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Polizei macht Anzeige wegen Bedrohung , die ich gegen meine Frau ausgesprochen habe.

| 12.01.2013 14:06 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Hallo

Am Silverster kam es zur einer Verkerskontrolle von der Polizei , dann wollten sie das meine Frau eine Alkohltest macht , das wollte ich aber nicht zulassen weil es dazu keinen Grund gab, ich war der einzige der getrunken hatte, und meine frau ist nicht auffälig gefahren oder so , auf jeden Fall kam es dann mit der Polizei zu einer Diskussion , worauf ich zu meiner frau sagte , wenn du pustest Kopf ab. Meine frau weiss das es nicht ernst gemeint war , sie ist auch verwundert das ich jetzt eine anzeige deswegen bekommen habe, solche Sprüche wie Kopf ab , oder noch ein Spruch Kiefer Bruch , Machen wir des öfteren mal , am ende hab ich dann doch zugelassen das meine frau den alkohltest macht , das wurde dann durch den test auch bestätigt.

Meine frage ist , kommt die polizei mit der anzeige durch das ich meine frau bedroht haben soll, meine frau sah dies als keine bedrohung von mir , desweiteren habe ich an dem tag bestimmt schon 1 1/2 flaschen wodca gedrunken, bei mir wurde aber kein test gemacht ,


Sehr geehrter Fragesteller,
zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage.
Der Gesetzeswortlaut der Bedrohung gem. § 241 Abs.1 StGB lautet wie folgt:

Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahe stehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Entscheidend ist, ob die ausgesprochene Drohung objektiv den Eindruck der Ernstlichkeit erweckt und ob sie subjektiv von dem Willen des Täters, also desjenigen der die Bedrohung ausspricht, getragen wird.

Wenn, wie Sie ausführen, diese doch recht raue Umgangsform des Öfteren bin Ihnen in der Ausdrucksweise gegenüber Ihrer Ehefrau vorkommt, denn ist sicherlich die Bedrohung von Ihnen nicht subjektiv ernsthaft gemeint ist, womit eine Bedrohung gem. 241 BGB ausscheidet mit der Folge, dass das Verfahren gegen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit eingestellt wird.


Mit freundlichem Gruß

Rechtsanwalt
Peter Dratwa

Bewertung des Fragestellers 12.01.2013 | 17:26

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