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Grundbuchamt will Erbschein obwohl Alleinerbe und notariell beglaubigtes Testament

06.04.2013 14:33 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung:

Zum Nachweis der Erbfolge gegenüber dem Grundbuchamt.

Hallo,

ich wende mich nun mit letzter Hoffnung an Sie, da uns keiner so recht Bescheid geben kann.

letztes Jahr ist mein Großvater verstorben (meine Großmutter ist schon länger tot).
Meine Mutter ist das einzige Kind und hat zu Lebzeiten von meinem Großvater eine Generalvollmacht erhalten.

Des Weiteren existierte ein handschriftliches Testament meiner Großeltern, aus welchem eindeutig hervorgeht, daß meine Mutter als Alleinerbin alles erben soll nach dem Tod der beiden. Dieses Testament wurde damals auch notariell beglaubigt.

Das Amtsgericht hat nach dem Tode ein sog. Eröffnungsprotokoll gefertigt, in dem auch nochmal auf das Testament verwiesen wird.

Nun hat meine Mutter unter anderem ein Haus und Grundstücke geerbt.
Das Grundbuchamt weigert sich aber ohne Erbschein den Eigentümer umzuschreiben und sagt, daß es nur mit diesem Erbschein geht.

Das kann doch aber gar nicht sein bei einem Alleinerben und notariell bestätigtem Testament!

Sogar den Banken hat die Generalvollmacht für alles genügt!

Was raten Sie uns ?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

I.K.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
Wie der Nachweis der Erbfolge gegenüber dem Grundbuchamt geführt werden muss ist in § 35 Abs. 1 Grundbuchordnung (GBO) geregelt, der wie folgt lautet:

"Der Nachweis der Erbfolge kann nur durch einen ERBSCHEIN geführt werden. Beruht jedoch die Erbfolge aauf einer Verfügung von Todes wegen, die in einer öffentlichen Urkunde enthalten ist, so genügt es, wenn an Stelle des Erbscheins die Verfügung und die Niederschrift über die Eröffnung vorgelegt werden; erachtet das Grundbuchamt die Erbfolge durch diese Urkunden nicht für nachgewiesen, so kann es die Vorlegung eines Erbscheins verlangen."

2.
Nach Ihrer Schilderung liegt nur ein handschriftliches Testament vor, kein notariell beurkundetes Testament.

Dies reicht zum Nachweis der Erbfolge gegenüber dem Grundbuchamt NICHT aus.
Dass das handschriftliche Testament nach Ihren Angaben von einem Notar beglaubigt wurde, genügt nicht. Es spielt gegenüber dem Grundbuchamt auch keine Rolle, ob ein Alleinerben oder mehrere Erben eingesetzt sind.

3.
Das Grundbuchamt verlangt zu Recht die Vorlage eines Erbscheins. Ihre Mutter muss daher beim Nachlassgericht einen Erbschein beantragen und den Erbschein alsdann dem Grundbuchamt vorlegen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt

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