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Kapitaler Motorschaden nach Fehldiagnose – Wer trägt die Kosten?

| 01.06.2014 14:12 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


17:37

Ich fahre rein privat einen kleinen Hochdachkombi mit Dieselmotor.
Vorgeschichte:
Im Nov.2013 wird bei Hauptuntersuchung HU in einer Autohaus-Fachwerkstatt (Vertragshändler in meinem Arbeitsort) festgestellt, dass der Motor Nebengeräusche macht. Es wurde gesagt, dass es die Steuerkette sein könnte und das bei Gelegenheit mal abgecheckt werden müsste. Dringlichkeit wäre nicht gegeben. Geräusch wurde aber immer deutlicher hörbar. Im April 2014 stand nächste Inspektion bei 168000 km an. Bei der Auftragserteilung in einer großen deutschen Meisterwerkstattfiliale (im Wohnort) gab ich das Geräusch mit an, mit dem Hinweis, dass durch ein Autohaus bereits die Steuerkette in Betracht gezogen wurde. Auf der Rechnung vom 3.4.2014 steht als Zusatz: „- Motor (Kette?) rasselt bzw. zwitschert (im Leerlauf zu hören), - Momentan kein Rasseln lokalisierbar – Reparatur der Steuerkette durch Firma nicht möglich, kein Spezialwerkzeug vorhanden." Der Meister sagte aber, dass das Spezialwerkzeug besorgt werden könnte. Ein Termin zur genauen Lokalisierung des Geräusches wurde für den 14.4.14 gemacht. Vermutung des Meisters liegt aber eher bei der Lichtmaschine. Auf der Rechnung vom 15.4. steht: „ Kosten Nebentrieb prüfen: Fehlersuche Motorgeräusch Neben- oder Haupttrieb prüfen (umfasst Flachrippenriemen de + montieren) 28,80 €. Fazit des Meisters am 14.4., als der Riemenantrieb der Lichtmaschine ab war, war kein Geräusch mehr zu hören, also kann es nur die LIMA bzw. die Riemenscheibe mit Freilauf für die LIMA sein. Die LIMA funktioniert aber ohne Probleme, ich könnte weiterhin fahren. (schriftl. Angebot zum LIMA-Tausch 446,72 €) -> Neuer Termin am 12.5.14. Auf meinen Wunsch hin (aus Kostengründen und Vorschlag des Meisters) wird vorerst nur die Riemenscheibe mit Freilauf erneuert. Vermerk auf der Rechnung (110,31 €) vom 12.5.: „Kunde probiert selbst aus, ob Geräusch weg ist, wenn nicht i.O., neuer Termin zum LIMA-Erneuern". Geräusch war danach leider unverändert immer noch da! Tags darauf Wiederantritt bei Werkstatt und Vorführen des Geräusches beim Meister. Hinweis von mir, dass das Geräusch immer erst richtig bei warmem Motor auftritt. -> Neuer Termin am 20.5.14 zum LIMA-Tausch. Meine Einschätzung: Das Geräusch konnte praktisch nur schwer im kalten Zustand des Motors zweifelsfrei auf die LIMA reduziert werden. Ob eine Probefahrt, vor und nach dem Austausch gemacht wurde, wage ich zu bezweifeln! Zum LIMA-Tausch kam es aber erst gar nicht. Am 17.5. blieb mein Fahrzeug ca. 150 km vom Wohnort entfernt auf der Autobahn liegen. (dumpfer Schlag, nichts ging mehr) Abschleppen bis zur Basis-Werkstatt des Abschleppunternehmens war durch meinen Schutzbrief sichergestellt. Jedoch musste ich für den Pickup-Service am gleichen Abend (+2 Personen) nach Hause (bis zum Hof der Werkstatt) 390,- € sofort in bar löhnen. Diagnose am 20.5. nach dem Auseinanderlegen des Motors, Steuerkette gerissen und diverse Teile am Motor in Mitleidenschaft gezogen!!! Kostenvoranschlag 2400,- €. Anfrage durch Werkstatt nach Kulanz beim Hersteller ergab gleich „Null", wegen der hohen Laufleistung (170.000km). Austauschmotor 3800,-€ ist keine Alternative. Am 23.5. habe ich mündlich den Auftrag zur Reparatur erteilt, auch mit dem (Wunsch)-Hintergrundgedanken, dass ich die Kosten für diese Reparatur nicht tragen muss, da meiner Meinung nach der kapitale Motorschaden einzig und alleine auf die Fehldiagnose der Werkstatt und dadurch die unnötige Verzögerung zurückzuführen ist.
Meine Fragen: Wie stehen meine Chancen, die Kosten der Reparatur nicht tragen zu müssen? Kann ich die Bezahlung nach der Reparatur gleich verweigern, oder muss ich erst in Vorleistung gehen und danach Widerspruch einlegen und Schadenersatz verlangen? Kann ich dann ebenfalls Schadenersatz für den Pickup-Service (390 €) geltend machen? Kann ich eine Pauschale von z.B. 25 €/Tag (Tarif für Leihwagen der betr. Werkstatt) für den Ersatzwagen während des Ausfalls in Rechnung stellen? (ich nutze derzeit voll den Pkw meiner Eltern)
Der Meister hat im Gespräch am 23.5. angedeutet, dass sich die Werkstatt aus Kulanz mit ca. 400 Euro (Montagekosten) an den Reparaturkosten beteiligen will. (aber nur, weil ich ein guter Stammkunde bin) Haben sie vielleicht doch ein schlechtes Gewissen?

01.06.2014 | 15:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

Wie stehen meine Chancen, die Kosten der Reparatur nicht tragen zu müssen?

Kann ich die Bezahlung nach der Reparatur gleich verweigern, oder muss ich erst in Vorleistung gehen und danach Widerspruch einlegen und Schadenersatz verlangen?

Ich gehe aufgrund Ihrer Schilderung davon aus, dass es sich bei Werkstatt zur Reparatur um eine andere Werkstatt handelt. In diesem Fall müssten Sie zunächst in Vorleistung gehen, andernfalls brauchen Sie die Rechnung nicht zu begleichen.

Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der vorherigen Prüfwerkstatt ein Verschulden anzulasten ist, die Werkstatt den Fehler mindestens fahrlässig nicht erkannt hat. Diesbezüglich müsste dies zunächst noch ein Gutachter klären, der sich das Fahrzeug möglichst jetzt noch im unreparierten Zustand anschauen sollte.

Kann ich dann ebenfalls Schadenersatz für den Pickup-Service (390 €) geltend machen?

Das wäre ein Mangelfolgeschaden, der ebenfalls ersetzt würde.

Kann ich eine Pauschale von z.B. 25 €/Tag (Tarif für Leihwagen der betr. Werkstatt) für den Ersatzwagen während des Ausfalls in Rechnung stellen? (ich nutze derzeit voll den Pkw meiner Eltern).

Dies ist ebenfalls möglich, allerdings nur bis zu dem Tarif eine Stufe unterhalb Ihrer Fahrzeugkategorie, da dies als Ausgleich für die ersparte Abnutzung gesehen wird.

Der Meister hat im Gespräch am 23.5. angedeutet, dass sich die Werkstatt aus Kulanz mit ca. 400 Euro (Montagekosten) an den Reparaturkosten beteiligen will. (aber nur, weil ich ein guter Stammkunde bin) Haben sie vielleicht doch ein schlechtes Gewissen?

Dies kann als Indiz für ein mögliches Verschulden gesehen werden. Allerdings bräuchte es hier noch wie oben erwähnt ein Gutachten, um die Ansprüche auch durchsetzen zu können.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung,
da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 01.06.2014 | 16:41

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer!
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Die Werkstatt, welche den Motorschaden jetzt repariert ist dieselbe, die auch den Prüfauftrag hatte und die den Arbeitsauftrag zum Beseitigen der Rasselgeräusche (m. M. n. mangelhaft) durchgeführt hat und die LIMA als Ursache (falsch) diagnostiziert hatte.
Ein Gutachter kann im jetzigen Zustand, wenn fast der komplette Motorraum leer ist und alle Einzelteile im Kofferraum liegen, meiner Meinung nach vor Ort gar nichts mehr feststellen.
Der Gutachter kann höchstens eine Aussage darüber treffen, ob die Werkstatt die Ursache für die Geräusche unter den gegebenen Voraussetzungen (Geräusch bei warmen Motor deutlicher) gleich hätte finden müssen, ohne den Umweg über den LIMA-Tausch. (Ob die LIMA vielleicht auch noch defekt ist, werden wir sehen, wenn das Altteil wieder mit eingebaut ist. Dann hätte sich die Sache mit den Schadenersatzansprüchen ja eh erledigt. Aber ich halte das für sehr unwahrscheinlich.)
Also ist mein Problem offensichtlich vordergründig erstmal kein rechtliches, sondern ein gutachterliches, um beweisen zu können, dass die Werkstatt Schuld hat und den Fehler fahrlässig nicht erkannt hat, was immer das heißen mag!
Wie komme ich am schnellsten an einen Gutachter für dieses Problem heran und was kostet mich dann diese Tätigkeit?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.06.2014 | 17:37

Sehr geehrter Fragesteller,

ich empfehle in Ihrem Fall ein Dekra Gutachter zu beauftragen (www.dekra.de).

Sorgen Sie allerdings dafür, dass sämtliche Austauschteile aufgehoben und nicht entsorgt werden, falls es darauf ankommen sollte.

Zuvor sollte dann natürlich auch die Sache mit der Lichtmaschine geklärt werden und diese vorab als Ursache ausgeschlossen werden.

Die Kosten für den Gutachter variieren, dürften allerdings irgendwo zwischen 350,00 und 650.00 Euro liegen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten,
schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.06.2014 | 20:33

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Mein Problem ist zwar nicht gelöst, aber ich habe mehr Klarheit bekommen und kann nun meine Handlungen zielgerichteter führen. Hier kann erstmal kein Anwalt mehr weiterhelfen. Ein Gutachter muss ran. Auf die kostenfreien Zusatzfragen wurde ebenfalls promt und ausführlich geantwortet. Vielen Dank!

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