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Erbfolge bei Enkelkindern

03.02.2013 00:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Die Eltern meiner Frau haben scheiden lassen als meine Frau 2 Jahre alt war.
Beide Elterteile haben wieder neu geheiratet. Meine Frau verblieb bei Ihrer Mutter
wurde aber nicht vom neuen Lebenspartner adoptiert, behielt also den Namen des
leiblichen Vaters. Als meine Frau volljährig wurde, hat Sie eine Erbverzichtserklärung
unterschrieben.Die Mutter meiner Ehefrau (Ex des leiblichen Vaters) ist vor kurzem verstorben.
Der leibliche Vater meiner Frau hat die Tochter der zweiten Frau adoptiert. Vermutlich wurde Sie zur Alleinerbin eingesetzt. Meine Frau wird beim Erben vermutlich nicht berücksichtigt zumal Sie die Erbverzichtserklärung unterschrieben hat.Meine Frau und ich haben zwei Kinder.

Wenn der leibliche Vater meiner Frau versterben würde:

a.) hätte meine Frau trotz Erbverzicht Anspruch auf einen Pflichtanteil ?
b) haben unsere Kinder (Enkel des leiblichen Vaters meiner Frau) Anspruch auf einen Pflichtanteil ?
03.02.2013 | 01:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich im Rahmen dieser Erstberatung, die eine umfassende Beratung unter Vorlage aller Unterlagen nicht ersetzen kann, wie folgt.

Sie schreiben, dass Ihre Frau auf ihr Erbe nach Ihren Eltern verzichtet hat.

Mangels Angaben unterstelle ich, dass der Verzicht in notarieller Form (§ 2348 BGB ) erklärt wurde.
Ist die notarielle Form nicht eingehalten, ist der Verzicht unwirksam, jedenfalls für einen nach dem 1.1.1970 erklärten Verzicht.

Hat Ihre Frau formgemäß auf Ihr Erbrecht verzichtet, so ist sie von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen, "wie wenn [sie] zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebte; [sie] hat kein Pflichtteilsrecht." (<a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/2346.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 2346 BGB: Wirkung des Erbverzichts, Beschränkungsmöglichkeit">§ 2346 Abs. 1 BGB</a> ).

> Soweit nicht etwas anderes geregelt ist, hätte Ihre Frau kein Pflichtteilsrecht (§ 2346 Abs. 1 S. 2, 2. Halsbsatz BGB).

Soweit nichts anderes bestimmt ist, erstreckt sich der Verzicht auch auf die Abkömmlinge Ihrer Frau (§ 2349 BGB ).

> Auch die Kinder Ihrer Frau hätten keinen Pflichtteilsanspruch.

Ihre Frau sollte den Erbverzicht durch einen Kollegen für Erbrecht vor Ort überprüfen lassen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.
Nutzen Sie erforderlichenfalls die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundllichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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