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Stornieren eines Handwerkerauftrags

25.05.2013 08:35 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Sehr geehrtesTeam,
ich habe letztes Jahr September 2012 bei einem Metallbauer ein Tor mass geschneidert in Auftrag gegeben.Dies erfolgte mündlich.Es gibt kein schriftlicher Vertrag.
Gleichzeitig wollte ich auch einen Kostenvoranschlag.Bisher habe ich noch kein Kostenvoranschlag gesehen und mehrmals angfragt ob das Tor fertig ist und wann die Arbeiten beginnen.Ich wurde bis jetzt mitte Mai mit irgendwelche Ausreden hingehalten.Ich habe jetzt eine Frist gesetzt bis Ende Mai 2013. Bis dahin sollte alles abgeschlossen sein.
Bisher hat sich aber niemand gemeldet.
Am liebsten würde ich gerne das ganze Stornieren und den gleichen Auftrag an eine andere Firma geben.
Meine Frage:Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen?Muss ich dass Tor bezahlen??
Es gibt ja auch kein schriftl Vertrag und er hat noch nicht mit den Arbeiten angefangen!!

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich können Sie diesen Werkvertrag (der wie jeder andere Vertrag auch mündlich geschlossen werden kann) jederzeit ordentlich kündigen. Allerdings kann der Handwerker dann die vereinbarte Vergütung abzüglich seiner ersparten Aufwendungen verlangen – mangels anderer Nachweise wären dies laut gesetzlicher Vermutung 5 Prozent des Werklohns, § 649 BGB.

Da in Ihrem Fall aber schon mehrere Monate vergangen sind und der Handwerker trotz mehrfacher Nachfragen und ausdrücklicher Fristsetzung nicht mit der Ausführung des Auftrags begonnen hat, dürfte in Ihrem Fall auch eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund zulässig sein. Bei einer außerordentlichen Kündigung entfällt die Vergütung für noch nicht erbrachte Leistungen komplett.

Insofern würde ich Ihnen raten, den Vertrag außerordentlich aus wichtigem Grund zu kündigen. Hilfsweise können Sie in dem Schreiben auch die ordentliche Kündigung erklären. Bei unterstellter Zulässigkeit der außerordentlichen Kündigung wegen unzumutbarer beträchtlicher Verzögerung trotz Fristsetzung müssten Sie den Handwerker auch nichts bezahlen, da er noch nicht mit der Arbeit angefangen hat.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen

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