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Maklerprovision für zweites Haus

01.08.2013 14:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
Im letzten Jahr haben wir über einen Makler ein Grundstück (Bauland) in Österreich in den Bergen erworben. Der Makler hat auch einen Bauträger vermittelt. Eine Baugenehmigung lag ebenfalls schon vor. Es sollten 2 Wohnhäuser auf einem noch zu teilenden Grundstück entstehen. Wir erwarben eines dieser noch zu bauenden Wohnhäuser incl. Grundstück. Für das andere Wohnhaus gab es andere Interessenten. Der Makler bekam seine Provision für das schlüsselfertige Haus (gem. Expose) und das Grundstück. Wie wir mittlerweile durch die Verkäuferin erfahren haben, ist das andere Grundstück nicht verkauft worden. Der Maklervertrag ist mittlerweile ausgelaufen und wir beabsichtigen evtl. das zweite Grundstück ebenfalls zu kaufen. Der ehemalige Makler bekam davon Wind und schickte uns das Expose der beiden Wohnhäuser zu. Wir haben auf diese E-Mails nicht geantwortet, da wir ja mit den Verkäufern gesprochen hatten. Nun ist meine Befürchtung, dass der Makler, trotz des abgelaufenen Maklervertrages, anspruch auf die Provision zumindest für die Vermittlung des Grundstückes hat. Wir hatten zwar den ersten Kontakt über den Makler, er bekam jedoch auch dafür seine Provision. Das wissen über das noch zu verkaufende Grundstück erhielten wir von den Verkäufern und nicht vom Makler. Der Makler gab auf unsere Anfrage wann den der Baubeginn des anderen Hauses sei die Auskunft, er wäre in abschließenden Verhandlungen mit Interessenten. Da die Vermietung besser als geplant läuft und zusätzlich ziemlich sicher ist, dass die Liftanlagen (Haus liegt direkt an der Skipiste) erneuert werden, haben wir uns auch erst jetzt für den Kauf des zweiten Grundstückes entschieden.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Hier wird es auf den Einzelfall ankommen. Grundsätzlich genügt es für das Entstehen der Maklerprovision, dass der Makler einen kausalen Beitrag zum Zustandekommen des Geschäftes leistet, der - so die Rechtsprechung - "nicht ganz unerheblich ist". Eine allgemeingültige und entscheidungsfeste Einschätzung kann ich Ihnen daher nicht liefern. Sofern es zu einem Rechtstreit kommt, wird hier die persönliche Wertung des Richters entscheidend sein. Grundsätzlich denke ich jedoch, dass es sich vorliegend um Vermittlungsleistungen handelt und insofern die Anforderungen an die kausale Tätigkeit des Maklers nicht allzu hoch angesetzt werden. Daher besteht tatsächlich eine begründete Vermutung, dass der Makler zum einen eine Abrechnung vornehmen wird und zum anderen auch eine Gefahr dafür besteht, dass er diese auch erhält.

Leider kann ich Ihnen derzeit keine positivere Auskunft erteilen.

Bitte beachten Sie, dass diese Webseite lediglich dazu dient, Ihnen einen erste Einschätzung zur Rechtslage zu liefern. Eine ausführliche und persönliche Beratung soll und kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Jan-Torben Callsen, Rechtsanwalt

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