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Nachzahlung Stromkosten für 8 Jahre zulässig?

26.08.2013 17:40 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Um eine Forderung aus der Stromrechnung gerichtlich durchsetzen zu können, muss der Stromversorger darlegen, wieviel Mengen Strom verbraucht wurden. Wenn er dies nicht kann, da er sich nie Zugang zum Stromzähler verschafft hat, sind seine Aussichten schlecht.

Hallo,

wir haben ein Problem mit unserem Stromlieferanten. Aufgrund baulicher Mängel konnte eine uns gehörende Wohnung seit 8 Jahren nicht mehr vermietet werden. Der letzte Mieter meldete sich damals bei dem Energieversorger ab. Jetzt bekommen wir, nachdem das Haus abgerissen wurde und obgleich über die Jahre in der Wohnung kein Strom verbraucht worden ist, zum ersten Mal (!!) Rechnungen des Ernergieversorgers für die Zeit ab dem 01.01.2006, dessen Zähler in der Wohnung installiert war. Obgleich meine Adresse, ich wohne 100km entfernt, dem Energieversorger bekannt war, wurde mir über all die Jahre weder eine Stromr-Rechnung für die Wohnung zugeschickt, noch wurde ich zur Abgabe des Zählerstands aufgefordert. Ebenso verlangte man nie einen monatlichen Abschlag für die Stromkosten von mir.
Ich kann mir den Stromverbrauch von über 6.200,- € (so die Rechnungen) nicht erklären. Das ich für den Zähler zahlen muss, leuchtet mir ein. Ich habe mit dem Energieversorger telefoniert und man erklärte mir, dass man mich rückwirkend für die 8 Jahre angemeldet habe und im Zeitpunkt des Hausabrisses den Vertrag beendet hat. Daher müsse ich für diese Jahre jetzt die mir 8 zugesandten Schlussrechnungen von 6.000,- zahlen. Eine Verjährung gäbe es hier nicht, da die Rechnungen erst jetzt ausgestellt worden sind.
Ich verstehe das Ganze nicht. Dass ich für die letzten 3 Jahre zahlen muss, kann ich noch verstehen, aber für die Jahre davor? Und wieso gikt die Verjährung nicht?

Vielen Dank für Ihre Antwort

AP-Bienchen
26.08.2013 | 18:38

Antwort

von


(563)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt, wobei ich wie gewünscht mit geringer Detailtiefe ausführe:

Gemäß § 17 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Elektrizität aus dem Niederspannungsnetz wird die Stromforderung erst nach Zugang der Rechnung fällig, so dass der Versorger in der Tat argumentieren kann, dass die Stromforderungen erst nachträglich fällig wurden.

Allerdings ist zu bedenken, dass der Stromversorger ja den Verbrauch belegen muss. Wenn Sie mitteilen, dass niemand in der Wohnung wohnte und auch kein Strom z.B. für die Heizung verbraucht werden konnte, niemand den innenliegenden Stromzähler abgelesen hat (der auch kein Funkzähler war?), dann wird dies schwierig. Aus diesem Grund könnte es möglicherweise für den Versorger schwierig werden, die Stromforderung gerichtlich durchzusetzen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

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