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Tatsächliche Vermögensschaden einer Bank bei einem Kreditausfall

24.02.2014 22:22 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


16:36

Ich habe gelesen, dass Banken bisweilen nur noch ca. 1 Prozent als Mindestreserve bei den Zentralbanken vorhalten müssen, was Sie Ihren Gläubigern schulden. Da das restliche faktisch aus dem Nichts geschaffene Geld und somit -unter Berücksichtigung dieser Giralgeldschöpfung - der Vermögensschaden einer Bank bei einem Kreditausfall als viel zu hoch angenommen wird wenn man zudem davon ausgeht, dass die Banken weder das Geld Ihrer Sparer noch geliehenes Geld von anderen Banken oder Zentralbanken als Kredit weitergeben. Wenn ein selbst vergebener Kredit ausfällt schulden Banken niemals Sparern, Banken. Zentralbanken etc Geld.
Wie beurteilen Sie die Chancen bei einem Kreditausfall in Höhe von insgesamt 1250TE - abgegebene persönliche Bürgschaften in gleicher Höhe - bei 3 verschiedenen Banken (Bank 1 - 1 Mill Euro Kredit, Bank 2- 200TE, Bank 3 50TE Kredit) den Banken gegenüber
1. darauf zu bestehen nur den tatsächlich entstandenen Schaden zu ersetzen.
2. die Bürgschaften als siittenwidrig anzusehen da diese -der Höhe nach- in keinem Verhältnis zum tatsächlich entstandenen Schaden stehen.
Mit freundlichem Gruss

24.02.2014 | 23:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie übersehen, dass die Bank bei einem Kreditausfall verliehenes Geld nicht zurückbekommt. Dieses Geld fehlt dann schlicht und einfach in der eigenen Bilanz.

Außerdem wird das Geld von den Zentralbanken geschaffen, nicht von den Geschäftsbanken. Die Geschäftsbanken erhalten das Geld im Austausch gegen Vermögenswerte wie andere Devisen oder Pfandbriefe.

Selbstverständlich unterliegt die Bank der Schadensminderungspflicht, allerdings schuldet der Darlehensnehmer der Bank nicht den Ausgleich oder den Ersatz des entstandenen Schadens, sondern die Rückzahlung des Darlehens. Auch der Bürge schuldet aufgrund der Bürgschaft nicht den Ersatz des Schadens, sondern die Rückzahlung des Darlehens.

Sie werden dahe mit Ihrem Ansatz keinen Erfolg haben.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Rückfrage vom Fragesteller 26.02.2014 | 06:46

Sehr geehrter Herr RA Weber, zunächst vielen Dank für Ihre rasche Bearbeitung und erlauben Sie mir folgende Nachfrage:
Bargeld (Scheine und Münzen) sind als Rechtsgut definiert und offizielles, gesetzliches Zahlungsmittel. Für Giralgeld -elektronisches Geld- gibt es dagegen keine Definition oder ein Gesetz dahingehend, dass es überhaupt Geld ist. Giralgeld hat somit zunächst nur die Funktion von Geld mehr nicht.
Nach meinen Informationen ist die Sache eher so, dass die Geschäftsbank und nicht die Zentralbank das sogenannte Giralgeld durch lediglich 2 Buchungen selbst aus dem Nichts -erschafft-, Forderung und Verbindlichkeit gegen den Kreditnehmer mit dem Resultat der Bilanzverlängerung. Verbindlichkeit gegen den Kreditnehmer weil die Bank die Bereitstellung von Zentralbankgeld schuldet. Somit ermöglicht der Kreditnehmer mit seiner Unterschrift unter dem Kreditvertrag erst diese Art von Geldschöpfung. Bei einer normalen Rückzahlung wird entsprechend andersherum gebucht und die Bilanz wird verkürzt. Bei einem Ausfall wird jedoch zusätzlich ein Aufwand gebucht der den Gewinn der Bank mindert (Abschreibung).
Setzt man nun aber Giralgeld mit dem Bargeld gleich wird der entstandene Schaden aufgrund eines nicht zurückgezahlten Kredits als viel zu hoch angesetzt. Der ausgefallene Kreditbetrag und der reale Schaden den die Bank genommen hat unterscheiden sich u.U. erheblich da der ausgefallene Kreditbetrag weder Sparern noch anderen Banken zurückgezahlt werden muss. Berücksichtigen müsste man zudem das der Bank auf der einen Seite Zinseinnahmen auf den nominellen Kreditbetrag zufließen auf der anderen Seite für Giralgeld keine oder nur geringe Beschaffungskosten aufzubringen sind.
Ist der tatsächliche Vermögensschaden einer Bank durch einen Kreditausfall nun ein geringerer als der über eine Rückzahlung des Darlehens eingeforderte Betrag?
Mit freundlichem Gruss

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.02.2014 | 16:36

Sehr geehrter Ratsuchender,

wie Sie korrekt anmerken, muß die Bank die Forderung auf Rückzahlung auch nach Kreditausfall in der Bilanz weiterführen und abschreiben. Dieses Abschreiben erfordert einen Aufwand, wie Sie zutreffend erkannt haben. Und dieser Aufwand ist der zu ersetzende Schaden.

Wenn Sie es schaffen, diesen Abschreibungsaufwand "verschwinden" zu lassen, ist tatsächlich kein Schaden entstanden.

Das aber scheint mir schwierig zu sein, Ihre Gleichsetzung Buchgeld-Bargeld ignoriert da einige buchhalterische Notwendigkeiten, da Ihr Ansatz nicht erklärt, was mit dem Abschreibungsaufwand bzw. der Rückzahlungsforderung passiert, die in der Bilanz steht.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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