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Lebensgefaehrte der Mutter schlaegt meinen Sohn. (Bitte nur Anwalt im Raum Berlin)

| 27.04.2013 17:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Wenn das Kindeswohl durch das Zusammenleben mit der sorgeberechtigten Mutter gefährdet ist, kann auch der Vater eines nichtehelichen Kindes das Sorgerecht bzw. das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen

Ich bitte um Antworten aus dem Raum Berlin/Brandenburg).
Als getrennt lebender Vater habe ich Probleme mit der Muttter meines, bei ihr lebenden, Sohnes. Im Februar 2007 trennten wir uns, mein damals 7 Jahre alter Sohn Tobias lebt seitdem mit seiner Mutter in Brandenburg. In den letzten Jahren hat die Mutter immer mehr den Kontakt mit mir abgebochen, auch Besuche meines Sohnes bei mir wurden zunehmend unterbunden. (Ich arbeite im Ausland) Selbst als ich ueber Silvester nach Deutschland kommen wollte wurde ein Treffen mit ihm nicht akzeptiert. Jetzt habe ich ueber ein Familienmitglied der Mutter erfahren das mein Sohn grosse Schwierigkeiten hat. Der Lebensgefaehrte der Mutter schlaegt ihn, Mutter und Sohn haben wohl mehrfach deshalb bei Minusgraden im Auto geschlafen, auch die Polizei war schon da. Mein Sohn ist mehrfach von der Schule suspendiert worden, soll kaum noch hingehen. Die Mutter behauptet meinem Sohn gegenueber sie wolle den Mann verlassen, aber ich haette Zahlungen eingestellt und deshalb ginge das nicht. Das Jugendamt hat ihr wohl finanzielle Hilfe angeboten, die sie aber abgelehnt hat. Mein Sohn soll auch schon in einer Notunterkunft fuer Kinder geschlafen haben. Mein Sohn selber sprach mir gegenueber von Selbstmordversuch und psychologischer Behandlung, sowie einem Unfall mit dem Aussenborderboot des Lebensgefaehrten, usw.. Mein Sohn wird im Juli 14 Jahre alt.
Ich denke ich muss nach Deutschland kommen um diese Situation soweit moeglich zu klaeren. Welche Moeglichkeiten habe ich? Jugendamt, Anzeige gegen Lebensgefaehrten, Unterbringung in Betreutem Wohnen, etc. ? Herzlichen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten zunächst Kontakt mit dem zuständigen Jugendamt aufnehmen und die Mitarbeiter dort über Ihre Informationen in Kenntnis setzen. Die Möglichkeit, Strafanzeige gegen den Partner der Kindesmutter zu erstatten besteht unabhängig davon. Wenn Sie sicher sind, dass es hier zu Gewalttätigkeiten gekommen ist, wäre dies sinnvoll.

Das Jugendamt wird voraussichtlich Kontakt zu Mutter und Kind aufnehmen und durch das Anbieten von Hilfestellung versuchen, die Situation für Ihr Kind zu verbessern. Sollte das innerhalb der Familie dort nicht möglich sein, kann das Jugendamt auch gerichtliche Maßnahmen einleiten, bei denen das Kind aus der Familie genommen und - als letzte Maßnahme - der Mutter das Sorgerecht entzogen werden kann.

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, dass Sie die Übertragung des Sorgerecht beim örtlich zuständigen Familienrecht auf sich beantragen, wenn bisher die Mutter die alleinige elterliche Sorge hat oder Sie die gemeinsame elterliche Sorge haben.

Wenn Sie die elterliche Sorge (oder das Aufenthaltsbestimmungsrecht) auf sich übertragen lassen, entscheiden Sie, wo das Kind in Zukunft lebt. Ob es Ihre Situation zulässt, dass Ihr Sohn bei Ihnen lebt, lässt sich ohne nähere Kenntnis Ihrer Situation nicht beurteilen. Ggf. wird das Jugendamt Sie unterstützen. Hier kommt - je nach den örtlichen Gegebenheiten - u. U. betreutes Wohnen oder eine Pflegefamilie in Betracht, wenn weder Sie noch andere nahe Verwandte in der Lage sind, das Kind aufzunehmen.

Sollte in der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt eine für Sie und Ihren Sohn tragbare Lösung nicht gefunden werden, empfehle ich Ihnen, einen am Wohnort Ihres Sohnes ansässigen und auf Familienrecht spezialisierten Anwalt zu beauftragen, der ggf. einen Antrag auf Übertragung des Sorgerechts für Sie stellt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwältin für Familienrecht Anja Holzapfel, Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 30.04.2013 | 03:32

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