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Anfechtung eines not. Kaufvertrags

04.04.2014 22:14 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer


Zusammenfassung: Wer eine andere Person ordnungsgemäß vertritt hat regelmäßig keine Inanspruchnahme von dem Vertragspartner zu befürchten.


Hallo,

ich wurde als Makler im Jahr 2007 mandatiert, ein Studentenappartment zu verkaufen. Auf ein Inserat hin meldete sich eine Consulting AG, die vorgab einen Käufer hierfür zu haben.

Der GF (ein Dr.) gab an einen potentiellen Kunden zu haben, der eine Anlagemöglichkeit suche; gleichwohl würde man eine Mehrerlösvereinbarung haben wollen, da noch "Luft" bei dem Investment sei. Da der VK seinen Zielkaufpreis bekam, hat man sich wenig an dem Rest gestört.

Da der Verkäufer zu dem anberaumten Notartermin verhindert war, wurde ich vom VK notariell bevollmächtigt, den Verkauf vorzunehmen.

Nach nun über 7 Jahren habe ich heute einen Brief von dem Anwalt des damaligen Käufers erhalten, dass der Kauf angefochten wird. Begründung sei, dass der KP allenfalls nur die Hälfte wert war. Man erwartet nun von mir, dass ICH nun einer Rückabwicklung zustimmen soll.

Wie soll ich mich verhalten ? Ich habe die Info natürlich an den VK weitergegeben. Kann ich hier verantwortlich oder haftbar gemacht werden ?


Ich bitte um ein Musterschreiben, dass ich an den Anwalt schicken kann.
Ich möchte hier zunlichst vermeiden, hier ins Kreuzfeuer zu kommen. Der Kunde soll sich an seine Vermittler (Consultants) oder an den VK wenden .....

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihren Sachverhaltsschilderung droht Ihnen keine Haftung, da Sie den Verkäufer ordnungsgemäß vertreten haben. Eine Haftung von Ihrer Person würde allenfalls in Betracht kommen, wenn Sie bei den Vertragsverhandlungen mit dem Käufer besonderes Vertrauen in Anspruch genommen hätten, also als eine Art Berater - über eine übliche Maklertätigkeit hinaus - für den Käufer tätig waren. Das scheint aber gerade nicht der Fall gewesen zu sein, vielmehr hatte der Käufer - zumindest formal -ja selbst eine Beratungsfirma eingeschaltet.

Eine Haftung Ihrerseits käme auch in Betracht, wenn Sie den Käufer widerrechtlich über die Immobilie getäuscht hätten und Ihn dazu zu der Anlageentscheidung getrieben hätten. Anhaltspunkte hierfür kann ich Ihrer Schilderung nicht entnehmen.

Auch aus der Mehrerlösvereinbarung sehe ich für Sie keine Probleme.

Ich empfehle das Schreiben an den gegnerischen Anwalt kurz zu halten um keine unnötigen Diskussionen zu provozieren. Als Betroffener neigt man leicht dazu, hier möglichst viele Argumente zu bringen und bittet dem Gegner damit vielleicht gerade Ansatzpunkte an die der selbst noch nicht gedacht hat. Ich gehe davon aus, dass der gegnerische Rechtsanwalt sich im Empfänger des Briefes geirrt hat, denn wenn Ansprüche gegen Sie bestehen sollten (Beratertätigkeit für Käufer, widerrechtliche Täuschung) dann wären das reine Geldansprüche und ohne Auswirkung auf den notariellen Kaufvertrag. Zudem hätte der Anwalt zumindest ansatzweise entsprechende Argumente vorgebracht.

Ein Antwortschreiben könnte wie folgt aussehen.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt [XXX],

bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom [Datum]weise ich darauf hin, beim damaligen Kaufvertrag vom [Datum]lediglich als Vertreter des Verkäufers, [Name Verkäufer] gehandelt zu haben.

Ihr Schreiben habe ich an diesen weitergeleitet.
Ich bitte Sie in Zukunft direkt mit dem Veräußerer zu kommunizieren.

Mit freundlichen Grüßen

Sollte sich der gegnerische Anwalt nach diesem Schreiben nochmals bei Ihnen melden, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Unterstützung -selbstverständlich unter Anrechnung Ihrer bereits bezahlten Gebühr- für weitere Rückfragen zur Verfügung.

Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Kromer
Rechtsanwalt

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