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Propofol falsch injiziert / Schmerzensgeld?

09.04.2013 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Guten Tag,
ich hatte hatte gestern eine Magenspiegelung im Krankenhaus. Die gesamte Situation schien mir sehr unprofessionell und nicht besonders Patientenorientiert, aber das nur am Rande. Als ich eingetroffen bin fragte mich eine Schwester nach der Einverständniserklärung. Ich gab sie ihr mit dem Hinweis das ich nch nicht unterschrieben habe, weil ich noch kein einziges Gespräch mit irgendjemandem hatte und ich auf diesem Formular bestätigen sllte das ich über alles aufgeklärt wurde. Das befand die Schwester wohlfür nicht notwendig und verlangte meine Unterschrift damit es weitergehen kann. Ich unterschrieb. Als ich in den Raum geschoben wurde in dem die Gastropie stattfand legte mir die besagte Schwester einen zugang. Sie wunderte sich darüber das kein Blut in die Kanüle zurücklief und schaute mich fragend an. Sie wunderte sich weiterhin und meinte dann noch "komisch da ist ja gar kein druck hinter". Ich hatte große angst und fragte alle beteiligten nochmal (es waren noch zwei weitere Schwestern anwesend) ob ich denn geich auch schlafen würde. Die besagte Schwester "witzelt" und sagt grinsend NEIN. Die anderen bestätigten dann aber das ich gleich einschlafen werde.
Nachdem der Arzt sich kurz vorstellte und ich auf der Seite lag bekam ich einen Ring in den Mund und ich spürte das eine Schwester die Spritze ansetzte. Ich bemerkte das ich etwas schläfrig wurde und schloss meine Augen, weil ich davon ausging das ich gleich einschlafe. Ich schlief nicht ein!
Ich hörte den Arzt sagen JETZT und er schob ruckartig den Schlauch in meinen Hals. Dagegen wären konnte ich micn nicht, weil ich den Ring im Mund hatte und total geschockt war. Da alle beteiligten davon ausgingen das ich schlafen werde habe ich keinerlei Betäubung im Mund und Rachen bekommen. Ich war total panisch und zeitgleich nicht in der Lage um Hilfe zu rufen oder sonstiges, weil ich mit der bewältigen von extremen Würgekrämpfen und meiner Angst zu ersticken beschäftigt war. Ich vermute das die Situation das ich eigentlich schlafen müsste und ich ebend wusste das ein Fehler passeirt ist meine Angst ins unermässliche steigen ließ. Ich habe mich stark verkrampft und hatte meine Augen weit aufgerissen, weswegen der Arzt dann endlich (erst einige Minuten später) bemerkte das ich wach bin. Er sagte einer Schwester "sie ist wach, nachspritzen!". Die Schwester spritze mir also munter noch mehr ins Gewebe und ich bekam mit wie sich alle darüber wunderten das ich nicht einschlief, aber die Untersuchung wurde nicht abgebrochen. Ohne besndere Teilnahme oder überhaupt eine Ansprache in meine Richtung wurde ich nach der Prozedur ins Aufwachzimmer geschoben, wo endlich jemand auf mich reagierte. Die Schwester die dort auf mich wartete fragte mich warum ich denn gar nicht mehr schlafe. Ich sagte ihr eine halbe Stunde lang das ich nie geschlafen habe und ich höllische Schmerzen im Arm habe. Sie schaute sich meinen Arm kurz an, aber befand alles als zufrieden stellend. Ich wiederholte meine Sorge immer wieder, weil mein Arm mehr als weh tat. Als der Arzt kam shien er nur wenig Zeit zu haben und verlor kein Wort über die gesamte Situation sondern lediglich über den Befund. Ich war war so verwirrt und zweifelte schon an meinem Urteilsvermögen das ich nichts mehr sagte und die Klinik verließ. Ich konnte den ganzen Tag und die ganze Nacht an nichts anderes denken. Ich könnte unentwegt weinen, weil es so schrecklich war. Heute, einen Tag später ist mein Arm knallrot und dick angeschwollen. meine Hausärztin bestätigte das es falsch injiziert wurde. ich bin die ganze Woche krank geschrieben und kann meinen Arm vor schmerzen kaum bewegen.
Was soll ich jetzt tun? Ich habe Angst vor langszeitfolgen und ich möchte das ganze nicht so einfach hinnehmen. Hier in 48429 Rheine finde ich keinen anwlt der auf medzinische fälle spezialisiert ist. Habe ich überhaupt das Recht auf Schmerzensgeld?
Freundliche Grüße
09.04.2013 | 16:24

Antwort

von


(143)
Mühltorstr. 9/1
71364 Winnenden
Tel: 07195/589260
Web: http://www.rems-murr-kanzlei.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Sie haben den Einsatz Ihrer Frage auf das Mindestgebot reduziert, wshalb ich mich auf das wesentliche Beschränken werde. Dies bitte ich Sie bei einer etwaigen Bewertung zu berücksichtigen.

Grundsätzlich haben Sie im Rahmen eines Arzthaftungsprozesses dann Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn im Rahmen der Behandlung eine Pflichtverletzung beruhend auf dem Behandlungsvertrag begangen wurde, und Ihnen daraus resultierend ein Schaden (weitere Schmerzen, Einschränkungen Beruf/Alltag) entstaden ist.

Ihre Schilderung zu Grunde gelegt spricht hier einiges dafür, dass Sie eine Forderung geltend machen können und diese auch durchsetzen werden.

Ich rate Ihnen, hier einen Anwalt zu beauftragen. Dieser wird die Patientenakte mit den dazugehörigen Dokumentationen des Ablaufs anfordern. Zusätzlich wird er sich bemühen, über Ihre Krankenkasse den sog. medizinischen Dienst einzuschalten. Dieser würde (für Sie kostenlos) ein Gutachten erstellen lassen um einen Haftungsgrund herauszuarbeiten.

Anhand dieses Gutachtens und der Prüfung der Unterlagen kann man dann an das Krankenhaus herantreten, um die Forderung geltend zu machen.

Wie hoch dieser Anspruch sein kann/wird, lässt sich ohne persönlichen Kontakt von hier aus nicht beziffern.

Fakt ist, sollte hier eine fehlerhafte Behandlung vorliegen, so haftet der Verursacher (bzw. seine Versicherung) auch für etwaige Folgeschäden die auf dieser Behandlung resultieren.

Sie können sich gerne für eine weitere Bearbeitung Ihres Falles an unsere Kanzlei wenden. Die Entfernung (Kanzlei/Wohnort) spielt dafür keine Rolle.

Die Kontaktdaten können Sie meinem Profil entnehmen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen hinsichtlich einer ersten Einschätzung weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Philipp Wendel


ANTWORT VON

(143)

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71364 Winnenden
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