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Familiennachzug zu Ausländern

| 31.05.2014 08:54 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


10:55

Guten Tag,

Ich lebe in Deutschland seit 10 Jahren und besitze einen befristeten Aufenthaltserlaubnis nach § 31 AufenthG . Bin von meiner Ex deutschen Frau geschieden und habe seit 2 Monaten meine Freundin geheiratet. Sie lebt seit 5 Jahren in Frankreich und verfügt über einen französischen Aufenthaltstitel zum Studienzweck. Sie ist von mir schwanger und ich kann mal davon ausgehen, dass das Kind in Februar nächsten Jahres zur Welt kommt. Meine Freundin und ich sind Ausländer in EU- Raum (sie in Frankreich und ich in Deutschland) aber haben verschiedene Staatsangehörigkeit. Also meine Frau und ich kommen nicht aus dem selben Land.

Nun möchte meine Frau im Jahr 2015 mit unserem gemeinsamen Kind ein Visum zum Ehegattennachzug beantragen. Mein Einkommen reicht für mich allein und ich habe nie Sozialhilfe bezogen.

Meine Fragen lauten:

1. Könnte es Problem beim Visumantrag geben, wenn die Botschaft der Meinung ist, dass mein Einkommen zur Deckung der gesamten Familien (meine Frau, mein Kind und ich) nicht ausreicht? Falls ja gibt es Ausnahmen, damit die Botschaft das Visum erteilt?

2. Falls das Visum erteilt wird, könnte mein Kind eingebürgert werden, da er wahrscheinlich in Frankreich zur Welt kommt wird?

3. Können meine Frau und mein Kind wegen Familiennachzug gemeinsam ohne Visum nach Deutschland einreisen, da sie einen französischen Aufenthaltstitel seit 5 Jahren besitzt?

Danke

31.05.2014 | 09:17

Antwort

von


(416)
Kurfürstendamm 167-168
10707 Berlin
Tel: 030 577 057 75
Web: http://www.kanzlei-grueneberg.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


zu 1. Ja. Es.muss die Sicherung des Lebensunterhaltes für die ganze Familie gewährleistet sein. Ausnahmen sind nur in engen Grenzen möglich. Ein Ausnahmefall von der regelmäßig zu erfüllenden Voraussetzung der Unterhaltssicherung nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 AufenthG liegt vor, wenn entweder besondere, atypische Umstände vorliegen, die so bedeutsam sind, dass sie das sonst ausschlaggebende Gewicht der gesetzlichen Regelung beseitigen oder wenn die Erteilung des Aufenthaltstitels aus Gründen höherrangigen Rechts wie etwa Art. 6 GG oder im Hinblick auf Art. 8 EMRK geboten ist, z.B. weil die Herstellung der Familieneinheit im Herkunftsland nicht möglich ist. Ausnahmen von der Regel sind grundsätzlich eng auszulegen (BVerwG, Urt. v. 30.04.2009, 1 C 3/08 ).

Zu 2. Nur weil das Kind in Frankreich geboren wird, ist die Einbürgerung nicht zu erreichen.

Zu 3. Ihre Frau kann ohne Visum einreisen, Ihr Kind auch, sofern es über eine Aufenthaltserlaubnis verfügt. Eine deutsche Aufenthaltserlaubnis müssen diese aber auch beantragen innerhalb von 3 Monaten nach Einreise. Die Voraussetzungen sind dieselben, als wären diese mit Visum eingereist, also vor allem ausreichendes. einkommen sowie Deutschkenntnisse für Ihre Ehefrau.

Unter Umständen kann die rechtliche Würdigung anders anfallen, sollte Ihr Kind die französische Staatsangehörigkeit erwerben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.
Fachanwalt für Migrationsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 31.05.2014 | 09:47

Soll das heißen, dass meine Frau nicht unbedingt ein Visum bei der deutschen Botschaft in Paris (Frankreich) beantragen soll, da sie über einen französischen Aufenthaltstitel verfügt? In dem Fall könnte sie ohne Visum einen deutschen Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde meines Wohnortes beantragen?

Ich weiß nicht, ob eine Ausnahme in meinem Fall geben würde, da wie gesagt meine Frau und ich nicht denselben Pass besitzen. Sie kommt aus Elfenbeinküste und ich aus Benin. In dem Fall wo könnte die Familieneinheit hergestellt werden, da Mann und Frau über verschieden Pass verfügen?

Kann ich die Ehe und unser gemeinsames Kind schon beim Standesamt meines Wohnortes eintragen, da wir in Dänemark geheiratet haben?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.05.2014 | 10:55

Soll das heißen, dass meine Frau nicht unbedingt ein Visum bei der deutschen Botschaft in Paris (Frankreich) beantragen soll, da sie über einen französischen Aufenthaltstitel verfügt? In dem Fall könnte sie ohne Visum einen deutschen Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde meines Wohnortes beantragen?

Ja, Sie haben es richtig verstanden.

Ich weiß nicht, ob eine Ausnahme in meinem Fall geben würde, da wie gesagt meine Frau und ich nicht denselben Pass besitzen. Sie kommt aus Elfenbeinküste und ich aus Benin. In dem Fall wo könnte die Familieneinheit hergestellt werden, da Mann und Frau über verschieden Pass verfügen?

Dies wird in der Regel keine Ausnahme begründen können.

Kann ich die Ehe und unser gemeinsames Kind schon beim Standesamt meines Wohnortes eintragen, da wir in Dänemark geheiratet haben?

Nein, eine solche Eintragung ist nicht vorgesehen, wenn keiner Deutscher ist. Einer Anerkennung der Ehe bedarf es auch nicht

Bewertung des Fragestellers 31.05.2014 | 11:08

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