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Schaden durch Hochwasser - Haftung wegen fehlender baulicher Schutzmaßnahmen?

24.06.2013 11:34 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Zusammenfassung:

Umweltkatastrophen wie Hochwasser, begründen nur dann einen Anspruch gegen den Bauträger, wenn die eingetretenen Schäden auf eine mangelhafte Bauplanung bzw. -ausführung basieren, was durch einen Sachverständigen zu ermitteln ist.

Bei dem Hochwasser vom 02./3.06. 2013 ist das gesamte Kellergeschoß unserer 5-Fam.-Wohnanlage bis zur Kellerdecke vollgelaufen. Wir sind Eigentümer im EG und hatten einen Hobbyraum im UG. Zusätzlich ist Feuchtigkeit in die Dämmschicht unter dem Estrich im Erdgeschoß eingedrungen; das Wasser stand rings um das Haus bis zu dieser Höhe.
Unser Haus ist das neueste und modernste (Erstbezug März.2010, Baujahr 2009) in dieser Lage und hat den größten Schaden davongetragen.
Hätte der Bauträger ausreichende Schutzmaßnahmen bei der Projektierung einplanen und durchführen müssen?
Ist der Bauträger als Verantwortlicher für das Gesamtvorhaben in der Verantwortung für die Schäden?
Ist der Bauträger verpflichtet Maßnahmen mitzutragen, die eine erneute Katastrophe verhindern?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten darf.

Die entscheidende Frage Ihres Falles ist, ob der Bauträger Ihnen ein mangelhaftes Objekt verkauft hat, da dieses dem Hochwasser nicht stand gehalten hat. Diese Frage ist eine tatsächlich, die allein von einem Sachverständigen hinreichend beantwortet werden kann.

Selbstverständlich ist der Bauträger verpflichtet, den Mindeststandard zu erbringen. Ob er ihn in Ihrem Fall erbracht hat, muss ein Sachverständiger klären. Es sollte geklärt werden, ob Ihr Haus zunächst in einer Hochwassergefährdeten Lage liegt und mit sog. Sperrputz versehen wurde. Auch sollte geprüft werden, ob Ihr Vertrag eine wasserdichte Wanne vorsieht, sog. schwarze bzw. weiße Wanne.

Sollte der Mindeststandard nicht erfüllt worden sein, wofür die Tatsache spricht, dass allein Ihr Haus überflutet wurde, obwohl es das Modernste in der Umgebung ist, dann haftet der Bauträger für den entstandenen Schaden.

Der Bauträger hat die entstandenen Mängel zu beseitigen, d.h. er muss die beschädigten Sachen ersetzen.

Weiter wäre er verpflichtet, das Haus selbst auch mangelfrei zu bekommen, d.h. die Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass das nächste Hochwasser wieder zu einer Katastrophe wird. Allerdings schuldet Ihnen Ihr Bauträger nur den Mindeststandard, wenn Sie nichts anderes vereinbart haben. Sollte Ihr Grundstück besonders hochwassergefährdet sein, dann ist Ihr Haus mangelhaft, wenn es den üblichen Hochwassern nicht stand hält.

Ich empfehle Ihnen zunächst einen Sachverständigen mit der Frage zu beauftragen, ob der Hochwasserschaden auf eine fehlerhafte Bauplanung- bzw. -ausführung zurückzuführen ist. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie den Bautträger mit dem Gutachten konfrontieren, um Ihre Ansprüche durchzusetzen.

Gerne helfe ich Ihnen dann weiter, was aufgrund meiner regelmäßigen Aufenthalte in Ingolstadt und München für mich unproblematisch wäre.

Ansonsten hoffe ich, meine Ersteinschätzung hat Ihnen etwas Rechtsklarheit gebracht, wenngleich sie keine persönliche Beratung ersetzen kann.

Bei Verständnisfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrage-Option.

Im Übrigen freue ich mich über Ihre positive Bewertung.

Herzlich grüßend
Ihr
RA Jönsson

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