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Unverwandter Deutscher erbt Wohnung in USA.

| 01.12.2012 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Internationales Recht


Erblasser:
Canadischer Staatsbürger, ledig, wohnhaft Moncton, NB, Zweitwohnung in Florida USA, hat jeweils 6 Monate In Moncton / Florida gelebt.
Weiterer canadischer Immo- und Kapitalbesitz laut vorhandenem Testament an Verwandte (Bruder, Schwägerin, 2 Enkel, 1 Urenkel) und weitere Personen.
Erbe:
Erbt laut handschriftlichem - dem Erbe nicht vorliegenden Testament - die o.g. Zweitwohnung. Deutscher, wohnhaft in Baden Württemberg. Unverwandt.
Einfache Wohnung incl. Mobiliar:
Ca. 60 M2, aus ca. 1965, heutiger geschätzter VK Wert ca. 80K US$, angenommemer Basiswert ca. 25K US$.

Es ist von einem vom Nachlassgericht eingesetzten Nachlassverwalter in Moncton/Canada, nicht von einem Verwandten, auszugehen. Probate processing.
Gehe von einem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen BRD und Canada (wie mit USA) aus.

Gebühren des Testamentvollstreckers werden wohl aus Kapitalbesitz beglichen.
Desgleichen wohl auch lokale canadische Erbschaftssteuern.

Muss der deutsche Erbe in Canada / USA Florida / BRD Steuern zahlen?
Muss der die Immobilie annehmende deutsche Erbe gleichermassen wie in der BDR, 10 Jahre mit einem Weiterverkauf warten?

Für die Beantwortung vorab besten Dank
GG

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 des deutschen ErbStG besteht eine unbeschränkte Erbschaftsteuerpflicht, wenn der Erblasser/Schenker oder der Erbe/Beschenkte beim Erbfall/Schenkung Inländer im Sinne des Erbschaftsteuergesetz war. Inländer ist nach dieser Vorschrift, wer einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat. Der Erbe der Wohnung in Florida, der in Deutschland seinen Wohnsitz hat, muss auf jeden Fall in Deutschland Erbschaftssteuer entrichten. Der Freibetrag bei der Immobilie in Höhe von 20.000 € ist wohl überschritten.
Kanada kennt keine Erbschaftsteuer; hier werden die Kapitalgewinne besteuert, also Differenz zwischen Anschaffungskosten und Verkaufspreis bzw. Marktwert. Der Erblasser ist auch als "resident" zu beurteilen. Die Steuersätze richten sich je nach Provinz bzw. Territorium. Die Steuer ist vom Nachlaßverwalter in Kanada zu erklären und abzuführen; er hat auch etwaige Doppelbesteuerungen zwischen den USA und Kanada zu erklären. Die in Kanada bezahlte Steuer ist nicht nach § 21 ErbstG auf die in Deutschland zu bezahlende Steuer anzurechnen.
Eine 10 jährige Haltefrist wie in Deutschland existiert in Deutschland nicht.
Ich erlaube mir darauf hinzuweisen, dass meine Kanzlei Mandanten im Steuerrecht und Mietrecht bundesweit vertritt.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.12.2012 | 17:17

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