1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kindesunterhalt Sonderbedarf

10.02.2013 16:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Hallo,

Ersteinmal die bestehende Situation: Ich zahle für meinen Sohn(12) Unterhalt nach Stufe 3 der Düsseldorfer Tabelle. Er lebt bei meiner geschiedenen Frau und wir haben geteiltes Sorgerecht. Meine Ex-Frau ist wieder verheiratet, hat ein weiteres Kind(7) mit ihrem neuen Mann und geht geringfügig arbeiten.

Ich habe jetzt einen Brief von ihrem Anwalt erhalten in dem ich aufgefordert werde Sonderbedarf für eine Brille(anteilmäßig 1/2 = 72,50€) und eine Klassenfahrt(anteilmäßig 1/2 = 103,50€) binnen einer Woche zu zahlen.
Die Fakten dazu sind:
1. Es wurden zum Zeitpunkt des Brillenkaufs bereits anteilmäßig für mich 100€ von einem Verwandten in meinem Auftrag an meine Ex-Frau bezahlt.
2. Die Klassenfahrt findet im April statt und es ist bereits seit Juli letzten Jahres bekannt das diese durchgeführt wird.

Ich habe folgende Fragen zu der Situation:
1. Die Mutter meines Sohnes hat ja, so wie es scheint, in Bezug auf die Brille gelogen da sie hier nochmals die hälfte der Kosten haben möchte. Das das Geld bereits gezahlt wurde kann natürlich bezeugt werden. Wie soll ich auf so etwas reagieren?
2. Bin ich verpflichtet für eine Klassenfahrt die bereits seit so langer Zeit geplant ist und auch relativ günstig ist noch Sonderbedarf zu zahlen? Sollte dies nicht durch die monatlichen Unterhaltszahlungen mit gedeckt sein?
3. Kann ich persönlich dem Anwalt zurück schreiben und meine Position erklären? Oder sollte ich mir auch einen Anwalt nehmen der mich in dieser Angelegenheit unterstützt und entsprechend reagiert?

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,


unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten, wobei ich darauf hinweise, dass Sie sich mit dem Mindesteinsatz für eine detailarme Antwort entschieden haben:

Bei der Klassenfahrt ist umstritten, ob die Vorhersehbarkeit den Sonderbedarf ausschließt. Hier gibt es unterschiedliche Entscheidungen verschiedener Gerichte. Die Frage ist allerdings, ob die Kosten aus dem Unterhalt angespart werden können, was bei der dritten Einkommensgruppe zumindest fraglich ist. Die Grenze wird hier in aller Regel bei der 6. Einkommensstufe gezogen. Es besteht somit ein Risiko, dass bei einer gerichtlichen Entscheidung eine Kostentragungspflicht (anteilig) Ihrerseits festgestellt wird.

Bezüglich der Brille können Sie darauf hinweisen, dass Sie sich (über einen Dritten) bereits beteiligt haben, und zwar mit mehr als 50 %. Dafür kommt es auf die Frage, ob es sich um Sonderbedarf handelt, nicht mehr an, weil Sie nicht noch einmal zahlen müssen.

Grundsätzlich können Sie sich selber an den Anwalt wenden und darauf hinweisen (ggf. Zahlungsnachweis beifügen!), dass Sie die Brille bereits anteilig gezahlt haben. Bezüglich der Klassenfahrt müssen Sie entscheiden, ob Sie sich hälftig beteiligen, die Beteiligung ablehnen und es auf ein gerichtliches Verfahren ankommen lassen (dann brauchen Sie einen Anwalt) oder ob Sie aufgrund der Vorhersehbarkeit der Kosten einen geringeren Anteil (z. B. 50 € mit dem Hinweis, dass Sie einen größeren Anteil von der Brille übernommen haben) anbieten, wenn auf weitere Forderungen bzgl. der Klassenfahrt verzichtet wird.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Häufig ergeben sich dabei Details, die zu einer anderen Bewertung führen.

Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 73644 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Als Nicht-Jurist kann ich natürlich die Qualität der Aussagen kaum bewerten, da vertraue ich einfach auf die Fachkompetenz des Anwaltes. Herr Richter hat aber extrem schnell und auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten reagiert ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klare, gut verständliche und präzise Auskunft. Drei verschiedene Optionen werden exakt dargestellt. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Antwort war gut verständlich und hilfreich. ...
FRAGESTELLER