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Inkassobescheid bekommen, was tun?

| 12.09.2013 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Zusammenfassung:

Bei "Abofallen" im Internet sollte innerhalb der 14 Tage Frist der Widerruf erklärt werden, desweiteren sollte die Willenserklärung wegen arglistiger Täuschung und Irrtum angefochten werden. Auch eine fristlose Kündigung sollte vorsorglich ausgesprochen werden.

Hallo,
ich habe auf Facebook die Werbung des online-businessportal.de gesehen in dem äußerst
günstig Waren angeboten werden. Ich habe dann weil es mein Interesse geweckt hat die Registrierung durchgeführt. Weil mir suggeriert wurde, dass ich mich zum informieren anmelden muss, hatte ich die versteckten Pseudo AGB Informationen nicht entdeckt und mich als Gewerbetreibender angemeldet. Geschweige denn, das mir jemals solch ein b…. Geschäftsgebahren untergekommen wäre.

Ich habe sofort nach dem Erhalt der 1. Zahlungsaufforderung reagiert und wie folgt schriftlich geantwortet:

Herr D... J..., T... W...:
Zwischen b2... und ... ist es zu keiner Zeit zu einem gültigen Vertrag gekommen.
Im Gegensatz bei Ihrem Angebot via Internet handelt es sich um eine arglistiger Täuschung gem. Preisangabenverordnung (§ 1 Abs. 6 PAngV, Verpflichtung zur Preisklarheit und Preiswahrheit, sofort erkennbar und deutlich sichtbare Auszeichnung...), einer Verletzung gem. § 305c BGB (überraschende Klausel), arglistige Täuschung (§ 123 BGB ) sowie Verstoß gegen Treu und Glauben (§ 307 BGB ) und Nichtigkeit des untergeschobenen kostenpflichtigen Vertrags.
Wir haben gleichzeitig Beschwerde bei der „Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. Frankfurt/Main" eingereicht.
Wir fordern Sie gleichzeitig auf jeglichen weiteren Postverkehr sofort zu unterlassen.
Sollten Sie nicht unverzüglich unserer Aufforderung nachkommen, werden wir weitere juristische Schritte gegen Sie einleiten.

Ich erhielt nun weiter lfd. Post und zwischenzeitlich eine Zahlungsaufforderung eines Inkassobüros.

Wie soll ich mich weiter verhalten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


Ich rate Ihnen nicht zu zahlen. Es handelt sich um ein Angebot, welches zum Inhalt hat den Kunden zu täuschen, insbesondere einen Vertragsabschluss herbeizuführen ohne das dies der Nutzer wollte. ich habe mit dieser Seite und den Vorgängerseiten und ähnlichen Angeboten bei Erfahrung in der Praxis gemacht. Hier wird über die Registrierung als Gewerbetreibender versucht das gesetzliche Widerrufsrecht zu umgehen. Sie haben sich richtig verhalten. Wenn Sie Verbraucher sind, sollten Sie vorsorglich auch noch den Widerruf Ihrer Willenserklärung abgeben. Ich gehe aber bereits wie Sie davon aus, dass ein wirksamer Vertrag
nicht zustande gekommen ist. Wichtig ist, dass Sie den Zugang von Widerruf und Anfechtung nachweisen können, daher ist es sinnvoll derartige Erklärungen per Fax abzugeben, denn so haben Sie einen Zugangsnachweis.

Sie sollten gegenüber dem Inkassobüro nochmals die Erklärungen abgeben, oder besser, einen Anwalt einschalten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ohne Anwalt immer wieder Mahnungen erfolgen. Sollte ein Mahnbescheid zugestellt werden, müssen Sie Widerspruch einlegen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass versucht wird Ansprüche einzuklagen, halte ich für gering.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 11.01.2014 | 13:38

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