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Zu viele Mängel bei einem Neuwagen

02.05.2007 13:23 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Hallo zusammen,
ich habe im Nov. 2002 einen Peugeot-Neuwagen gekauft, mit 2-jähriger Garantie (NP 22.000,- EUR).
Schon nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass es sich um ein klassisches Montagsauto handelt (viele Probleme mit der Elektronik, Kupplung defekt, Motorraum-Abdeckung weggeflogen, 2 Pannen etc. ...). Vielleicht hätte sich schon damals eine Wandlung durchsetzen lassen.
Nun ging es die ganze Zeit weiter mit Mängeln, die offenbar SYSTEMATISCH waren (zumindest gab es in den einschlägigen Foren immer wieder ´Gleichgesinnte´).
Insg. durften wir min. 15-mal in die Werkstatt, zzgl. der jährlichen Wartungen, sehr ärgerlich die ganze Geschichte...
Mir kommt das so vor, als ob wir Beta-Tester für ein unazsgereiftes Produkt waren und die Qualitätsmängel nun von uns zu bezahlen sind (da außerhalb der Garantie).
Wie schätzen Sie die Situation ein bzw. wie sollten wir uns gegenüber Peugeot verhalten?
02.05.2007 | 13:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

nach Ihrer Schilderung haben Sie den Wagen bereits vor 4 1/2 Jahren gekauft.

Aller Voraussicht nach sind die zweijährige Garantiefrist (idR gegenüber dem Hersteller) und die gesetzliche zweijährige Gewährleistungsfrist (gegenüber dem Verkäufer) bereits seit geraumer Zeit abgelaufen.

Da Sie keine Umstände schildern, durch die die Fristen dauerhaft gehemmt oder unterbrochen wurden, ist davon auszugehen, dass Sie keine weiteren Ansprüche geltend machen können. Durch die einzelnen Werkstattaufenthalte wurde die Verjährungsfrist (wenn überhaupt) nur für wenige Tage der Dauer der Reparatur gehemmt. Eine Überbrückung der weiteren 2 1/2 Jahre halte ich insoweit für ausgeschlossen.

Meines Erachtens können Sie weitere Leistungen allenfalls aus Kulanz vereinbaren, ohne das eine Rechtspflicht besteht. Nur wenn es Anhaltspunkte geben sollte, die gegen einen Ablauf der genannten Fristen sprechen (z.B. langdauernde mehrjährige Verhandlungen/Untersuchungen zur Ermittlung der Mängel oder ähnliches), empfehle ich den Vorgang vollständig einem weiteren Anwalt zur Prüfung vorzulegen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


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