1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hab ich das Recht Geld aus meiner Lebensversicherung zu verschenken?

03.11.2013 23:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


22:21

Zusammenfassung:

Schenkung im Scheidungsverfahren

Ich habe in diesem Jahr meine Lebensversicherung aufgelöst und den Auszahlungsbetrag bereits erhalten.
Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich pro Jahr 50.000 € an eines meiner Kinder steuerfrei verschenken darf. Dürfte ich auch Geld an einen minderjährigen Enkel verschenken? Wenn ja, was muss ich beachten?
Könnte ich prinzipiell im Dezember 2013 50.000 € steuerfrei verschenken und dann umgehend im Januar 2014 die nächsten 50.000 € steuerfrei verschenken? Oder müssen eventuell 12 Monate zwischen den Schenkungen vergangen sein?
Sollte ich mich scheiden lassen im nächsten Jahr (was nicht ausgeschlossen ist), hat diese Schenkung dann irgendeine Relevanz vor dem Gericht? Im Prinzip stellt die Lebensversicherung ja einen Zugewinn dar.


03.11.2013 | 23:35

Antwort

von


(720)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Prinzipiell können Sie das Geld an den minderjährigen Enkel verschenken. Der steuerliche Freibetrag beträgt 400.000 EUR für 10 Jahre von einem Schenker an einen Beschenkten. Damit würde das Geld nicht versteuert werden müssen.

Allerdings könnte die Schenkung der Zustimmung des Familiengerichtes unterliegen, hier wäre das Familiengericht an dem Wohnort des Kindes näher zu befragen, da die Gerichte dies unterschiedlich handhaben.

Allerdings kann der Schenkung die Scheidung entgegenstehen, wenn bereits die Trennung erfolgt ist. Eine "Verschwendung" des Vermögens ist nämlich nicht zulässig (Zugewinnverfahren). Zwar ist für das Zugewinnverfahren die Zustellung des Scheidungsantrags entscheidend, jedoch kann in solch einem Fall auch das Trennungsvermögen herangezogen werden.

Gerne helfen wir Ihnen im Scheidungsverfahren weiter, einfach eine Email an uns schreiben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
und Diplom-Ökonomin Dr. Corina Seiter, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 05.11.2013 | 22:08

Es gibt momentan noch keine Trennung und keine Scheidung.

Würde ich das Geld vor der Trennung verschenken, da meine Kinder finanzielle Unterstützung bei einem Wohnungskauf benötigen, wäre es dann noch relevant vor Gericht im Falle einer Scheidung? Würde das Geld dann noch zum Zugewinn hinzu gezählt werden? In dem o.g. Fall läge ja dann keine Verschwendung vor, sondern ich würde meine Kinder lediglich unterstützen.

Muss man die Vermögenswerte der letzten 6 Jahre nachweisen? Und wenn ja, hätte diese Schenkung Relevanz?

Sollte ich das Geld nicht verschenken, wird der Nachweis vor Gericht benötigt im Falle einer Scheidung, wo das Geld aus meiner Lebensversicherung verblieben ist?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.11.2013 | 22:21

Solange noch keine Trennung eingetreten ist, können Sie Ihre Kinder beim Wohnungskauf unterstützen. Es wird bei einer Scheidung und dem damit verbundenen Zugewinnverfahren der Anfangsbestand (Tag der Hochzeit) und der Endbestand (Tag der Zustellung des Scheidungsantrages) berücksichtigt - ggf. wie gesagt auch der Tag der Trennung.

Nachweise sind jedoch immer gut, vor allem, um ggf. Vorwürfen zu entgehen. Allerdings haben Sie hier ja "ehrenwerte" Motive.

Beachten Sie aber in der Ehe §1365 BGB :
Ein Ehegatte kann sich nur mit Einwilligung des anderen Ehegatten verpflichten, über sein Vermögen im Ganzen zu verfügen. Hat er sich ohne Zustimmung des anderen Ehegatten verpflichtet, so kann er die Verpflichtung nur erfüllen, wenn der andere Ehegatte einwilligt.

Das bedeutet, wen die Lebensversicherung so hoch ist, dass sie quasi "das gesamte Vermögen" oder einen sehr wesentlichen Teil beträgt, benötigen Sie hier in einer Zugewinngemeinschaft die Zustimmung Ihres Mannes.

Viele Grüße
Dr. C. Seiter


ANTWORT VON

(720)

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Internet und Computerrecht, Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Strafrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Verkehrsrecht, Tierrecht, Ordnungswidrigkeiten, Zivilrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90264 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top! Verständlich und vor allem sehr schnelle und ausführliche Antwort! 1a+****** ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und hilfreiche Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort des Anwaltes war sehr ausführlich und hat mir sehr weitergeholfen ...
FRAGESTELLER