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Eine Lesebrille vergessen vom Kopf zu nehmen, als Ladendieb gefasst

20.01.2014 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen und Herren,

in einem bekannten Einkaufsmarkt lieh ich mir eine Lesebrille Warenwert 4,99 € (da ich meine vergessen hatte), um Kleingedrucktes lesen zu können, Ich entfernte den Halter, der die Sicht beeinträchtigte. Nachdem ich das Gesuchte gefunden hatte, setzte ich die Brille auf meinen Kopf (wie meine Eigene immer) und dachte keineswegs mehr daran, das es eigentlich gar nicht meine Brille war. Nach weiteren 10 min und der Benutzung der Brille, nahm ich sie wie gewöhnlich vom Kopf, schlug die Bügel zusammen und steckte sie in meine Tasche (Gewohnheit). Natürlich kam es wie es kommen musste!!!
Nach dem Bezahlen an der Kasse (Warenwert 120,00 €) wurde ich mit meinem Lebenspartner vom Hauseigenen Detektiv angesprochen, ob ich nicht vergessen hätte ETWAS zu bezahlen, nicht einmal da fiel bei mir der Groschen, erst als der Detektiv mich darauf hinwies. Ich musste dem Mann ins Hinterzimmer folgen und meine Personalien wurden aufgenommen. Mir wurde ein einjähriges Hausverbot ausgesprochen. Vor Ort musste ich nichts bezahlen. Ich bin 50 Jahre und ein unbeschriebenes Blatt hinsichtlich Ladendiebstahls, weil ich eigentlich ein sehr ehrlicher Mensch bin .
Heute - nach 2 Monaten - wurde mir, durch die Kripo ein Ermittlungsverfahren inkl. Beschuldigtenanhörungsbogen zugesendet. Wie muss der Anhörungsbogen ausgefüllt werden? Muss ich Angaben zu persönliche Verhältnisse (AG) und Angaben zur Beschuldigung machen?

Bitte helfen Sie mir.
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich die von Ihnen gestellte Frage unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und des Gebühreneinsatzes wie folgt:

Zunächst ist der Betroffene nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht verpflichtet, in einem strafrechtlichen Anhörungsbogen Angaben zur Sache zu machen, noch dazu, den Anhörungsbogen auszufüllen. Zwar besteht die Pflicht, Angaben zu den Personalien zu machen, dies aber nur dann, wenn die Personalien der Behörde nicht oder nur zum Teil bekannt sind. Wie sich aus dem Anhörungsbogen ergibt, sind die Personaldaten der Behörde meist ohnehin bekannt. Angaben zum Beruf sollten tunlichst vermieden werden, da sich in Strafsachen danach die Geldstrafe bemessen kann. Wird der Anhörungsbogen also nicht zurückgesandt, können und dürfen daraus keine Rückschlüsse zur Frage der Schuld gezogen werden.

Sinn und Zweck des Anhörungsbogens ist zum einen, dem Betroffenen rechtliches Gehör zu gewähren. Zum anderen beginnt bereits mit der Anordnung der Versendung die Verjährungsunterbrechung.

Empfehlenswert ist es, bereits im Stadium der Anhörung einen Anwalt zu konsultieren. Anstatt sich in widersprüchliche Aussagen zu verstricken, können Sie direkt auf Ihren Anwalt verweisen. Der Anwalt hat die Möglichkeit, zunächst die Ermittlungsakte anzufordern. Dieses Recht hat der Betroffene nur sehr eingeschränkt. Durch einen Blick in die Ermittlungsakte kann der Anwalt sich bereits ein objektives Bild vom Sachverhalt machen, erkennt was die Behörde weiß und vielleicht nicht weiß. Ferner erkennt er mögliche formale Fehler und hat damit im Sinne seines Mandanten einen entscheidenden Wissensvorsprung.

Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen - gerne auch per Email oder die Nutzung des Nachfragebuttons - selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Laura Schütz
Rechtsanwältin

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