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Haftung Zwangsverwalter - Verkehrssicherungspflichten - Übertragung der Pflichten

27.12.2012 13:33 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Folgender Fall:

- Wohnung ersteigert November 2012, Wohnung ist zwangsverwaltet, Mieter seit Oktober 2012 offiziell ausgezogen.
- Bei der Besichtigung der Wohnung durch den Ersteher versucht dieser (ich), das Fenster im Wohnzimmer aufzumachen, wobei ihm dieses sofort entgegenkommt, zu Boden fällt, (war leider nicht stark genug, es aufzufangen) der Rahmen bricht, eine große Delle im Laminat und einen blauen Fleck verursacht. Äußerlich hatte nichts darauf schließen lassen, dass das Fenster kaputt sein könnte - Rahmen war ganz, Rollläden hochgezogen, kein Schild, nichts. Die Wohnung befindet sich dann noch in der Zwangsverwaltung, Ersteher hat nur den Schlüssel bekommen für 2 Stunden, und hat unterschrieben, dass er den Schlüssel wieder zurückbringt.
- Ein Bauschadensgutachter und Fensterbauer schaut sich den Schaden an und bestätigt, dass a) das Fenster vorher beschädigt gewesen sein MUSS und entsprechend gesichert hätte werden müssen - es wäre jedem entgegengekommen beim Versuch es aufzumachen und b) der vorher dagewesene Schaden an den Beschlägen mit ca. 600€ zu reparieren gewesen wäre, da aber jetzt der Rahmen gebrochen ist, das gesamte Doppelfenster ausgetauscht werden müsse und die Kosten sich auf mindestens 2900€ belaufen, mal ganz abgesehen von dem ebenfalls beschädigten Laminat.
- Ersteher informiert umgehend den Zwangsverwalter, dieser schickt Hausmeister vorbei, der ebenfalls Fotos vom gebrochenen Rahmen macht und sagt, dass er den Schaden nicht mehr reparieren kann.
- Ersteher fordert Übergabeprotokoll an (dieses lag dem Zwangsverwalter vorher angeblich auch nicht vor, weil die beauftragte Maklerin es noch nicht geschickt hatte)
- Im Übergabeprotokoll steht, dass das linke Wohnzimmerfenster kaputt sei, ebenfalls die Wohnung nicht gereinigt - "siehe Bilder".
- Ersteher fordert Bilder und Kontaktdaten der mit Erstellung des Übergabeprotokolls beauftragten Maklerin beim Zwangsverwalter an - dieser weigert sich, die Kontaktdaten der Maklerin herauszugeben und schickt nach mehrmaliger Aufforderung zwar Bilder der Wohnung zu, diese beinhalten aber kein Bild vom Fenster (was ja wohl unglaubwürdig ist, wenn schon im Protokoll vermerkt, "Fenster kaputt").
- Zwangsverwalter weigert sich mit Ersteher über die Sache zu sprechen, Sachbearbeiterin meint, das sei "Pech für den Ersteher", sie haften nicht und geben auch die Kontaktdaten der Maklerin nicht preis.
- Der Ersteher hat Bilder vom herausgefallenen Fenster gemacht, einige beinhalten auch die Andeutung der Absplitterungen des Fensterrahmenmaterials, die normalerweise nur dann da sind, wenn der Schaden gerade erst entstanden ist, hat aber kein Foto vom Zustand des Fensters vorher gemacht.


Der Zwangsverwalter haftet, da der Schaden an dem Fenster wenigstens der Maklerin bekannt war, und daher entsprechende Sicherungsmaßnahmen hätten erfolgen müssen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht (welches Gesetz? welcher Paragraph?), für den durch die Verletzung dieser Pflicht entstandenen Schaden, richtig?

Wer ist in der Beweispflicht und werden die mir vorliegenden Beweise (Fotos vom eben erst gebrochenen Rahmen mit Absplitterungen, Zeugenaussagen vom Handwerker/ Bauschadensgutachter) vor Gericht ausreichen? Wie sind die Erfolgsaussichten in einem möglichen Prozess?

Sollte ich mich auch mit dem ehemaligen Mieter versuchen in Verbindung zu setzen, damit dieser bezeugen kann, dass das Fenster bei Übergabe zwar an den Beschlägen kaputt und nur eingesetzt, aber nicht der Rahmen gebrochen war? Ggfs. können auch Nachbarn bezeugen, dass das Fenster monatelang im gleichen Zustand (mit nicht heruntergezogenen Rollläden und "drin") war.

Wie weit geht der Schaden? Schaden am Fenster: 2950 - 600 = 2350 €, oder? Haftet er auch für die Delle im Laminat und in welchem Umfang ?

Darf der Zwangsverwalter dem Ersteher die Personalien der Maklerin vorenthalten? Inwieweit könnte die Verkehrssicherungspflicht auf die Maklerin übergegangen sein und inwieweit könnte der Verwalter sich darauf berufen?

Sollte mit der Reparatur des Fensters noch gewartet werden oder kann das schon erfolgen? Was muss beachtet werden?

Wie lange würde sich ein Gerichtsverfahren hinziehen und wie sind die Erfolgsaussichten?
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