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Gleichverteilung des Erbes unter Berücksichtigung von Schenkungen älter 10 Jahre

19.05.2014 19:51 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


09:18

Zusammenfassung:

Berücksichtigung von Schenkungen an Erben im Testament

Ausgangspunkt:

Es ist ein Elternteil verblieben, dessen Erbe im Erbschaftsfall gleichberechtigt auf die drei direkten Nachkommen übergehen soll.

Das ist an sich durch die gesetzliche Erbfolge ja genau so geregelt.

Jetzt soll aber noch folgende Besonderheit berücksichtigt werden:

Schenkungen und Zuwendungen, die außerhalb der Schenkungsfrist liegen, also länger als 10 Jahre zurück liegen, sollen dem jeweiligen Erben von dem Drittel, dass er gemäß gesetzlicher Erbfolge bekommen sollte, abgezogen werden und auf die beiden anderen (gleich)verteilt werden.

Die Frage ist nun Folgende:

Reicht es aus, ein handschriftliches Testament aufzusetzen, in dem festgehalten wird, dass kein Kind benachteiligt werden soll und daher, die in einem zusätzlichen Anhang aufgeführten Schenkungen und Zuwendungen, die zum Zeitpunkt des Erbschaftsfalls älter als 10 Jahre sind, das Erbe des jeweils beschenkten Kindes zugunsten der anderen beiden Kinder reduzieren?

19.05.2014 | 20:44

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich würde hier sicherheitshalber dieses notariell bzw. anwaltlich als Testament aufsetzen lassen, da die Einbeziehung und Berechnung nicht derart einfach sein wird nach meiner ersten Einschätzung, wie es hier auf den ersten Blick scheint.

Denn letztlich kann nur so eine gerechte Verteilung gesichert werden, die länger zurückliegende Schenkungen und deren heute bzw. beim Todesfall bestehende Wertigkeit korrekt einbezieht und die Regelungen von gegenseitig pflichtteilsberechtigten Erben gesetzlicher Art einbezieht.

Ansonsten haben Sie im Nachhinein Auslegungsprobleme, die vielleicht zu Lasten der Erben gehen, was ich nicht riskieren würde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 20.05.2014 | 20:43

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Noch eine Verständnisfrage: Sie empfehlen ein notariell bzw. anwaltlich aufgesetztes Testament. Ein handschriftliches Testament, in dem die zu berücksichtigenden Schenkungen aufgelistet sind, wäre aber auch rechtsgültig, oder?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.05.2014 | 09:18

Sehr geehrter Fragesteller,

selbstverständlich - diese wäre auch rechtswirksam jederzeit möglich, z. B. nach vorhergehender anwaltlicher Beratung.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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