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Nebenkosten im Gewerbemietvertrag

20.10.2013 18:26 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich betreibe ein Geschäft in einem angemieteten Ladenlokal. Die Miete sowie die Abschlagszahlungen für die Nebenkosten bezahle ich zzgl. 19 % MwSt. Dies ist auch im Mietvertrag ordnungsgemäß vereinbart.
Meines Erachtens erstellt mein Vermieter jedoch eine falsche Nebenkostenabrechnung. Der Vermieter erhält von der Hausverwaltung eine Nebenkostenabrechnung mit den auf den Mieter umlegbaren Nebenkosten. Diese Verwalterabrechnung ist zunächst nicht zu beanstanden.
Allerdings sind auf der Verwalterabrechnung die Bruttobeträge aller Nebenkosten aufgeführt. Die enthaltene Mehrwertsteuer wird nicht aufgeschlüsselt.
Mein Vermieter rechnet nun wie folgt ab:

Gesamt Nebenkosten Brutto abzgl. Abschlagszahlungen Netto!
Genau genommen also die Bruttonebenkosten zzgl. MwSt.

Ich verliere somit die gesamte, in den Nebenkosten enthaltene, Mehrwertsteuer. Dies halte ich für nicht zulässig. Meines Erachtens müsste der Nettobetrag der Nebenkosten zzgl. 19 & MwSt. berechnet und dann mit den Brutto-Abschlagszahlungen verrechnet werden (oder der Netto-Betrag mit den Netto-Abschlagszahlungen).
Der Vermieter führt an, dass die Eigentümergemeinschaft auch aus Privatpersonen besteht und nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Somit hätte der Vermieter den Nachteil, dass er wiederum die Mehrwertsteuer aus den Nebenkosten nicht geltend machen kann.
Im Mietvertrag findet sich kein Hinweis darauf. Auch gibt es keine besonderen Vereinbarungen zu den Nebenkosten.
Darf es wirklich zu meinem Nachteil sein, dass die Eigentümergemeinschaft nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist und ist die vorliegende Berechnung des Vermieters zulässig?
Vielen Dank im Voraus für die Auskunft.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sofern auf Seiten der Vermieter Privatpersonen beteiligt sind und diese nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, ist dies das Problem der Vermieter. Die Nebenkostenabrechnung hat - wie von Ihnen richtig dargestellt - nach Nettobeträgen zzgl. Umsatzsteuer, die Ausgewiesen sein muss, zu erfolgen (sowohl bei den Abschlagszahlungen als auch bei der Jahresendabrechnung). Eine andere Art der Abrechnung ist rechtlich nicht zulässig. Sie sollten daher gegen die Nebenkostenabrechnung Widerspruch einlegen und auf eine ordnungsgemäße Nebenkostenabrechnung bestehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Nadiraschwili, Rechtsanwaltt

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