork,

zunächst einmal möchte ich mich ganz herzlich bedanken für die genommene Zeit und für die aufschlussreiche Antwort.

Als Studentin verdiene ich nicht viel, max 800€ ala studentische Aushilfe. Ich führe aber einen eigenen Haushalt und zahle monatlich fast 200€ für die Uni, da bleibt nichts übrig, denn vom Rest esse und lebe ich praktisch. Ich habe keine Reichtümer, kein Auto, keine Immobilien, lebe in bescheidenen Verhältnissen.
Diese Geldstrafe könnte mir das Genick brechen. Wie hoch könnte diese ausfallen? Kann man eine Geldstrafe auch in Raten abzahlen?

Bisher hatte ich noch nie einen Verteidiger, und habe somit keine Erfahrungswerte in der Beziehung. Allerdings habe ich keine Rechtsschutzversicherung und habe große Bedenken, dass ich mir diese Unterstützung als Studentin nicht leisten kann. Nachdem mein Fall schon "aktiv" ist, wird eine "nachträgliche" Abschließung einer Versicherung nichts bringen, oder? Oder kann man die abschließende Rechnung des Verteidigers u. U. auch in Raten abzahlen?
Es wäre mir persönlich auch enorm wichtig, Unterstützung vor Gericht zu haben in Form eines Verteidigers, vielleicht hätten Sie Interesse, mich zu verteidigen?

Mein weiteres Leben werde ich definitiv straffrei halten, ich schäme mich unendlich für das Geschehene und wünschte, ich könnte es ungeschehen machen. Ich werde es sicherlich nie wieder dazu kommen lassen, dass ich meinen gesunden Menschenverstand "beneble", denn es war nur ein Moment der Ausblendung jeglicher Konsequenzen und der Dummheit, die mich jetzt Kopf und Kragen kosten werden...

Herzliche Grüße,
verzweifelte Studentin

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.06.2014 | 09:59

Nachfrage 1:
"Wie hoch könnte diese ausfallen? Kann man eine Geldstrafe auch in Raten abzahlen?"



Die Geldstrafe bemisst sich ja gerade nach Ihrem Einkommen, sodass ich auch die leichte Befürchtung habe, dass die damalige Geldstrafe ( womöglich noch nach Strafbefehl) viel zu hoch ausgefallen ist.


Vereinfacht gesagt bemisst sich der Tagessatz einer Geldstrafe nach der Formel "Monatliches Einkommen geteilt durch 30".

Diese Summe wird dann mit dem verhängten Tagessatz multipliziert.






Nachfrage 2:
"Nachdem mein Fall schon "aktiv" ist, wird eine "nachträgliche" Abschließung einer Versicherung nichts bringen, oder?"


Das sehen sie insoweit vollkommen richtig.




Nachfrage 3:
"Oder kann man die abschließende Rechnung des Verteidigers u. U. auch in Raten abzahlen?"


Dies ist ggf. auf vertrauensvoller Basis möglich.





Nachfrage 4:
"Es wäre mir persönlich auch enorm wichtig, Unterstützung vor Gericht zu haben in Form eines Verteidigers, vielleicht hätten Sie Interesse, mich zu verteidigen?"


Eine Hauptverhandlung sollte hier unter allen Umständen vermieden werden können.

Im besten Fall lässt sich eine Einstellung des Verfahrens erreichen.


Kontaktieren Sie mich dazu bitte per email, dann helfe ich Ihnen gerne weiter.




Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 05.06.2014 | 10:10

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Ein sehr einfühlsamer und kompetenter Anwalt. Vielen Dank für die Beratung und die aufschlussreiche Beantwortung meiner Fragen. Jederzeit gerne wieder (wobei ich hoffe, dass ich zumindest im Bereich Strafrecht nie wieder Hilfe brauchen werde-straffrei leben...)

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Vielen Dank für Ihre Bewertung. Ich wünsche Ihnen alles Gute und stehe Ihnen jederzeit gerne wieder zur Verfügung. < MfG RA Raphael Fork, Dortmund

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 05.06.2014
5/5,0

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