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Hotelstornokosten berechtigt?

27.05.2014 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Merkel, LL.M.


Zusammenfassung: Maßgeblich ist, ob ein Beherbergungsvertrag zustande gekommen ist, oder nicht.
Ein Beherbergungsvertrag kommt in der Regel mit der Buchungsbestätigung zustande.
Ob Sie hier bereits wirksam einen Vertrag abgeschlossen haben, ist fraglich.

Ich habe am 19 Mai eine Buchungsanfrage bei einer Ferienwohnung gestellt. Am 20. Mai hat man mich telefonisch kontaktiert und mich informiert das die Buchung der Ferienwohnung etwa 220 Euro betragen würde, habe ich mitgeteilt dass ich eine Emailbestätigung zusenden würde. Am Abend hat man mich per email kontaktiert ob ich buchen wolle oder nicht. Ich habe die email erst einen tag später gelesen und dann dem Vermieter der Ferienwohnung geschrieben dass ich mich für eine andere Reisebuchung entschieden hätte. Einen Tag später hat man mir darauf die Stornokosten der Ferienwohnung in Höhe von 220 Euro gestellt. Dem habe ich dann widersprochen. Dann teilte mir der Vermieter mit dass er einen Anwalt einschalten würde. Was soll ich jetzt machen?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Frage beantworte ich hinsichtlich Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes folgendermaßen:

Maßgeblich ist, ob ein Beherbergungsvertrag zustande gekommen ist, oder nicht.
Ein Beherbergungsvertrag kommt in der Regel mit der Buchungsbestätigung zustande.
Ob Sie hier bereits wirksam einen Vertrag abgeschlossen haben, ist fraglich.

Nach Ihren Angaben haben Sie eine Buchungsanfrage gestellt. Vermutlich ob ein Zimmer zu einem bestimmten Zeitraum vakant ist und wie viel dies kostet. Daraufhin wurde Ihnen vom Hotel mit einer Email geantwortet und ein Preis genannt (auch hier ist wichtig, was Ihnen geschrieben wurde. Hat man Ihre konkrete Buchungsanfrage bestätigt, oder lediglich ein Angebot verschickt). Daraufhin schreiben Sie, dass Sie eine Emailbestätigung versenden wollen. An dieser Stelle, ist wichtig, was Sie eigentlich bestätigen wollten. Ich gehe davon aus, dass Sie die Annahme des Buchungsangebotes des Hotels meinen. Davon ging offensichtlich auch der Hotelier aus, wenn er nachfragt, ob Sie nun buchen wollen oder nicht. Am nächsten Tag, teilen Sie dann mit, dass Sie das Buchungsangebot nicht annehmen. Insofern wäre kein Beherbergungsvertrag zustande gekommen und Sie müssten auch keine Stornogebühren bezahlen.

Für Ihre Argumentation spricht ganz klar, dass der Hotelier nachfragt, ob Sie buchen möchten oder nicht. Es deutet darauf hin, dass seine Email mit dem Preis, als Vertragsangebot zu werten ist, welches Sie mit Ihrer Email dann abgelehnt haben.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin

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