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Unterhalt für Vater - Aufteilung unter Geschwistern?

27. Oktober 2013 14:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung:

Zum Selbstbehalt beim Elternunterhalt

Meine Schwester und ich haben einen Vater (74J) der unterhaltsbedürftig ist.
Wir leben alle in Stuttgart.

Derzeit bezahlen wir +/- freiwillig zusammen 400 Euro Unterhalt, damit seine neue Frau
(und deren Kinder, unsere 2 Halbbrüder mit nur geringem Einkommen, mit denen er in einem Haushalt lebt) ihn nicht vor die Tür setzen beziehungsweise in ein teures Altersheim verfrachten.

Frage: wie ist der Unterhalt zwischen den Geschwistern zu verteilen?

Richtet es sich nur nach dem Einkommen oder werden auch Schulden und deren Tilgung berücksichttigt.

Wie werden zu unterstützende Familienangehörige berücksichtigt?

Meine Schwester unterstützt ihre Tochter, die in einer anderen Stadt studiert,
ich habe eine Ehefrau ohne Einkommen, für die ich monatlich ca. 300 EUR für Sprachschule bezahle. (+ Private Krankenversicherung) Ich selbst verdiene ca. 35.000 EUR jährlch,
meine Schwester, die Ihr Einkommen leider vor mir verheimlicht
ist Ärztin mit eigener Praxis und verdient ca. 80.000 EUR (geschätzt)

Wir haben beide Immobilienbesitz und zahlen Hypothekenkredite ab.


Frage: wie ist der Unterhalt zwischen den Geschwistern zu verteilen, jetzt und später, wenn bis zu 3500 EURO monatlich für Heimunterbringung (abzügl. 300 Rente und 1200 EUR von Pflegekasse für Pflegestufe 2 wg Altersdemenz ) zu bezahlen sind.

Wie werden Schulden und zu ünterstützende Familienangehörige berücksichtigt?

Bitte auch Formel zur Berechnung bei bis zu 4 Geschwistern angeben.



Eingrenzung vom Fragesteller
27. Oktober 2013 | 14:47

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei der Unterhaltsberechnung ist zunächst das Nettoeinkommen zugrunde zu legen. Hiervon sind Schulden, soweit sie vor der Unterhaltsverpflichtung begründet wurden, und vorrangige Unterhaltsverpflichtungen, insbesondere gegenüber den eigenen Kindern, abzuziehen.

Darüber hinaus sind viele Positionen für Vorsorgeaufwendungen, Rücklagen für die Immobilie und ähnliches abzugsfähig.

Nach Abzug aller zu berücksichtigenden Kosten besteht ein Selbstbehalt von 1600 € zuzüglich der Hälfte des darüber hinausgehenden Betrages. Weiterhin stehen Ihnen 1280 € für den Ehepartner, soweit dieser kein eigenes Einkommen bezieht, als Selbstbehalt zu. In diesen Beträgen sind allerdings Wohnkosten von insgesamt 800 € enthalten. Erst wenn diese Einkünfte überschritten werden, beginnt die Unterhaltspflicht.

Ich bitte um Verständnis, dass eine Unterhaltsberechnung im Rahmen einer Erstberatung nicht erfolgen kann, da hierfür sämtliche Informationen über die beiderseitigen Einkünfte von Ihnen und Ihrer Schwester bekannt sein müssten.

Schulden und unterhaltsberechtigte Kinder sind jedenfalls vorab zu berücksichtigen. Ihnen und Ihrer Frau müssen jedenfalls mindestens 2880 € zuzüglich Krankenversicherungsbeitrag (abzüglich Wohnwert) verbleiben. Bei einem Einkommen von 35000 € brutto dürften sie rund 2100 € netto bei Steuerklasse III pro Monat verdienen, so dass Sie nicht leistungsfähig sind, solange Ihre Frau kein Einkommen erzielt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwältin für Familienrecht Anja Holzapfel, Rechtsanwältin

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