1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hilfe zur Arbeitnehmerüberlassung

| 16.05.2014 10:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

es handelt sich um folgende Sachlage.

Meine Firma (Unternehmergesellschaft) ist in der Veranstaltungsbranche als Personaldienstleister tätig.
Aktuell sind wir ausschließlich mit Freien Mitarbeitern tätig.
Ich hatte jetzt häufiger die nachfragen von Mitarbeitern ob ich nicht einen 450€ Job hätte.

Grund ist folgender: Viele junge Menschen wollen unsere Branche kennen lernen und hinter den Kullissen mal ein wenig reinschauen bzw. neben dem Studium einfach noch etwas Geld verdienen.

Gerne würde ich solche Menschen anstellen, allerdings bin ich mir sehr unsicher, ob ich mich damit nicht in eine rechtliche Grauzone bzw. Illigalität begebe.

Denn der normale Ablauf ist, dass meine Kunden bei mir Helfer bestellen und ich dann aus dem Pool das entsprechende Personal auswähle, koordiniere und am Schluss abrechne.

Branchenüblich ist für die selbstständigen der Ort und die Zeit nicht frei wählbar, denn das sind die Rahmenbedingungen für die Veranstaltung und die werden vom Kunden vorgegeben.

Meine Kunden haben kein Interesse an einer Arbeitnehmerüberlassung von großen
Zeitarbeitsfirmen.

Meine Frage ist nun:

1. Wenn ich jetzt 2-4 Leute auf 450€ Basis anstelle und diese entsprechend
auch auf diese Produktionen schicke, handelt es sich dabei um Arbeitnehmerüberlassung?

2. -> Wenn ja: ist diese nach dem Gesetz genehmigungspflichtig?

3 -> wenn ja: gibt es eine Möglichkeit das legal zu umgehen.

Eine Genehmigung für mein Unternehmen zur Arbeitnehmerüberlassung sieht eher schlecht aus, da mir die Mindestbonität von 10.000€ fehlt. Außerdem sind die Hohen gebühren von 750€ für mich extrem unwirtschaftlich, da durch die Höheren Kosten für Festangestelltes Personal welche ich nicht an meine Kunden weitergeben kann und möchte, meine geringe Marge noch sehr viel geringer wird. Die 750€ würde ich in einem Jahr nicht wieder erwirtschaftet bekommen. Gibt es hier ausnahmegenehmigungen oder die Chance geringere Gebühren zu bekommen?

Es geht mir nicht darum, Tarifverträge oder den Mindestlohn zu umgehen, meine Angestelten bekommen überwiegend sogar mehr als den Mindestlohn, sondern die Interessenten nicht in die (schein)selbstständigkeit zu zwingen nur damit sie mal zu schauen wie es überhaupt in unserer Branche läuft oder ab und zu mal etwas Geld dazuverdienen wollen.


Bereits jetzt vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen






16.05.2014 | 13:45

Antwort

von


(2309)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,



nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung handelt es sich um eine genehmigungspflichtige Arbeitnehmerüberlassung, was Sie auch nicht legal umgehen können.


Das Problem ist nicht die Vorgabe von Zeit und Ort, da dieses natürlich auch bei anderen Werkverträgen nahezu immer als Vorgabe gegeben ist.

Das Problem ist hier die Weisungsgebundenheit der Arbeiter und die Weisungsbefugnis Ihrer Kunden vor Ort, da nach Ihrer Schilderung (und der Erfahrung mit der Branche) natürgemäß Ihre Kunden vor Ort die genauen Anweisungen geben und die Arbeiter dann eben vor Ort auch diese Weisungen zu beachten haben.


Nur wenn eine absolute Weisungsunabhängigkeit zischen Arbeiter und Kunden besteht, wird man nicht von einer genehmigungspflichtigen Überlassung ausgehen können, d.h. Sie müssten alleinige Direktionsrecht gegenüber ihren Mitarbeitern behalten. Aber dieses kann es jedenfalls nach meinem Verständnis nicht geben.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 18.05.2014 | 13:00

Guten Tag Herr Bohle,

vielen Dank für Ihre Antwort, die meine Vermutung bestätigt hat.
Eine Rückfrage habe ich hierzu aber dennoch.

Sind ihnen Fälle bekannt wo die zuständige Agentur für Arbeit auch eine geringere Liquidität von 10.000€ akzeptiert hat?
Es geht ja nur um 2-3 450€ Jobber.

Sind ihnen Fälle bekannt wo die zuständige Agentur für Arbeit eine geringere Gebühr als die 750€ für die befristete Erteilung der Arbeitnehmerüberlassung veranschlagt hat?

Bereits jetzt vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.05.2014 | 13:38

Sehr geehrte Damen und Herren,


beide Fragen muss ich zu Ihren Ungunsten verneinen. Die Agenturen haben insoweit keinen Ermessensspielraum.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 31.12.2014 | 17:43

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Thomas Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 31.12.2014
4,8/5,0

ANTWORT VON

(2309)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet und Pachtrecht