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gefundenes Fahrrad wurde gestohlen, Staatsanwaltschaft zeigt wegen Unterschlagung an

| 30.04.2014 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


18:54

Ich habe vor 1,5 Jahren ein Fahrrad im Wald gefunden. Dieses war in einem sehr schlechten Zustand und hätte restauriert werden müssen (Kette fehlte etc.). Es war eine gute Marke und so habe ich gutgläubig die Rahmennummer auf die Seite www.Rahmennummer-check.de gestellt so das der Eigentümer hätte gefunden werden können. Ich habe bist dato nichts an dem Fahrrad gemacht. Anfang diesem Jahres wurde in einem Bereich meines Hauses eingebrochen welches Umgebaut wird. Dieser Teil ist durch eine Treppe im Außenbereich zugänglich und war nur durch eine Bautür (unverriegelt) verschlossen. Dabei wurde genau dieses Fahrrad wieder gestohlen.
Gutgläubig habe ich diesen Einbruch angezeigt um auch die Statistik zu unterstützen. Natürlich habe ich auch von dem Fahrrad erzählt und das ich Online nach dem Besitzer gesucht habe.
Hier wurde mir das erste mal mitgeteilt, das dies rechtswidrig sei. Ich habe davon natürlich nichts gewusst.
Heute kommt die Anzeige ins Haus mit der Beschuldigung:
fremde bewegliche Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zugeeignet zu haben. (Unterschlagung § 246 Abs. 1 StGB )
Strafe 20 Tagessätze zu 30Eur = 600Eur)
Ich finde das derart übertrieben, zumal der Besitzer nie gefunden wurde und auch keine Anzeige erstattet hatte. Ich habe doch nur gutgläubig gehandelt und im schlimmsten Falle einen Formfehler begangen.
Habe ich diesem Falle irgend eine Chance auf Strafminderung? Sollte man Einspruch erheben?

30.04.2014 | 18:17

Antwort

von


(2535)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrter Ratsuchender,


nach Ihrer Schilderung sollte unbedingt Einspruch eingelegt werden.

Auch wenn man Ihre Definition von "Formfehler" so nicht ganz nachvollziehen kann, ist fraglich, ob es noch im Eigentum eines Anderen gestanden hat.

Dieses alles lässt sich aber erst nach Kenntnis der gesamten Akte letztlich feststellen und beurteilen.

Auch ist zu berücksichtigen, dass Sie sich offenbar für eine Fundmeldung in einem Irrtum befunden haben. Ob und inwieweit das entlastend sein wird, lässt sich auch erst durch die Akteneinsicht feststellen.

Offenbar haben Sie aber einen Strafbefehl bekommen.

Damit dieser nicht rechtskräftig wird, ist Einspruch notwendig.

Dann sollte eine Akteneinsicht zwingend erfolgen, um überhaupt die Vorwürfe und mögliche Beweismöglichkeiten zu kennen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 30.04.2014 | 18:23

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

mit Formfehler meine ich, das ich nicht den richtigen weg eingeschlagen habe, also direkt zur Polizei gegangen bin. Ich habe lediglich die Rahmennummer selber überprüft und keine Suche gefunden und anschließend auf dieser Internetseite meinen Fund veröffentlicht. Dazu ist auch anzumerken, das ich bei Aufgabe der Anzeige des Einbruchs in meinem Haus die dafür zuständige Polizeibeamtin die Rahmennummer eingegeben hat und ebenfalls keine Einträge gefunden hat. Dieses Fahrrad wird also nicht gesucht!!!

Das meinen Sie dann offensichtlich mit der Akteneinsicht.

Mit welcher Begründung soll ich also Einspruch erheben?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.04.2014 | 18:54

Sehr geehrter Ratsuchender,

zumindest wird das Fahrrad auf dieser einen Internetweite nicht gesucht. Das bedeutet aber nicht, dass es herrenlos ist, also der Eigentümer sein Eigentum aufgegeben hat.

Die Akte der Staatsanwaltschaft, aufgrund deren Inhalt der Strafbefehl erlassen worden ist.

Ohne diesen Inhalt kann man auch keine Begründung des Einspruchs seriös vorhersagen.

Der Akteninhalt MUSS also schon BEKANNT SEIN, um einen Weg vorschlagen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 30.04.2014 | 19:05

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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Stellungnahme vom Anwalt:

Der "Formfehler" des Fragestellers, setzt sich auch in der Bewertung fort.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.04.2014
3,4/5,0

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