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Unterhaltsrückforderung nach Vaterschaftstest

| 19.02.2013 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


18:27

Vor 25 Jahren hab ich exakt 3 Monate nach einem One-night-stand mitgeteilt bekommen, dass ich Vater werde. Da ich die Kindesmutter vorher nicht gut kannte, konnte ich mir nicht sicher sein, dass ich wirklich der Kindesvater bin. Von den Zeitabläufen her war es aber durchaus wahrscheinlich. Private Vaterschaftstest gab es ja damals noch nicht und eine Vaterschaftsanfechtung konnte ich mir nicht leisten, da ich in dem Falle, dass ich den Prozess verliere, auch alle Kosten einschl. des damals sehr teuren amtlichen Vaterschaftstest hätte tragen müssen. Ich hab dann nur privat recherchiert und bis zum heutigen Tag hatte ich keinerlei begründete Zweifel. Allerdings wurde mir von der Mutter nach kurzer Zeit der Kontakt zu dem Kind verwehrt, was nach dem damaligen Recht nicht schwierig war. Als unehelicher Vater hatte man fast keine Rechte, nur Unterhalt zahlen durfte man. Ich hab dann 18 Jahre lang brav Unterhalt gezahlt. Diese Zahlungen wurden von mir immer direkt an das jeweils zuständige Jugendamt gezahlt, da ich zu der Kindesmutter keinen direkten Kontakt wollte. Insgesamt kam eine Summe von über 125.000 DM zusammen. Dieses wurde mir nach Eintritt der Volljährigkeit durch das Jugendamt bestätigt.

Das Kind hat sich nie bei mir gemeldet, obwohl meine Adresse immer bekannt war, es gab keinen Kontakt. Nun nach 25 Jahren hat er den Kontakt doch zu mir gesucht, da inzwischen seine Mutter verstorben ist und er erfahren hat, dass alles Schlechte, was seine Mutter ihm immer über mich erzählt hat, nie der Wahrheit entsprach. Nun kommt für mich natürlich der alte Zweifel wieder hoch, zumal er auf Fotos absolut keine Ähnlichkeit mit mir hat. Ich hab mich erkundigt, dass es nun günstige private Vaterschaftstest gibt, die sogar anerkannt sind, wenn sie mit Einverständnis und Zeugen ordnungsgemäß zustande kommen.

Frage: Sollte sich herausstellen, dass ich nicht der Kindesvater bin, kann ich dann meine Unterhaltszahlungen zurückfordern und wenn ja, von wem? Vom Jugendamt? Vom Kind? Von einem unbekannten sicher nicht mehr ermittelbaren biologischen Vater? Wie sind hier die Beweislasten?

19.02.2013 | 10:49

Antwort

von


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Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Sie haben, falls sich herausstellen sollte, dass Sie nicht der biologische Vater sind, Rückzahlungsansprüche wegen des Unterhaltes grundsätzlich nur gegen den biologischen Vater. Ob der noch festgestellt werden kann, nachdem die Kindesmutter gestorben ist, ist sehr zweifelhaft.

Ansprüche gegen das Kind oder das Jugendamt sind nicht gegeben, da Sie aufgrund Ihres Anerkenntnisses gezahlt haben. Sie hätten schon seinerzeit einen Vaterschaftstest machen können. Die von Ihnen angesprochene Kostenfrage haben Sie falsch bewertet, weil auch damals Sie bei entsprechend geringen Einkünften Anspruch auf Prozesskostenhilfe (damals Armenrecht) gehabt hätten.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 19.02.2013 | 18:19

Wenn die Unterhalts-Rückzahlungsansprüche praktisch ausgeschlossen sind, welche rechtlichen Vor- und Nachteile könnten sich ansonsten bei einer nachträglichen Anfechtung der Vaterschaft ergeben (vorausgesetzt, es würde sich herausstellen, dass ich nicht der biologische Vater bin)? Was würden Sie mir raten?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.02.2013 | 18:27

Die Frage der Vaterschaft hat ja nicht nur unterhaltsrechtliche Gesichtspunkte, sondern auch erbrechtliche.

Von daher empfiehlt sich schon eine Klärung dieser Frage.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 21.02.2013 | 05:36

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